Eine Höhle für Atommüll: Weltweit erstes Endlager „Onkalo“ soll Ende 2026 in Betrieb gehen | Nr. 9647
Shownotes
Finnland steht kurz davor, als weltweit erstes Land ein Endlager für hoch radioaktiven Atommüll in Betrieb zu nehmen. Eine erste Einlagerung eines leeren Behälters hat erfolgreich stattgefunden. Deutschland befindet sich hingegen weiterhin auf Standortsuche, doch auch hier sind Fortschritte zu beobachten.
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00:00:00: Willkommen zum Epoch Times Podcast mit dem Thema Deutschland noch auf Standort Suche.
00:00:04: Eine Höhle für Atomöl, weltweit erstes Endlager und Carlo soll Ende twenty-sechsundzwanzig in Betrieb gehen!
00:00:12: Ein Artikel von Maurice Vorgeng vom sechzehnten Juli zwanzig zwanzich am Mikrofon Alexander Siebör.
00:00:18: Finland steht kurz davor, als weltweit erstes Land ein Endlager für hoch radioaktiven Atommüll in Betrieb zu nehmen.
00:00:25: Eine erste Einlagerung eines leeren Behälters hat erfolgreich stattgefunden.
00:00:29: Deutschland befindet sich hingegen weiterhin auf Standort-Zuche.
00:00:32: doch auch hier sind Fortschritte zu beobachten.
00:00:36: Wohin auf Dauer mit dem Atommül?
00:00:38: Diese Frage müssen sich alle Länder stellen die aktuell Kernreaktoren betreiben oder in Vergangenheit betrieben haben.
00:00:44: Der Antwort am Nächsten ist Finnland.
00:00:46: Dort soll schon Ende zwanzig- sechsenzwanzig oder Anfang zwanzigsibundzwanziger das weltweit erste tiefen geologische Endlager für Hochradioaktivung Atommüll im Betrieb gehen.
00:00:55: Deutschland ist hingegen noch weit entfernt vom Betrieb eines solchen Endlagers.
00:01:00: Und Carlo, die Höhle unter Finnland!
00:01:03: Das finnische Endlage trägt der Namen Oncalo, was auf Deutsch Höhle bedeutet.
00:01:08: Es befindet sich auf der Halbinsel Olquiluoto an der Südwestküste des Landes wo sich auch die gleichnamigen Kernreaktoren Olquilluoto-I, II und III befinden – zumindest der Eingang von Oncalos ist an der Oberfläche zu erkennen.
00:01:21: Der überwiegende Teil des Bauwerks befindet doch unter der Erdoberfläche in rund Zunächst führen ein spiralförmiger Zugangstunnel sowie vier vertikale Schächte mehrere hundert Meter in die Tiefe.
00:01:36: Zu den Schächten gehören einen Personenschacht, zwei Lüftungsschächte und ein Schacht für die Uranbehälter.
00:01:42: Insgesamt kommt das Tunnelsystem auf eine Länge von rund fünfzig Kilometern.
00:01:46: Das eigentliche Endlager befindet sich in der Nativ für von vierhundert bis vierhundertdreißig Metern.
00:01:51: Dort will Posi veräu, das finnische Entsorgungsunternehmen und Betreiber der Anlage künftig bis zu sechstausend fünfhundert Tonnen Uran ins Spezialbehältern verwahren.
00:02:00: Die besondere Herausforderung ist die Anforderungen an die Langlebigkeit dieses Bauwerks.
00:02:04: Es muss nicht nur über Jahrhunderte, sondern über viele Jahrtausende hinweg gewährleistet sein, dass keinerlei radioaktive Strahlung an die Oberfläche gelangt und die abgebrannten Brenn-Elemente für mindestens hunderttausend Jahre keine Bedrohung für Mensch und Natur darstellen.
00:02:22: Für die Endlagerung der Brennstippe hat sich POSIVA für die sogenannte KBS-IIIV Methode entschieden.
00:02:28: Hintergrund dieses in Schweden entwickelten Konzepts ist, dass gleich mehrere Schutzschichten das Uran umschließen.
00:02:35: KBS steht für das schwedische Wort Kernbrenzler-Serkehrheit und bedeutet Sicherheit von Kernbrinnstoffen.
00:02:42: Die Drei bezeichnet die Version unter Buchstabe V – die vertikale Platzierung der Kanister.
00:02:48: Zunächst werden die radioaktiven Brennstäbe in einen Behälter aus Gusseisen gelegt.
00:02:52: Dieser ist äußerst stabil und soll auf Dauer möglichen Äußeren einflüssen standhalten.
00:02:57: Anschließend kommt jeder Guseisenbehälter in einen zwölf Tonnen schweren Behältern aus Kupfer mit einer Wandstärke von fünf Zentimetern.
00:03:04: Kupffer gilt als äußert korrosionsbeständig.
00:03:07: Posiwer will diese Kupferbehälter schließlich in das Endlager in rund vierhundertdreißig Metern Tiefe bringen.
00:03:12: Dort kommen sie in ein rund acht Meter tiefes, vertikales Loch mit einem Durchmesser von rund eins Komma sieben fünf Metern.
00:03:19: In den Zwischenraum wird anschließend Bentonit gefüllt, dass die dritte Schutzschicht darstellt.
00:03:25: Die vierte und letzte Schicht ist das umgebende Gestein konkret Kristallina Kneis.
00:03:30: Dies soll über ein Jahrhunderttausend eine effektive Abschirmung gewährleisten.
00:03:35: So soll abgebranntes Uran sicher verstaut werden.
00:03:38: Aktuell befinden sich abgebrannte Brennstäbe aus Kernreaktoren noch in Abklingbecken und Zwischenlagern, wo sich ihre Radioaktivität bereits deutlich reduziert.
00:03:47: In Oncalo werden die abgebranten Brennstiebe zunächst in der oberirdischen Verkapselungsanlage in die Gusseisen- und Kupferbehälter eingeparkt.
00:03:56: Anschließend gelangen die Kupferbehälter über den vertikalen Aufzugschacht in die Tiefe.
00:04:00: Dort nimmt ein ferngesteuertes Transportfahrzeug die Cups entgegen und bringt sie zum unterirdischen Behälterlager.
00:04:07: Die Bohrlöcher für die Endlagerung der Behältern in den unterirdigen Stollen bereiten speziell dafür gebaute Bohrmaschinen vor, anschließend kommen die Bentonit-Lehmblöcke ins Entlagerloch.
00:04:17: Bentonitt verhindert das Wasser in die Nähe des Behälters gelangt und schützt ihn so vor Gesteinsbewegungen.
00:04:24: Ein ferngesteuertes Transportfahrzeug bringt den Behälter vom Behelter Lager zum Endlager-Tunnel und setzt den Behälter mit einer Genauigkeit von nur wenigen Millimetern in das Endlaggerloch ein.
00:04:34: Sobald der Behälte in Position ist, wird der obere Teil des Lochs ebenfalls mit Bentonit Pufferblöcken verfüllt so dass der Behelter komplett davon umgeben ist.
00:04:43: Sind alle Bohrlöcher befüllt, wird auch der Stollen mit körnigem Bentonitton aufgefüllt und versiegelt.
00:04:50: Erfolgreicher Test für die Einlagerung In der ersten Juni-Hälfte, Teste des POSIVA erstmalig die Einlagerung eines Behälters in ein Loch mit Bentonitpuffer.
00:05:00: Diese Behälter enthielt noch keine Brennelemente.
00:05:03: Der technische Leiter von POSIVA Johari Himeki teilte damit dass die Installation auf Anhieb erfolgreich verlief.
00:05:10: Er bezeichnete diesen Test als einen wichtigen Schritt für den Starts des Endlagerungsvorgangs.
00:05:15: Der eigentliche Installationsprozess sei ein Schlüsselement für die langfristige Sicherheits der Entlagerungen.
00:05:21: Laut Rihimeki erfülle dieser Erfolg auch die regulatorischen Anforderungen.
00:05:26: Um die Verfahrens-Lizenz zu erhalten, muss posiver laut Rihimeki nachweisen können, Zitat, dass die Installation des Endlagerungsbehältes sicher und nach Plänen erfolgen kann – das ist mit dem erfolgreichen Test geschehen!
00:05:39: Nach Angaben des Unternehmens sind für die kommenden Wochen einige abschließende oberirdische Tests am Transportfahrzeug geplant.
00:05:46: In der zweiten Jahreshälfte sollen schließlich tief im Inneren des Olkilo Otto Grundgesteins in Betriebnametests stattfinden, das finnische Endlager Verschlangenschätzungen zufolge bisher rund eine Milliarde Euro.
00:05:57: rechnet man noch den jahrzehntelangen Betrieb mit den geplanten Einlagerungen hinzu erhöhen sich die Gesamtkosten auf rund fünf Milliarden Euro.
00:06:06: Wie ist die Lager in Deutschland?
00:06:08: Deutschland ist hingegen noch weit entfernt von der Inbetriebnahme eines eigenen Endlagers für Hochradioaktivmatommel.
00:06:14: Seit den Krafttreten des Standortauswahlgesetzes, Stand AG im Jahr zehnt die Bundesgesellschaft für Entlagerung BGE stattdessen weiterhin aus einer Vielzahl von Teilgebieten einen geeigneten Standort.
00:06:26: Nach dem Ausschlussverfahren soll sie geeignete Standortregionen ausfindig machen.
00:06:30: Der Vorschlag der BGE ist Ende twenty-seven zu erwarten.
00:06:34: Ein Endlager für hoch radioaktive Abwelle muss hierzulande strenge Mindestanforderungen erfüllen.
00:06:40: Die Tiefe muss mindestens dreihundert Meter betragen, ebenso muss das Grundgestein bestimmte Voraussetzungen erfüllt.
00:06:45: in Frage kommen nur Steinsalz Tongesteinen und Kristallingesteine.
00:06:50: eine Vorausetzung ist eine geringe Gebirgsdurchlässigkeit also wie viel Wasser oder andere Flüssigkeiten des Gesteins durchlässt.
00:06:58: Bisher gibt es in der Bundesrepublik noch keinen favorisierten Standort für ein künftiges Endlager, für hochradioaktiven Atommüll.
00:07:05: Doch die BGE hat bereits viele Regionen als ungeeignet eingestuft, standen November zwanzig fünfundzwanzig haben aber bereits manche Regionen die Prüfung weitestgehend bestanden.
00:07:14: Auf der Karte im Artikel sind diese Türkees markiert.
00:07:17: Sie befinden sich im baden-württembergischen Schwarzwald In Ostbayern sowie östlich von Heidelberg.
00:07:23: In Deutschland existieren aktuell damit lediglich sechzehn Zwischenlager für radioaktive Abwelle.
00:07:29: In speziellen oberirdischen Lagergebäuden stehen momentan auch die hoch radioaktiven Brennelemente in insgesamt tausend siebenhundertfünfzig Kastorbehältern, dabei wird zwischen zentralen und dezentralen Zwischenlagern unterschieden.
00:07:41: Dezentrale Zwischenlage befinden sich an Standorten von Kernkraftwerken.
00:07:45: Davon gibt es hier zum Beispiel zwölf.
00:07:47: Die Zwischenlagen wie Gorleben und Ahrhaus gelten als Zentral.
00:07:50: Zudem gibt es die Zwischenlager Jülich und Lubmin.
00:07:53: Sie befinden sich in der Nähe einer ehemaligen kerntechnischen Anlage.
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