Wie Ungarn zur Werkbank der deutschen Autobauer wird | Nr. 9621
Shownotes
Mercedes investiert mehr als eine Milliarde Euro in Kecskemet – und macht die ungarische Provinz zur Auto-Hochburg. Auch VW und BMW fertigen in dem Land. Was heißt das für den Standort Deutschland?
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00:00:00: Willkommen zum Epoch Times Podcast mit dem Thema, vierhunderttausend Fahrzeuge jährlich geplant.
00:00:06: Wie ungan zur Werkbank der deutschen Autobauer wird!
00:00:10: Ein Artikel von Epoche Times vom dreizehnten Juli.
00:00:12: zwanzig sechsundzwanzig am Mikrofon Alexander Siebör.
00:00:16: Mercedes investiert mehr als eine Milliarde Euro in Cakes Caymit und macht die ungerische Provinz zu Auto Hochburg.
00:00:23: auch VW- und BMW Fertigen im Land.
00:00:26: Was heißt das für den Standort Deutschland?
00:00:29: Cakes Caymet liegt gut, achtzig Kilometer südöstlich von Budapest weit weg von Stuttgart.
00:00:34: Und doch rollen dort wie in anderen Orten Ungarns Fahrzeuge vom Band die das Geschäft der deutschen Autoindustrie tragen.
00:00:41: An diesem Montag bekommt es eine neue Dimension denn Mercedes-Benz hat in das dortige Werk gut eine Milliarde Euro investiert und ist so nach eigenen Angaben zur größten Autoverbrick des Landes ausgebaut.
00:00:52: Zur Eröffnung, zehn Uhr fünfzehn wird auch der neue ungriechische Premierminister Peter Matial erwartet.
00:00:58: Produziert werden in der Provinzstadt bereits die A-Klasse und der SUV GLB.
00:01:03: Nun kommt die elektrische C-Klasse dazu, und weitere Produktionsaufträge dürften folgen.
00:01:08: Dafür wurden unter anderem zwei Hallen für Karosserie und Montagelinien eine Lackierei und eine Batteriemontage gebaut.
00:01:15: Durch die Erweiterung können in Kecks Kement nun potenziell bis zu vierhunderttausend Fahrzeuge jährlich hergestellt werden.
00:01:21: Dann wäre das Autowerk nicht nur des größten Ungarn sondern auch die größte Mercedes Fabrik Europas!
00:01:27: Dahinter steckt eine Strategie des Managements um Chef Ola Kelenius.
00:01:31: Der Anteil der Produktion in europäischen Niedriglohnländern soll von fünfzehn auf dreißig Prozent verdoppelt werden, in Deutschland schrumpft die maximal mögliche Produktionen in den nächsten Jahren hingegen weiter auf neunhunderttausend Fahrzeuge.
00:01:44: Warum gerade in Ungarn?
00:01:46: Die Schwaben stehen unter immensem Druck – insbesondere die Zölle und der intensive Wettbewerb in China belasten Absatz, Umsatz und Gewinn waren zuletzt rückläufig.
00:01:56: Zunehmend beklagt sich Mercedes über die strukturellen Kosten in Deutschland vor allem für Arbeit – diese seien im internationalen Vergleich nicht
00:02:02: wettbewerbsfähig.".
00:02:04: Jede Vergabe neuer Produkte und jede Zuweisung von Aufgaben an deutsche Standorte verschlechtert die relative Kostenposition", hieß es kürzlich in einem Brief an die Beschäftigten.
00:02:15: Anders in Ungarn.
00:02:16: Die Produktionskosten liegen Mercedes-Finanz-Chef Harald Wilhelm zufolge rund siebzig Prozent unter dem deutschen Niveau.
00:02:22: Eine Zahl, die Helena Wissbert Professorin für Automobilwirtschaft an der Ostfalia Hochschule in Wolfsburg für Plausibel hält.
00:02:29: Die Produktionskosten in Deutschland sind in der Automobilindustrie die höchsten der
00:02:33: Welt.".
00:02:36: Gelockt werden die Konzerne dabei nicht nur mit niedrigen Lohnkosten.
00:02:39: Ungarn tue viel, um für Zulieferer und Hersteller attraktiv zu sein", sagt die Expertin.
00:02:44: Das Land bietet Förderprogramme und Unterstütze bei Ansiedlungen, Genehmigungen und dem Aufbau der Infrastruktur.
00:02:51: Die zentrale Lage in Europa ist der Expertin zur Folge aber nicht nur für deutsche Herstellern interessant – Ungarn sei auch Zielandverwerke von BYD oder den Batteriehersteller CATL Ein deutsches Cluster mitten in Europa.
00:03:04: Mercedes ist dementsprechend nicht allein.
00:03:07: Zweieinhalb Autostunden entfernt im ostongerischen Deprizen hat BMW erst im Herbst ein hochmodernes Werke eröffnet und dafür gut zwei Milliarden Euro investiert.
00:03:16: Ausgelegt ist die Fabrik auf Elektroautos, den Anfang macht ihr der neue SUV iX-III.
00:03:21: Fast am anderen Ende des Landes, im Westteil ist der Volkswagen-Konzern vertreten.
00:03:26: Inger produziert Audi unter anderem den SUV Q. III aber auch ein Modell der Marke Cupra wird dort hergestellt.
00:03:33: twentyfünfundzwanzig liefen dort gut zweihunderttausend Fahrzeuge vom Band.
00:03:37: außerdem fertigt Audi dort Karosseriebauteile und zwanzigfünfeinzig fast eins Komma sechs Millionen Benzin und Dieselmotoren sowie E-Antriebe.
00:03:45: Angesichts der Umbaupläne von VW, Konzernchef Oliver Blume dürfte das Werk zusammen mit dem im nahen Bratislava in der Slowakei weiter an Bedeutung gewinnen.
00:03:55: Auch Zulieferer schätzen ungern.
00:03:57: Hinzu kommt ein ganzes Ökosystem deutsche Autozulieführer, dass sich um die Fabriken herum gebildet
00:04:02: hat.".
00:04:03: Üblicherweise siedeln sich die Zuliefere, die eine langjährige Historie mit einem Hersteller haben auch im Ausland an und dort gleichfalls von den neuen Werken zu profitieren erklärt der Branche-Experte Frank Schwoppe von der Fachhochschule des Mittelstands, FHM.
00:04:18: So auch in Ungarn – Bosch produziert dort unter anderem Komponenten für E-Autos, außerdem steht das größte europäische Bosch Entwicklungszentrum in Budapest.
00:04:26: ZF Friedrichshafen fertigt u.a.
00:04:29: Getriebe und gemeinsam mit Foxconn E-achsen.
00:04:32: Und auch die Kontiabspaltung.
00:04:34: Aumovio unterhält in der Hauptstadt u. a. ein KI-Entwicklungszentrem.
00:04:39: Die Produktionsverlagerung ist noch nicht am Ende.
00:04:42: Die Eröffnung fällt in eine Zeit, in der es in der deutschen Autobranche gehörig brodelt.
00:04:47: Zehntausende Bangen um ihre Jobs – Gehälter werden gekürzt!
00:04:50: Die fünfunddreißig Stunden Woche steht unter Beschuss und auch Werkschließungen sind kein Tabu mehr.
00:04:55: Aktuell werden dem Verband der Automobilindustrie VDA zufolge knapp sieben von zehn Pkw-deutscher Hersteller im Ausland produziert.
00:05:03: Seit zwanzig zweiundzwanzig geht dorthin auch die Mehrheit der Investitionen der Konzerne.
00:05:07: Wiesbärth ist sich sicher, Zitat.
00:05:12: Es sei betriebswirtschaftlich nachvollziehbar, dass die elektrische C-Klasse nun in Ungarn gefertigt werde.
00:05:17: Aber – Zitat für den Wirtschaftsstandort Deutschland ist es ein negativer Signal wenn jetzt auch die Premiummarken wie Mercedes, die ja etwas mehr Spielraum in der Preisgestaltung haben als die Volumenmarken anfangen die neuen E-Autos nicht mehr in Deutschland zu produzieren.
00:05:32: Zitat Ende Kostenvorteil mit Verfallsdatum.
00:05:37: In Ungarn haben deutsche Autokonzernen im vergangenen Jahr laut VDA gut dreihunderttausend Autos gefertigt.
00:05:43: Mehr Produktion gab es nur in Tschechien, Spanien und der Slowakei – noch!
00:05:47: Denn mit dem Hochlauf der neuen Werkei dürfte das Land künftig noch weiter nach oben rücken.
00:05:52: Wie weit muss sich zeigen denn auch in Ungarn dürfen die Löhne steigen?
00:05:56: Zitat.
00:05:56: aber bis das Niveau in Deutschland erreicht ist was ja auch weiter steigt muss viel passieren sagt Wiesbert.
00:06:02: Hinzu kommt der politische Faktor.
00:06:04: Die Verlagerungen standen auch wegen der zunehmend autoritären Regierung von Viktor Orban unter Beschuss.
00:06:09: Kritiker warfen den Konzernen vor, antidemokratische Haltungen in Kauf zu nehmen um Subventionen und Steuervorteile abzugreifen.
00:06:17: Schwurpe erwartet dass Ungarn durch den Regierungswechsel für die deutschen Autobauer nun noch interessanter werden könnte.
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