OPEC+ erhöht Förderung: Droht dem Ölmarkt jetzt ein Überangebot? | Nr. 9592
Shownotes
Die Ölpreise haben sich nach den Spannungen zwischen Israel, den USA und dem Iran überraschend schnell beruhigt. Mit der Wiederöffnung der Straße von Hormus und einer erneuten Ausweitung der Fördermengen durch die OPEC+ wächst die Sorge vor einem Überangebot. In Deutschland kommen die Preisrückgänge bislang nur verzögert an.
Transkript anzeigen
00:00:00: Willkommen zum Epoch Times Podcast mit dem Thema Iran-Konflikte und Treibstoffpreise.
00:00:05: OPEC Plus erhöht Förderung, droht dem Ölmarkt jetzt ein Überangebot?
00:00:10: Ein Artikel von Reinhard Werner vom sechsten Juli twenty-sechsundzwanzig am Mikrofon Alexander Sieber.
00:00:15: Die Ölpreise haben sich nach den Spannungen zwischen Israel und den USA, dem Iran überraschend schnell beruhigt.
00:00:21: Mit der Wiederöffnung der Straße von Hormuz und einer erneuten Ausweitung der Fördermengen durch die OPEC Plus wächst die Sorge vor einem Überangebot – in Deutschland kommen die Preisrückgänge bislang nur verzögert an.
00:00:33: Noch ist keine endgültige Friedensvereinbarung für den Iran erzielt, dennoch hat sich die Lage auf den Ölmärkten bereits jetzt weitgehend beruhigt.
00:00:40: Der Preis für die Sorte Brand liegt nur noch wenig über dem Niveau vor dem Ausbruch der Kämpfe Ende Februar.
00:00:46: Um die Situation zu stabilisieren, haben sieben derzu OPEC Plus gehörigen Staaten Saudi-Arabien Russland Irak Kuwait Kasachstan Algerien und Oman beschlossen im kommenden Monat ihre Fördermenge um hundred und achtzig tausend Barrel pro Tag zu erhöhen.
00:01:01: Wie Medien berichteten, fiel die Entscheidung in einer virtuellen Sitzung am Wochenende des vierten und fünften Juli Schritt.
00:01:08: der OPEC Plus soll die Märkte an den Ölpreis stabilisieren.
00:01:12: Dieser Schritt kommt einem weiteren Abbau der freiwilligen Kürzungen gleich, den diese Länder seit zwanzig dreiundzwanzig beschlossen hatten.
00:01:18: Zudem ist es die fünfte monatliche Ausweitung der Produktionsmenge in Folge – mit jeweils zweiundsechzigtausend Barrel tragen Saudi-Rabin und Russland den größten Teil der zusätzlichen Produktion.
00:01:28: in einer Erklärung der beteiligten Staaten heißtes Man unterstreiche damit das Bekenntnis zur Marktstabilität.
00:01:34: Gleichzeitig werde man vorsichtig vorgehen und behalte sich vor, die Fördermengen bei Bedarf auch wieder nach unten anzupassen.
00:01:40: Am zweiten August werde es die nächste Sitzung geben.
00:01:43: Am Sonntagabend lag der Brand-Ölpreis bei weniger als US dollar je Barrel die OS-Sorte WTI sogar bei nur US dollar, im März war der Ölpreisfasenweise auf etwa US dollar angestiegen.
00:01:57: Ein wesentlicher Faktor zur Normalisierung der Preisentwicklung ist die Kooperationsvereinbarung das sogenannte Memorandum of Understanding zwischen den OSR und dem Iran.
00:02:05: Tehran hat sich darin verpflichtet, Schiffe wieder ungehindert durch die Straße von Hormuz passieren zu lassen.
00:02:11: Im Gegenzug hoben die Amerikaner die Blockade iranischer Häfen wieder auf – eine endgültige Vereinbarung soll in den kommenden Wochen erzielt werden.
00:02:18: Durch die Mehrengeläuft etwa ein Fünftel des weltweiten Ölhandels.
00:02:22: Freier Straße vom Hormus und OPEC Plus könnte Ölschwämme herbeiführen!
00:02:27: Die Wiedereröffnung der Straße von Hormuz und die größere Fördermenge der OPEC Plus stärken den Druck auf die Preise.
00:02:33: Angesichts der Entwicklung und der nach wie vor zögerlichen Nachfrage errechnenden Analysten vereinzelt sogar mit einer Ölschwämme, die für ein Überangebot sorgen könnte.
00:02:42: AJ Parma vom Analyse-Dienst Independent Commodity Intelligence Services rechnet für das kommende Jahr mit einem Überschuss von mehr als vier Millionen Barrel pro Tag.
00:02:51: Dies werde zu niedrigeren Ölpreisen führen.
00:02:54: Parma rechnet auch damit, dass sich die Versorgungslage beim Öl nach dem Sommer deutlich entspannen wird.
00:02:59: Auch Wall Street Banken haben ihre Prognosen für den Öl-Preis Bloomberg zur Folge schon vor dem Wochenende auf eine Spanne von sechzig bis fünfundsechzig US Dollar gesenkt Die Normalisierung im Bereich der Schifffahrt treffe auf eine zumindest vorerst deutlich geringere Nachfrage als erwartet.
00:03:15: Kraftstoffpreise in Deutschland bleiben vorerst hoch.
00:03:18: In Deutschland merken Autofahrer noch wenig von der Entwicklung.
00:03:21: Zwar ist beim Diesel eine gewisse Normalisierung zu bemerken, E-Cen liegt jedoch nach wie vor deutlich über dem Niveau der Vorwoche und vieleorts wieder jenseits der zwei Euro Marke.
00:03:32: Für einen deutlichen Preissprung hat dabei das Auslaufen des sogenannten Tankrabatz mit Ende des Monats Juni gesorgt.
00:03:38: Wie bereits von Analysten wie John Allen, von der Universität auf Toronto angedeutet gibt es ein gewisses Trägheitsmoment bei der Weitergabe gesunkener Preise.
00:03:46: Die Risikopremien blieben auch bei einem Ende des Krieges noch kurzfristig hoch.
00:03:51: Erst mit einer Verzögerung kämen die niedrigeren Preise auch beim Verbraucher an.
00:03:55: Gerade in Deutschland kommt es nach wie vor auf den Unterschied bei den Gewinnmarschen zwischen dem Export über die europäischen Großhäfen und dem Verkauf im eigenen Land an.
00:04:05: Die Binnennachfrage ist aufgrund des hohen Preis-Niveaus und der schwachen Konjunktur noch nicht deutlich höher.
00:04:10: Für Händler und Raffinerien waren der Export an den Terminmärkten über die Großhäfen Amsterdam, Rotterdam und Antwerpen deutlich lokrativer als der Verkauf auf dem deutschen Markt.
00:04:20: In Süddeutschland produzierten Raffinarien teilweise noch im April mehr Kraftstoff als nachgefragt wurde.
00:04:26: Heizölkäufer zwischen Abwarten und Sicherheitsreserve.
00:04:30: Wie lange es dauern wird, bis auch in Deutschland die Preis-Normalisierung und den Zapfsäulen ankommen wird hängt auch von der weiteren Entwicklung auf dem Weltmarkt ab.
00:04:38: China ist dabei ein wesentlicher Faktor – Die chinesischen Rohölemporte waren zuletzt deutlich zurückgegangen.
00:04:43: Wenn China seiner Nachfrage wieder deutlich erhöht, wird dies das Überangebot verringern.
00:04:48: Außerdem hängt viel von Faktoren wie Raffineriekapazitäten, Kosten für Transport und Lagerung sowie regionalen Marktbedingungen ab.
00:04:55: Es ist unter anderem auch denkbar das einige Glieder in der Lieferkette die sinkenden Preise nutzen um ihre Lage aufzufüllen – für den fallkünftige Krisen.
00:05:04: Allerdings lässt der Umstand dass kurzfristige Brandlieferungen derzeit erstmals seit Jahresbeginn günstiger sind als spätere darauf schließen, dass akute Knappheit seltener wird.
00:05:14: Risiken bleiben dennoch.
00:05:15: Wer etwa als Heizölkäufe noch über hinreichend Vorräte verfügt, könnte mit dem Nachkauf noch warten in der Hoffnung auf weitere Preisrückgänge.
Neuer Kommentar