Neubauer und Campact unterstützen Sitzblockaden gegen AfD-Parteitag | Nr. 9571
Shownotes
Wenige Tage vor dem AfD-Bundesparteitag in Erfurt schließen sich Klimaaktivistin Luisa Neubauer und die Organisation Campact dem Protestbündnis „Widersetzen“ an. Während die Initiatoren den Parteitag mit Sitzblockaden möglichst lange verzögern wollen, verweist Thüringens Innenminister auf die Rechtslage und kündigt an, das Versammlungsrecht der Partei durchzusetzen.
Transkript anzeigen
00:00:00: Willkommen zum EpochThumps Podcast mit dem Thema AfD-Bundesparteitag in Erfurt.
00:00:05: Neubauer und Kampakt unterstützen Sitzblockaden gegen AfD Parteitag.
00:00:10: Ein Artikel von Reinhard Werner vom ersten Juli, am Mikrofon Alexander Sieber.
00:00:16: Wenige Tage vor dem AfD Bundespartei Tag in Erfurth schließen sich Klimaaktivistin Luisa Neubaurer und die Organisation Kampact den Protestbündnis widersetzen an.
00:00:26: Während die Initiatoren den Parteitag mit Sitzblockaden möglichst lange verzögern wollen, verweist Thüringens Innenminister auf die Rechtslage und kündigt an das Versammlungsrecht der Partei durchzusetzen.
00:00:38: Wenige Tage vor dem Bundesparteitag – der AfD im kommenden Wochenende, vierter fünfter Juli in Erfurt hat das Bündnis widersetzt, prominente Unterstützung erhalten.
00:00:47: wieder Spiegel berichtet, wollen sich Klimaaktivistin Luisa Neubauer und die Organisation Kampakt an den angekündigten Sitzblockaden beteiligen.
00:00:55: Damit – so Neubauern und Kampak-Geschäftsführer Christoph Bautz – wolle man dem Parteitag solange wie möglich aufhalten.
00:01:03: Neubaurant Kampact rufen demokratische Mitte zu Protest gegen AfD auf!
00:01:08: In einer gemeinsamen Erklärung begründen sie ihr Anliegen mit dem jüngst veröffentlichten Gutachten der Gesellschaft für Freiheitsrechte GFF.
00:01:16: Dieses hatte eine Vielzahl öffentlicher Quellen und Aussagen führende AfD-Funktionäre ausgewertet, unter Bezugnahme auf die bisherige Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts kam das Gutachten zu dem Ergebnis, dass ein Verbotsantrag gegen die Partei reale Erfolgsaussichten hätte.
00:01:32: Die AfD verfolge in zumindest zwei Kernbereichen der freiheitlich-demokratischen Grundordnung, nämlich der Menschenwürde und dem Demokratieprinzip verfassungswidrige Ziele.
00:01:42: Die Blockade des Parteitages ist damit aus Sicht von Neubauern und Kampakt ein Akt der Gegenwehr gegen den Versuch der Partei die Verfassung anzugreifen.
00:01:50: Zudem fordern beide in der Erklärung auch die zitat demokratische Mitte zur Beteiligung an den Protesten auf.
00:01:56: Diese sollten nicht als rein linkes Thema verstanden werden, man könne sich Passivität und Gleichgültigkeit nicht mehr
00:02:02: leisten.".
00:02:04: Am Rande des Parteitags auf dem Gelände der AirPhoto-Messe erwartet die Polizei mehr als fünfzigtausend Teilnehmer.
00:02:09: Während Parteien, Gewerkschaften und Kirchen zu bloßen Demonstrationen aufrufen will das Bündnis widersetzen den Parteitag vollständig verhindern.
00:02:17: Die Linkspartei billigt dieses Anliegen.
00:02:20: einige ihrer Abgeordneten wollen sich an Blockaden beteiligen.
00:02:23: Polizeibehörden rechnen auch mit etwa zweitausend Fünfhundert gewaltbereiten Gegendemonstranten.
00:02:29: Parteitage als gesetzliche Pflicht einer Partei.
00:02:32: Thüringens Innenminister Georg Meier, SPD hat vor Verhinderungsblockaden gegen den AfD-Parteitag gewarnt.
00:02:38: Eine solche sei – Zitat?
00:02:39: – nicht von der Versammlungsfreiheit gedeckt Die Polizei werde das Versammungsrecht der AfD durchsetzen.
00:02:45: In § neun des Parteigesetzes ist bestimmt das Parteitag mindestens in jedem zweiten Kalenderjahr einmal zusammentreten müssen.
00:02:52: Die Bestimmungen des Parteengesetzes sollen sicherstellen, dass Parteien ihrer verfassungsmäßigen Aufgabe der Mitwirkung an der politischen Willensbildung nachkommen können.
00:03:01: Einen Parteitage abzuhalten nicht nur ein Recht sondern auch eine Pflicht von Parteien.
00:03:06: Auf die politische Inhalte der Partei kommt es dabei nicht an!
00:03:09: Sollten Parteien aktiv die freiheitlich-demokratische Grundordnung gefährden oder beseitigen wollen, ist ein Verbot möglich.
00:03:16: Das Verfahren dazu regeln Artikel XXI Absatz II des Grundgesetzes GG sowie die Paragrafen III und folgende des Bundesverfassungsgerichtsgesetzes BFERVGG.
00:03:28: Dobrindt skeptisch gegenüber neuen Erkenntnissen aus GFF.
00:03:31: Gutachten zur AfD.
00:03:33: Das Bundesverfassungsgericht ist nach dem Grundgesetz für Parteiverboote zuständig.
00:03:38: Entscheidungen über ein Parteiverbot werden nicht durch die exekutive oder andere politische Akteure getroffen.
00:03:44: Das Gutachten der Gesellschaft für Freiheitsrechte, GFF ändert keine bestehende Rechtslage.
00:03:48: Es handelt sich um eine wissenschaftliche privat finanzierte Veröffentlichung der Autoren.
00:03:53: Projektleiter Bijan Moini stellte bei der Präsentation klar dass das Dokument weder als Empfehlung noch als Anleitung für ein mögliches Verbotsverfahren gedacht ist.
00:04:02: Bundesinnenminister Alexander Dobrindt, CSU erklärte anlässlich der Vorstellung des Verfassungsschutzberichts, dass man auch dieses Gutachten auswerten werde.
00:04:11: Diese stütze sich ausschließlich auf öffentlich zugängliche Informationen – diese hätten Zitat natürlich auch unseren Diensten und Behörden in der Vergangenheit zur Verfügung
00:04:20: gestanden.".
Neuer Kommentar