Exportkrise am Golf: Wie Länder die Straße von Hormus umgehen wollen | Nr. 9556
Shownotes
Millionen Barrel Rohöl wurden durch den Irankrieg in der Golfregion faktisch blockiert. Im Wettlauf gegen die Zeit suchen Exportländer nun nach Wegen, den Rohstoff anders ans Ziel zu bringen.
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00:00:00: Willkommen zum Epoch Times Podcast mit dem Thema Alternative Routen, Exportkrise am Golf.
00:00:06: Wie Länder die Straße von Hormos umgehen wollen?
00:00:09: Ein Artikel von Epoche Times vom neunundzwanzigsten Juni.
00:00:11: zwanzig sechsundzwzig an Mikrofon Alexander Sieber Millionen Barrel-Rohöl wurden durch den Iran Krieg in der Golfregion faktisch blockiert.
00:00:20: im Wettlauf gegen die Zeit suchen Exportländer nun nach Wegen den Rohstoff anders ans Ziel zu bringen.
00:00:27: In der Golfregion träumen einige von einer Zukunft, in der die Straße vom Hormus beim Exportgeschäft weniger wichtig ist.
00:00:33: Rund vier Monate dauerts – die weitgehende Blockade nun schon und selbst nach dem Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran weiß niemand wann der Krieg enden und der Seeweg wieder normal befahrbar sein könnte.
00:00:45: Mit den jüngsten Angriffen beider Seiten ist die Lage wieder eskaliert.
00:00:49: Staaten wie die Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait und der Irak suchen dringend nach Alternativen.
00:00:54: Es geht vor allem um neue Pipelines aber auch um den Landweg auf Straßen und Schienen damit Öl oder auch Container waren auf einer anderen Route ins Ziel kommen.
00:01:04: Saudi-Arabien denkt auch darüber nach seine Lagerkapazitäten für Öl weltweit zu erhöhen.
00:01:10: Warum gibt es nicht längst andere Exportwege?
00:01:13: Die gibt es teils, aber Pipelines über Land sind teuer.
00:01:16: Über Ländergrenzen hinweg politisch oft schwierig umsetzbar und geplagt von Verzögerungen.
00:01:21: Das Problem einer möglichen Blockade ist aber bekannt.
00:01:24: Der Iran hat schon vor mehr als vierzig Jahren damit gedroht die Straße von Hormuz faktisch zu schließen damals im Krieg mit dem benachbarten Irak.
00:01:32: Schon lang forderten Energieexperten deshalb dass die Golfstaaten andere Wege finden müssten für ihre Exporte.
00:01:38: Nun Mit laufenden Verlust in Milliardenhöhe ist der Druck nochmals gestiegen.
00:01:43: Die niederländische Denkfabrik HCSS spricht vom größten und komplexesten Energie-Schock der Geschichte.
00:01:50: Ein Viertel des weltweiten Erdöl-Transports zur See läuft über die Straße von Hormuz, ein Teil davon kann über bestehende Pipelines in Saudi Arabien den Emiraten und dem Irak umgeleitet werden – der Rest ist weitgehend blockiert.
00:02:03: Dies sind einige der Ideen für alternative Strecken.
00:02:06: Vereinigte arabische Emirate.
00:02:08: Das Land ist mit Saudi-Arabien zwar einer der wenigen Staaten, die zumindest einen Teil des Rohöls auch über Pipelines befördern können.
00:02:15: Um die Kapazitäten noch zu erhöhen wird aber der Bau einer weiteren West-Ost-Pipeline an den Golf von Oman beschleunigt – mit dem Ziel diese schon kommendes Jahr in Betrieb zu nehmen!
00:02:25: Das Land will seine Förderkapazität über diese Strecke von ¼ auf ¾ Millionen Beryl pro Tag verdoppeln.
00:02:32: Als Idee ist sogar eine Straße der Einheit im Gespräch ein künstlicher maritime Korridor quer durch die Emirate vom persischen Golf zum Oman.
00:02:41: Ein Architekturbüro aus Dubai hat den Vorschlag in ersten Entwürfen vorgestellt und träumt im Begleittext von größerer Kontrolle, Kontinuität und Widerstandsfähigkeit in Handelsnetzen.
00:02:52: Viel mehr als futuristische Designs dürfte aus diesen Plänen allerdings nicht werden.
00:02:56: Kuwait Der kleine Staat liegt eingezwenkt im Nordwesten des Persischen Golfs und ist beim Export strikt auf den Seeweg angewiesen.
00:03:04: Angedacht, ist nun Kuwait's Öl über die emiratischen und saudischen Pipelines an den Weltmarkt zu bringen – wie Nawaf Alsabach Vorsitzender von Kuwaitstaatlichem Ölkonzern zuletzt in Washington sagte.
00:03:16: Beide Länder nutzen diese Pipeline seit Kriegsbeginn bereits in höchstmöglichem Maß.
00:03:21: Auch ein Anschluss Cubates an die eigentlich stillgelegte Tabline wird diskutiert.
00:03:25: Diese trans-arabische Pipeline pompte ab von derzeit aus dem Osten Saudi Arabiens über Jordanien und Syrien bis zum Libanon ans Mittelmeer für europäische Abnehmer.
00:03:36: Dann machten immer größer werdende Tanker, und die Wiedereröffnung des Suez-Kanal den Sebeg lokrativer.
00:03:44: Kuwait steht bei dem Thema enormen Unterdruck.
00:03:47: Das Land hatte laut der Website tankertrakers.com im April erstmals seit deinundneunzig überhaupt kein Öl mehr exportiert.
00:03:55: Irak – das Land macht schon im Krieg mit dem Iran in den neunzehnachtziger Jahren bittere Erfahrungen damit, wie der Ölexport zur See kriegsbedingt zum Erliegen kommen kann.
00:04:05: Als wichtigste Alternative diente hier eine Pipeline über die Kurdenregion und die Türkei zu Mittelmeer.
00:04:10: Trotz politischen Streits wurden die Exporter hier wieder aufgenommen und liegen aktuell bei etwa zweihundertzwanzigtausend Barrel täglich.
00:04:18: Die irakische Regierung will diese Menge wenn möglich verdreifachen.
00:04:21: Eine weitere Pipeline führt aus dem Irak ebenfalls über die Türkei, aber vorbei an den korridisch kontrollierten Gebieten.
00:04:27: nach einer Testphase sollen hier weitere dreihunderttausende Barrels täglich für den Export gepumpt werden Weil der Irak stark abhängig ist vom Ölgeschäft, die Exporte machen in normalen Zeiten mehr als neunzig Prozent.
00:04:38: Der staatlichen Einnahmen aus wird Ölen neuerdings auch mit Tanklastern über Syrien ans Mittelmeer gebracht.
00:04:45: Dafür starten täglich hunderte Tankwagen auf der Route Die teurer und logistisch umständlicher ist als der Seeweg Und auch gefährlich Mit Blick auf mögliche Anschläge und Überfälle auf Fahrer.
00:04:56: Was passiert mit anderen Gütern unabhängig von Öl?
00:04:59: Auch hier gibt es Versuche die Straße vor Hormos zu umgehen.
00:05:02: Die Rederei MSC kündigte im Mai neue Routen an, die teils mit Lastwagen quer durch Saudi-Arabiens Wüste bedient werden.
00:05:09: Um – Zitat – «die herausfordernde Lage im Nahen Osten zu bewältigen».
00:05:13: Auch die dänische Großrederei MERSK informiert Kunden seit Wochen über neue Landbrücken um Lieferungen etwa aus und nach Saudi Arabien Bachrein und Qatar möglich zu machen.
00:05:24: Mit Zügen wollen die Türkei und Saudi Arabien unterdessen gemeinsam eine Zugstrecke über Jordanien und Syrien wiederbeleben, deren Anfänge bis ins Osmanische Reich zurückgehen.
00:05:33: Dahinter stehen zwar auch geopolitische Ambitionen – und es ist unklar wann der Betrieb starten kann und wer das Projekt überhaupt finanziert!
00:05:41: Dennoch werde der Handel im multimodalen Verkehr, also mit verschiedenen Verkehrsmitteln wegen der sinkenden Verlässlichkeit von Seewegen in die Region neu geschrieben", sagte Kyle Henderson.
00:05:52: Die hat den globalen Containerverkirr beobachtet – dem Fachmagazin FDI Intelligence.
00:05:57: Transfers von Gütern in Saudi-Arabien, dem Oman und der Türkei vom See auf den Landweg würden zu entscheidenden Verbindungen im weltweiten Containerfluss um das auf eine Weise, die es so vorher noch nie
00:06:08: gab.".
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