Rentenkommission plant tiefgreifende Reformen - Kritik von Politik und Verbänden | Nr. 9526

Shownotes

Die Rentenkommission schlägt längeres Arbeiten, eine stärkere Kapitaldeckung und den Ausbau der Rentenversicherung auf mehr Berufsgruppen vor. Die Reformen stoßen auf breite Kritik von Opposition, Gewerkschaften und Ökonomen. Streitpunkt ist vor allem die soziale und finanzielle Belastung.

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00:00:00: Willkommen zum Epoch Times Podcast mit dem Thema Rentenkommission plant tiefgreifende Reformen, Kritik von Politik und Verbänden.

00:00:09: Ein Artikel vom XXI.

00:00:10: Juli, im Mikrofon Bastian Kemmerer.

00:00:14: Die Rentenkommission schlägt längeres Arbeiten eine stärkere Kapitaldeckung und den Ausbau der Rentenversicherung auf mehr Berufsgruppen vor.

00:00:23: Die Reformen stoßen auf breite Kritik- und Opposition Gewerkschaften und Ökonomen.

00:00:28: Streitpunkt ist vor allem die soziale und finanzielle Belastung.

00:00:33: Die von der Bundesregierung eingesetzte Rentenkommission empfiehlt weitreichende Änderungen bei der Alterssicherung – und stößt damit auf geballte Kritik.

00:00:42: Das Rentenalter sollen in kommenden Jahrzehnten langsam steigen, die abschlagsfreie Frühverrentung nach fünfundvierzig Beitrittsjahren so abgeschafft werden, zudem soll eine verpflichtende Kapitalrente eingeführt werden.

00:00:54: Das geht aus einem Entwurf der Empfehlungen hervor, welcher der Nachrichtenagentur AFP am Sonntag vorlag.

00:01:01: Die Vorschläge stießen auf Widerspruch bei der Opposition ebenso wie bei Gewerkschaften und Ökonomen.

00:01:08: Nach AFP-Informationen will die Rentenkommission am Montag zu einer letzten Sitzung zusammenkommen und den Abschlussbericht mit seinen rund dreißig Empfehnungen endgültig verabschieden.

00:01:18: Größere Änderungen waren nicht zu erwarten.

00:01:21: Am Dienstag sollen die Empfehlungen der Bundesregierung übergeben und der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

00:01:28: Zentrale Reformvorschläge Die Vorschlage im Einzelnen, das Renteneintrittsalter soll an die Lebenserwartung gekoppelt werden – und dadurch moderat steigen wie es in dem Entwurf heißt.

00:01:41: Von zwanzig-einunddreißig bis zwanzigeinundvierzig soll es so um ein halbes Jahr von siebenundsechzig auf siebundsechszig Komma fünf Jahre angehoben werden.

00:01:49: Weitere Erhöhungen sollen folgen Die sogenannte Rente mit dreiundsechzig so abgeschafft werden, dort dessen soll es gezielte Erleichterungen für gesundheitlich angeschlagene Menschen geben die nicht mehr länger arbeiten können.

00:02:01: Der sogenannte Nachhaltigkeitsfaktor der den Rentenanstieg dämpft und dessen Anwendung derzeit ausgesetzt ist, soll ab zwanzig einund dreißig wieder angewandt werden.

00:02:12: Arbeitsmarkt- und Versicherungssysteme Geringfügige Beschäftigungsverhältnisse, sogenannte Minijobs sollen weitgehend abgeschauft werden und nur noch für Schüler gelten.

00:02:21: Den Empfehlungen der Kommission zufolge sollen künftig zudem sehr viel mehr Berufsgruppen in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen.

00:02:29: Beamte, selbstständige, Abgeordnete und Vorstände von Aktiengesellschaften – Die Zahl der Verbeamtungen soll deutlich reduziert werden.

00:02:38: Kapitalgedeckte Rentensäule Eine weitere vorgeschlagene Neuerung ist der Aufbau einer kapitalgedeckten Säule in der Rentenversicherung, die soll nach Vorstellung der Kommission längerfristig ein höheres Rentenniebo garantieren von mehr als fünfzig Prozent.

00:02:54: Demnach soll ein Teil des Rentenbeiträgers am Aktienmarkt angelegt werden.

00:02:58: – in diese Kapitalsäule fließt zunächst einen Prozent des Brotolons antheilig von Arbeitnehmern und Arbeitgebern bezahlt.

00:03:07: Dann steigt der Beitrag für die Kapitalrente auf zwei Prozent ebenfalls anteilig finanziert, eine verpflichtende Betriebsrente soll erst einmal nicht kommen.

00:03:18: Politische Reaktionen aus der Opposition.

00:03:22: Die Oppositionsfraktionen von Grünen, Linken und AfD kritisierten die Vorschläge.

00:03:27: Grüne Fraktionschefin Britta Haselmann wertete es als Fehler das Rentenniveau nicht bei forty-eight Prozent zu stabilisieren.

00:03:36: Sehr viele Menschen seien im Alter allein auf die gesetzliche Rente angewiesen, sagte Haselman zur AFP.

00:03:42: Sie alle haben dann keine Sicherheit.

00:03:44: Positiv bewertete es Haselmann, dass die Kommission eine Stärkung der Kapitaldeckung bei der Rente und eine weitgehende Abschaffung der sogenannten Rente mit dreiundsechzig vorschlägt.

00:03:55: Durchweg negativ bewertet die Linke den Entwurf.

00:03:58: Der neue Linken Chef Luigi Mantisano kündigte entscheidenden Widerstand an.

00:04:03: Mit dem Kürzungsprogramm werde die Kommision Friedrich Merz feuchten träumengerecht noch länger arbeiten Noch mehr arbeiten, sagte ein Potsdam.

00:04:13: Die Linke werde alles dafür tun dass wir hier den Widerstand organisieren.

00:04:18: Der Arbeitsmarkt politische Sprecher der AfD-Bundesfraktion René Springer wies auf brauchbare Vorschläge in dem Kommissionsentwurf hin etwa Politiker in die gesetzliche Rentenversicherung einzubeziehen.

00:04:30: Generell liefen die Empfehlungen aber darauf hinaus.

00:04:33: das Menschen länger arbeiten und höhere Beiträge zahlen müssten kritisierte er gegenüber AFP.

00:04:41: Kritik von Gewerkschaften und Ökonomen.

00:04:45: Scharfe Kritik übte die Dienstleistungsgesellschaft Verdi.

00:04:49: Die Vorschläge der Alterssicherungskommission eignen sich in weiten Teil nicht dazu, einfach umgesetzt zu werden wie das im Vorfeld von Mitgliedern der Bundesregierung angekündigt wurde erklärte Verdi-Chef Frank Wernicke.

00:05:03: so wäre etwa die Abschaffung der sogenannten Rente mit dreiundsechzig eine völlige Missachtung der Lebensleistungen der betroffenen Menschen.

00:05:10: Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung DIW Marcel Fratscher forderte Nachbesserungen an den Empfehlungen.

00:05:18: Diese würden nicht ausreichen, um die gesetzliche Alterssicherung zu stabilisieren, sagte Fratscha der Rheinischen Post.

00:05:24: Die Reformvorschläge der Rentenkommission gehen in die richtige Richtung bleiben jedoch insgesamt zu vorsichtig Auch der neue wirtschaftsweise.

00:05:32: Gabriel Felbermeier bemängelte die Empfehlung.

00:05:36: Angesichts der finanziellen Schieflage und der damit verbundenen Verunsicherung ist der Gesamtentwurf nicht ambitioniert genug, sagte er dem Handelsblatt.

00:05:46: Insgesamt sei das Paket okay aber leider nicht der notwendige große Wurf.

00:05:51: Der Vorsitzende des Wirtschaftsweisen Gremiums Monika Schnitzer lobte die Empfehlungen.

00:05:56: hingegen an die Regierungsparteien appellierte Schnitzer im Handelblatt dass sie sich die Vorschläge zu eigen machen und damit das Rentensystem zukunftsfähig- und generationsgerechter gestalten.

00:06:11: Langfristige Strukturprobleme und finanzielle Stabilität, neben der kurzfristigen politischen Bewertung verweisen neben Fratscher auch Ökonomen wie Stefan Bach auf grundlegende strukturelle Herausforderungen des Rentenssystemes.

00:06:25: Bach und Schnitzer bei der DIW betonen Medien wie der Zeit, dass die Reformdebatte vor allem durch langfristige strukturelle Spannungen geprägt ist.

00:06:34: Der zentrale Treiber sei dabei die demografische Entwicklung.

00:06:38: Während die Zahl der Rentenbeziehenden wächst, sinkt der Anteil der Erwerbstätigen, die das System finanzieren –.

00:06:44: dadurch entsteht ein dauerhaft steigender Anpassungsdruck, der sich nicht durch einzelne Reformschritte vollständig auflösen lasse.

00:06:52: Zudem wird darauf hingewiesen, dass viele der diskutierten Maßnahmen erst mit erheblicher zeitlicher Verzögerung wirken.

00:06:59: Anpassungen beim Renteneintrittsalter oder bei Beitragsmechanismen entfalten ihre finanzielle Wirkung oft erst über Jahrzehnte was die politische Steuerung erschwert und kurzfristige Entlastung begrenzt.

00:07:12: Kapitalgedeckte Elemente werden in diesem Zusammenhang als ergänzende Stabilisierung bewertet allerdings nicht – also Ersatz für das Umlagesystem.

00:07:21: Ihre Wirksamkeit hängt stark von langfristigen Renditen und der Stabilität der Finanzmärkte ab, wodurch zusätzliche Unsicherheiten entstehen können.

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