Militär übt Ernstfall: Kampfflugzeuge starten vom Hamburg Airport | Nr. 9386
Shownotes
Die Luftwaffe trainiert vom 8. bis 12. Juni am Hamburg Airport mit Tornado-Kampfflugzeugen Starts und Landungen. Die Übung „Dispersed Operations 2026 – Panther Shield“ soll die Nutzung ziviler Infrastruktur im Verteidigungsfall erproben und steht im Kontext einer wachsenden europäischen Eigenverantwortung innerhalb der NATO.
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00:00:00: Willkommen zum EpochThumbsPodcast mit dem Thema Dispersed Operations, Panthershield.
00:00:07: Militär übt ernstfall.
00:00:09: Kampflugzeuge starten vom Hamburg Airport einer Zickel von Reinhard Werner vom einunddreißigsten Mai zwanzig sechsundzwanzig am Mikrofon Alexander Sieber.
00:00:19: die Luftwaffe trainiert vom achten bis zwölften Juni am Hamburg Airport Mit Tornado-Kampfflugzeugen Starts und Landungen.
00:00:26: Die Übung Disperses Operations Panthershield, soll die Nutzung ziviler Infrastruktur im Verteidigungsfall erproben und steht im Kontext einer wachsenden europäischen Eigenverantwortung innerhalb der NATO.
00:00:40: In der Zeit vom achten bis zwölften Juni wird die deutsche Luftwaffe den Zivilen Flughafen Hamburg im Rahmen einer groß angelegten Übung nutzen.
00:00:47: nach Angaben der Bundeswehr auf der Website des Hamburg Airport findet in diesem Zeitraum die Übungen Dispursed Operations-Panther Shield statt.
00:00:56: Ziel ist es, Zitat die Zusammenarbeit mit zivilen Einrichtungen zu stärken und die Verteidigungsfähigkeit im Bündnisfall realitätsnah zu üben.
00:01:05: Das taktische Luftwaffen Geschwader E-Mann wird dabei mit sechs Tornado-Kampfflugzeugen Starts und Landungen auf dem zivil genutzten Flughafen trainieren.
00:01:15: Eine wesentliche Beeinträchtigung des regulären Flugverkehres soll dadurch nicht entstehen.
00:01:23: Zu den wesentlichen Zielen der Übung gehört die Nutzung ziviler Infrastruktur für militärische Zwecke im Krisen- oder Verteidigungsfall.
00:01:31: Darüber hinaus ist die Bundeswehr an der Erprobung, der Zusammenarbeit mit Flughafenbetreibern und Behörden interessiert.
00:01:37: Außerdem sollen die Einsatzfähigkeit – im Fall von Angriffen auf klassische Militärflugplätze – verbessert und das NATO-Konzept Agil Combat Employment unterstützt werden.
00:01:48: Die Übung fügt sich in ein bereits seit mehreren Jahren verfolgtes Konzept ein, das die NATO und Luftwaffe erarbeitet haben.
00:01:55: Zuvor hatte es bereits Übungen wie Hannover Shield im Jahr zwanzig drehenzwanzig, Richthofer Shield in Bremen und Münster, Osnabrück zwanzich sechsundzwanziger sowie aktuell in ähnlicher Form in Lübeck gegeben.
00:02:07: Aus aktuellen Konflikten hat man die Erkenntnisse gewonnen, dass Luftstreitkräfte flexibler und weniger berechenbar agieren müssen.
00:02:14: Dazu gehört Flugzeuge bei Bedarf auch auf zivile Flughäfen zu verlegen statt sie auf wenige große Militärbasen zu
00:02:20: konzentrieren.".
00:02:24: Im Ernstfall stehen militärische Basen im Fokus mögliche Angriffe.
00:02:28: Streitkräfte müssen deshalb in der Lage sein, auf alternative Standorte auszuweichen.
00:02:32: Zivile Flughäfen werden so zu einem Teil militärischer Einsatzplanung.
00:02:37: Allerdings können solche Standorte im Ernst Fall auch selbst zum möglichen militärischen Angriff zielen werden.
00:02:43: Hamburg soll im Konfliktfall eine Schlüsselrolle übernehmen.
00:02:46: Im NATO-Verteidigungsfall ist für Hamburg eine Schlüsselrolle vorgesehen.
00:02:50: Es ist der größte deutsche Seehafen, ein wichtiger Umschlagplatz für Transporter in Richtung Osteuropa und ein logistischer Knotenpunkt für Transport Richtung Oesteuropaa.
00:02:59: In dieser Funktion ist die Stadt auch Bestandteil des seit zwanzig-vierundzwanzig geltenden Operationsplans Deutschland.
00:03:05: Entsprechend muss die Luftwaffe in der Lage sein den Großraum Hamburg aus der Luft abzuschirmen.
00:03:11: bereits im September soll mit Red Storm Charlie die nächste größere Übung im Hamburger Stadtgebiet folgen.
00:03:17: Dass die NATO-Staaten daran arbeiten, ihre Verteidigungsfähigkeit durch die Einbindung ziviler Infrastruktur zu stärken, vollzieht sich parallel zu einer Verringerung amerikanischer Militärressourcen für Europa.
00:03:28: Wie der Spiegel schreibt wollen die USA ihre für den NATO verfügbaren Streitkräfte deutlich reduzieren.
00:03:34: USA kündigen Rückbau verfügbare Ressourcen.
00:03:39: So soll das Pentagon planen, die Zahl der strategischen Bomber zu halbieren.
00:03:43: Zudem soll die Anzahl bereitgestellter Kampfflugzeuge um ein Drittel sinken – auch sollen wie der US-gesandte Alexander Welles Green zitiert wird weniger US Kriegsschiffe für NATO Einsätze verfügbar sein.
00:03:55: Berichten zufolge sind außerdem ein Ende der Bereitstellung nuklea bewaffneter U-Boote für Bündnisaufgaben sowie eine Einschränkung der amerikanischen Aufklärungs und Drohnenkapazitäten für Europa
00:04:05: vorgesehen.".
00:04:06: Offiziell wollen die USA ihre Maßnahmen Anfang Juni bekannt geben.
00:04:11: Es ist davon auszugehen, dass diese Fragen auch ein zentrales Thema auf dem NATO-Gipfel sein werden der am siebten und achten Juli in Ankara stattfinden sollen.
00:04:18: Die Ankündigungen zu denen es bislang keine offizielle Stellungnahme gibt würden sich in die sicherheitspolitischen Weichenstellungen der Regierung von US-Präsident Donald Trump einfügen.
00:04:28: Übung in Hamburg als Ausdruck einer Neuordnung der Sicherheitsarchitektur.
00:04:33: Präsident Trump fordert bereits seit Langem, dass die Verbündeten in der NATO größere Teile ihrer Verteidigung selbst übernehmen.
00:04:39: Durch eine Einschränkung der US-Bereitstellungszusagen würde der Druck auf Europa mehr Eigenverantwortung zu übernehmen steigen.
00:04:46: Für Deutschland würde dies einen Ausbau seiner Rolle als logistisches Drehkreuz nach sich ziehen.
00:04:51: In diesem Sinne handelte es sich in Hamburg um keine isolierte Übung sondern um ein mögliches Element einer umfassenden Neuordnung der europäischen Sicherheitsarchitektur.
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