Politik warnt vor chinesischer Technik bei Drohnenschild | Nr. 9372

Shownotes

Rheinmetall und Telekom wollen einen Drohnenabwehrschild aufbauen. Aus der Politik hagelt es Kritik, da für dieses Vorhaben offenbar teilweise chinesische Hightech verwendet wird. Ist die Telekom leichtfertig?

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00:00:00: Willkommen zum Erpaktams Podcast mit dem Thema Militärische Nutzung des Mobilfunknetzes.

00:00:05: Politik warnt vor chinesischer Technik bei Dronenschild, einer Titel von Tom Göller vom August und sechsten Mai.

00:00:11: zwanzig sechsundzwanzig am Mikrofon Alexander Sieber.

00:00:15: Reinmetall und Telekom wollen einen Drohnenabwehrschild aufbauen.

00:00:19: aus der Politik Hagel des Kritik da für dieses Vorhaben offenbar teilweise chinesische Hightech verwendet wird.

00:00:25: ist die Telekom leicht fertig?

00:00:28: Die Rüstungsfirma Rheinmetall und die Telekom wollen gemeinsam für Deutschland einen Abwehrschirm gegen Drohnen entwickeln, wofür auch die herkömmliche Mobilfunkinfrastruktur genutzt werden soll.

00:00:38: Das gaben beide Firmen in einer gemeinsamen Presseerklärung am elften Mai bekannt.

00:00:42: Doch dabei wird indirekt auch Technik des staatsnahen chinesischen Telekommunikationsausrüsters und Smartphone-Herstellers Huawei verwendet.

00:00:50: Deshalb sind Politiker mehrere Parteien besorgt – sie befürchten Sicherheitsrisiken!

00:00:55: Huawei-Technik nicht vertrauenswürdig.

00:00:58: Gegenüber dem Handelsblatt warnten Politiker von CDU, SPD und Grünen vor Gefahren für den geplanten Drohnenabwehrschild.

00:01:05: Mark Heinrichmann – CDU gab's Bedenken.

00:01:08: Wenn Teile künftiger Drohnernabwehr über zivile Mobilfunkinfrastruktur laufen sollen – Zitat.

00:01:13: Dann ist die Frage nach den verbauten Technologien eine valide sicherheitspolitische Kernfrage.

00:01:18: Heinrich Mann ist Vorsitzender des Geheimdienstekontrollgremiums des Bundestags.

00:01:22: Der ausgebildete Informatiker und digitalpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Johannes Schätzl sieht ein grundsätzliches

00:01:29: Problem.".

00:01:31: Wir sehen digitale und sicherheitspolitische Risiken häufig erst dann intensiv, wenn die entsprechende Technologie bereits tief in kritischen Bereichen angekommen ist.

00:01:39: wird der Politiker vom Düsseldorfer Medium zitiert?

00:01:42: Er machte deutlich dass Huawei im Sicherheitsbereich kein vertrauenswürdiger Ausrüster sei.

00:01:47: Auch das stellvertretende Fraktionsvorsitzender der Grünen Konstantin von Notz äußerte sich kritisch über das Vorhaben.

00:01:53: Zitat, die Drohnenabwehrarchitektur, die maßgeblich auch eine Reaktion auf die derzeitige russische Bedrohung ist muss vollständig ohne chinesische Komponenten ausgestaltet werden, fordete Von Notz im Handelsblatt.

00:02:05: Drohnabwehrfähigkeiten müssten, zitat so ausgestaltet werden dass keine Einfallstore im System für nicht vertrauenswürdige Akteure geschaffen

00:02:13: werden.".

00:02:15: Worum es geht?

00:02:16: Die geplante Drohnenabwehr soll Mobilfunkmasten, Sensoren der Telekom und Militärtechnik von Rheinmetall kombinieren.

00:02:23: Das Problem ist dass die Telekom bei ihrem Mobilfunktnetz bislang auf Technik von Huawei angewiesen ist.

00:02:29: Die Telekom selbst bleibt diesbezüglich im ungefähren und spricht von verschiedenen Sensoren internationaler Hersteller.

00:02:36: In deren gemeinsamen Presserklärung werden die Ziele der Zusammenarbeit genannt.

00:02:40: Es geht darum, Fähigkeiten und Technologien gegen vielfältige Angriffsmöglichkeiten auf Kritisstandorte zu entwickeln – ein sogenannte Multithread Protection Ansatz.

00:02:50: Er umfasst Technologen für die Cyber-Sicherheit sowie den physischen Schutz etwa von Lignenschaften.

00:02:56: Kritis steht für den Schutz kritischer Infrastrukturen.

00:02:59: In dem Pressepapier äußerte Armin Pappperger, Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG – Zitat die Bedrohung durch Drohnen ist hochgradig digital.

00:03:07: Deshalb braucht ihre Abwehr die Verbindung aus Sensorik, Effektoren und sicheren Kommunikationsnetzen.

00:03:13: Rhein-Metall und die Deutsche Telekom bündeln genau diese Fähigkeiten.

00:03:18: Doch wenn es um sichere Kommunikationsnetze geht, wird genau dies von der Politik bezweifelt.

00:03:23: So forderte der SPD-Politiker Johannes Schätzl etwa einen Austausch von Hochrisikokomponenten.

00:03:28: Ein solcher Schritt könne zwar Auswirkungen auf den Netzausbau oder die bereits bestehenden Strukturen haben – Zitat aber Sicherheit gibt's nicht zum Nulltarif gab sich Schätzle im Handelsblatt überzeugt.

00:03:40: Tim Höttges, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom AG sagte hingegen mit unserer Kompetenz bei Konnektivität, Cloud und Datenanalyse bringen wir Drohnenabwehr auf ein neues Level.

00:03:51: Gemeinsam mit Rheinmetall stärken wir so die Submarinität Deutschlands und leisten unseren Beitrag dazu Sorgen in der Bevölkerung zu

00:03:58: reduzieren.".

00:03:59: Das Problem mit chinesischer Technik ist nicht neu.

00:04:01: Das Magazin Wirtschaftswoche warnte im November, der Staat will Huawei ins Polizeienetz lassen trotz Sicherheitsbedenken ein neues Behörden Mobilfunknetz kommt.

00:04:13: es soll jedoch auf den Antennen von Telekom und Co funken und darin steckt viel.

00:04:17: Huawei Auch im Bereich Drohnenbeschaffung aus China für deutsche staatliche Stellen kritisiert dem Jahr zwanzig, dreiundzwanzig das Redaktionsnetzwerk Deutschland.

00:04:27: Peking könne heimlich Daten abgreifen.

00:04:29: Dennoch würden deutsche Sicherheitsbehörden trotz aller Warnungen chinesische Drohne nutzen.

00:04:34: zum Beispiel sein nach Angaben des Bundesinnenministeriums allein beim technischen Hilfswerk.

00:04:39: Neunzig Drohnern des chinesischen Herstellers DJI in Betrieb.

00:04:43: Weitere neunundvierzig seien in der Beschaffung so R&D.

00:04:47: Drohnent nutzen Mobilfunknetz.

00:04:49: Die Telekom erklärte ihr neues Vorhaben zur Abwehr feindlicher Drohnen, indem sie selbst darauf hinwies, dass sowohl handelsübliche als auch selbst gebaute Drohne immer häufiger über Mobilfunknetze gesteuert würden.

00:05:02: Hier wird das Mobilfungnetz künftig selbst zum Sensor und Riesenradar, erklärt er die Telekom weiter Und weiter, indem es Veränderungen und Auffälligkeiten im Datenverkehr erfasst – die auf die Steuerung oder Kommunikation von Drohnen hinweisen um so Drohne etwa in temporären Flugbeschränkungsgebieten für Einsatzkräfte sichtbar zu machen.

00:05:21: Als Basis hierfür diene das von der Telekom auf dem Campus der Bundeswehr-Universität München in Städte VG Standalone Hochleistungsnetzwerk.

00:05:28: Zitat dass auf der Technik von Ericsson basiert gibt die Telekom bekannt.

00:05:33: Ericson ist eine schwedische Firma.

00:05:36: Die Wirtschaftswoche weist in dessen darauf hin, dass das Mobilfunknetz der Telekom zu achtundfünfzig Prozent aus Antennenstandorten bestehe die mit der Technologie des staatsnahen chinesischen Konzern Huawei ausgestattet sind.

00:05:48: Laut der dänischen Telekommunikationsberatungsfirma Strandkonsult sei das Netz der Telekom nur im Saarland, in Rheinland-Pfalz und Bayern mit westlicher Technologie ausgerüstet – so das Blatt weiter.

00:05:59: Dies bedeutet dass im übrigen Teil Deutschlands eine flächendeckende Telekom drinnen.

00:06:04: abwehr über Huawei Funktechnologie laufe EU Hochrisikoanbieter aus China.

00:06:10: Schon im Jahr veröffentlichte die EU-Kommission ein EU-Instrumentarium für FünfG Sicherheit, indem sie den Ländern riet hochrisiko Anbieter zu meiden.

00:06:19: Ein Euphemismus für chinesische Unternehmen.

00:06:22: Brüssel bezeichnete dann Huawei und CTI drei Jahre später direkt als Hochrisikoanbietern.

00:06:28: Nachdem sie beklagt hatte, dass diese Empfehlungen weitgehend ignoriert worden seien legte die Kommission im Jahr twenty-sixundzwanzig einen Vorschlag vor den Leitfaden verbindlich zu machen und bei Nichteinhaltung Sanktionen zu verhängen.

00:06:40: CTI ist ein chinesisches Technologie- und Telekommunikationsunternehmen mit Hauptsitz in Shenzhen wo auch Huawei angesiedelt ist.

00:06:48: Hintergrund ist die Sorge das ein Lieferant eines Antennenzugangsnetzes immer Zugriff auf Daten haben und somit das Netz manipulieren könnte.

00:07:00: Die derzeitige Aufregung in der Politik über die Gefährdung deutscher Sicherheit durch die chinesischen Firmen Huawei und CTI scheint in dessen etwas überraschend.

00:07:09: Denn im Juli, dem Juli, beschloss die damalige Bundesregierung das in fünf G-Kernnetzen – Zitat bis spätestens Ende des Jahres – keine Komponenten von Huawei mehr eingesetzt werden dürfen.

00:07:21: Außerdem müssen in den Fünf-G-Zugangs und Transportnetzen ebenfalls bis spätestens Ende zwanzigundzwanzig die kritischen Managementsysteme der beiden Hersteller ersetzt werden.

00:07:31: Die damalige Bundesinnenministerin Nancy Faeser, SPD erklärte dazu die Hintergründe.

00:07:35: – Zitat Dies geschieht gerade auch mit Blick auf Gefahren durch Sabotage und Spionage, so die damalige Ministerin weiter.

00:07:58: Ist die Telekom leichtfertig?

00:08:00: Eine Erklärung für die nun erneut vorgebrachte Kritik an der vermeintlichen Leichtfertigkeit der Telekom im Ankauf von chinesischer Technik könnten Berichte darüber sein dass das deutsche Unternehmen trotz aller Beschlüsse der Bundesregierung und der EU-Kommission weiterhin in China einkauft.

00:08:17: Dies berichtet etwa die amerikanische Medienplattform Light Reading auf die sich auch die Wirtschaftswoche beruft.

00:08:22: Dort heißt es in einem Beitrag von Anfang März, Zitat Die Deutsche Telekom gibt trotz des geplanten EU-Verbots weiterhin viel Geld für Huawei aus.

00:08:30: und weiter Im Rahmen eines zwanzig vierundzwanzig gestarterten Netzmodernisierungsprojekts namens Nemo nimmt der deutsche Netzbetreiber Verbesserungen an seinem gesamten Netz vor.

00:08:41: Das Medium will zu dem erfahren haben dass dafür allein eins Komma zwei Milliarden Euro von Eins Komma acht Milliarden Euro Gesamte Investition Zitat, in die Modernisierung von Huawei-Standorten fließe.

00:08:52: Das Projekt NEMO soll bis zu zwanzig achtundzwanzig abgeschlossen sein.

00:08:56: Ab zwanzich neunundzwundzig müsste dann die Telekom laut Beschluss der Bundesregierung vom Jahr zwanziv vierundzwzig diese Technik wieder ausbauen.

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