Ungarn und EU-Kommission ringen weiter um Milliarden aus Brüssel | Nr. 9364

Shownotes

Trotz des Regierungswechsels in Ungarn bleibt das Verhältnis zur Europäischen Union angespannt. Brüssel hält weiterhin Milliardenhilfen zurück und fordert tiefgreifende Reformen. Gleichzeitig sorgt eine umstrittene Sondersteuer auf ausländische Handelsketten für zusätzlichen Konfliktstoff.

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00:00:00: Willkommen zum EpochThams Podcast mit dem Thema EU-Finanzstreit mit Budapest.

00:00:05: Ungarn und EU-Kommission ringen weiter Milliarden aus Brüssel, einer Zickel von Reinhard Werner vom twentyzeigsten Mai.

00:00:12: zwanzig sechsundzwanzig am Mikrofon Alexander Sieber.

00:00:16: Trotz des Regierungswechsels in Ungarn bleibt das Verhältnis zur Europäischen Union angespannt.

00:00:20: Brüssel hält weiterhin Milliarden Hilfen zurück und fordert tiefgreifende Reformen.

00:00:25: Gleichzeitig sorgt eine umstrittene Sondersteuer auf ausländische Handelsketten für zusätzlichen Konfliktstoff.

00:00:32: Trotz des Machtwechsels von Premierminister Viktor Orban zu Peter Matiar in Ungarn bleibt das Verhältnis zwischen Budapest und Brüssel angespannt, zwar bescheinigt die EU-Kommission dem Kabinett Matiar eine mehr als konstruktive Haltung – allerdings macht die EU die Auszahlung blockierter Mittel in Höhe von insgesamt rund siebzehn Milliarden Euro von Reformern abhängig.

00:00:51: Einige dieser Reformen, insbesondere im Steuer- und Rentenbereich hält man in Budapest jedoch kurzfristig für nicht umsetzbar.

00:00:58: Zeitmangel und die angespannte Haushaltslage lassen deren Umsetzung in dem von Brüssel geforderten Rahmen derzeit nicht zu.

00:01:06: Ungarn läuft die Zeit davon – wichtige Frist endet am einunddreißigsten August!

00:01:11: Ein wesentlicher Faktor sind dabei zehn Komma vier Milliarden Euro aus dem Corona Wiederaufbaufonds RFF.

00:01:17: Wegen angeblicher Rechtsstaatsdefizite und Korruptionsbedenken, hatte Brüssel deren Auszahlung bislang zurückgehalten.

00:01:24: Dabei müssten bis August des laufenden Jahres die Mittel verwendet worden sein und die endgültigen Zahlungsanträge eingereicht.

00:01:32: Ungarn hat Index.hu zufolge, bislange jedoch lediglich einen Vorschuss in Höhe von neunhundert Millionen Euro erhalten.

00:01:40: Daneben geht es auch um etwa mehr als sechs Milliarden Euro aus dem sogenannten Kohesionsfond.

00:01:45: Um die volle Summe zu erhalten, müsste Ungarn-Siebundzwanzig sogenannte Supermeilensteine erfüllen.

00:01:50: Hinzu kämen rund dreihundert einzelne Maßnahmen zur Korruptionsbekämpfung und für mehr Transparenz, die zumindest formal bis zum Fristende abgeschlossen sein müssten.

00:01:59: Die Frist ist nicht verlängerbar – dafür wäre ein Änderungsbeschluss erforderlich der auf demselben Weg wie die ursprüngliche Vereinbarung zu den Corona-Fonds zustande kommen müsste.

00:02:08: Schon dieser war unter den Mitgliedstaaten umstritten und ging mit einem monatelangen äußerst knappen Verhandlungsprozess einher!

00:02:15: Sondersteuer – Diskriminierung ausländischer Handelsketten über Berechnungsgrundlage.

00:02:20: Dazu kommt das Risiko eines beihilferechtlichen Verfahrens gegen Ungarn, dass EU-Wettbewerbskommissarin Theresa Riviera einleiten könnte.

00:02:29: Anlass ist die von der Regierung Orban eingeführte und erst im April vom Parlament verlängerte Sonderstein auf umsetzeausländische Einzelhändler.

00:02:36: Zusätzlich gelten auch Gewinnmarschen, Begrenzungen für bestimmte Produkte.

00:02:40: Betroffen sind große internationale Einzelhandelsketten wie SPA, REWE, PENNY oder DM.

00:02:45: Die EU-Kommission hat vor dem EUGH klar gegen dieses Gesetz erhoben.

00:02:50: Da die Sondersteuer ausschließlich ausländische und keine ungerischen Unternehmen treffe schränke sie die Niederlassungsfreiheit im Binnenmarkt ein – so die Begründung.

00:02:58: Zudem prüfe die Kommission ein beihilferechtliches Verfahren gegen Ungarn so das Handelsblatt.

00:03:04: Wettbewerbskommissarin Ribera könnte in diesem Fall die Erhebung der Steuer auch aussetzen.

00:03:09: Die Regierung in Budapest erklärte hingegen, dass eine zeitnahe Beseitigung der Sondersteuer gravierende Auswirkungen auf die ohnehin schon angespannte Haushaltslage hätte.

00:03:19: Brüssel rät's der Regierung von neuen Krediten ab.

00:03:23: Die zwanzig-zweiundzwanzig geschaffene Sonderstein funktioniert nach dem Prinzip einer progressiven Umsatzsteuer.

00:03:29: Dabei wird der Gesamtumsatz des betreffenden Konzerns als Grundlage herangezogen und zwar nicht nur die ein Ungarn, sondern der weltweiter Zielte.

00:03:37: Legt dieser bei bis zu fünfhundert Millionen vor Rind etwa eins Komma vier Millionen Euro Beträgt die Sondersteuer Null Prozent.

00:03:44: in weiteren Schritten steigt Die Belastung auf Null Komma Eins Fünf Prozent Und Ein Prozent Ab.

00:03:49: Einhundert Milliarden Ein Vor Rind Rund Zwei Hundert Achtzig Komma drei Millionen Euro Greift Er Höchst Satz von Vier Komma fünf Prozent.

00:03:57: Kein ungerische Konzern erreicht diese Schwelle.

00:03:59: Seit ihrer Einführung hat die Regierung in Budapest die Steuer mehrfach erhöht.

00:04:04: Derzeit bemühen sich Brüssel und Budapests gemeinsam darum, zumindest die erreichbare Gesamtsumme von sechs Komma fünf Milliarden Euro an Zuschüssen zu sichern.

00:04:12: Gleichzeitig rät die EU-Kommission Ungarn davon ab, die zusätzlich möglichen drei Komma neun Milliarden Euro Ankrediten in Anspruch zu nehmen vor dem Hintergrund der bereits hohen Staatsverschuldungen.

00:04:23: Möglicher Umweg für Ungarn Kapitaler Höhung zugunsten einer Entwicklungsbank.

00:04:29: Für im Jahr für die Jahre ist eine Prognose der EU-Kommission zufolge ein Defizit von mehr als sechs Prozent des BIP zu erwarten, deutlich mehr als die drei Prozent, die der Maastrichtvertrag vorsieht.

00:04:40: Selbst ohne den Anspruchnahme des Darlehens würde aufgrund der Ausgaben Erhöhungsmaßnahmen der vorherigen Regierung Ende twenty-fünfundzwanzig und Anfang zwanzigzechsundzwzig die Schuldenquote auf seventy-seitem acht Prozent steigen.

00:04:52: In Kürze ist eine Reise von Peter Matiad nach Brüssel zu Gesprächen mit EU-Kommissionspräsidenten Ursula von der Leyen geplant.

00:04:58: Dabei soll ein politischer Fahrplan für die Freigabe der Gelde vereinbart werden – direkte Auszahlungen sind jedoch zunächst nicht zu erwarten!

00:05:06: Ein möglicher Weg, einige Mittel für Ungarn trotz der engen Frist zu sichern wäre laut index.hu die Anpassung des Wiederaufbauplans durch die Vereinfachung komplexerer sektoraler Reformen.

00:05:16: Dadurch ließe sich die Erfüllung mehrerer kleinerer Meilensteine unterhalb der Ebene, der nicht mehr veränderbaren Supermeilensteine erreichen.

00:05:24: Nicht bis zum XXI.

00:05:25: August verwende.

00:05:26: die Gelder könnten zudem möglicherweise über den Umweg einer Kapitaler-Höhung zugunsten eine Entwicklungsbank gesichert werden.

00:05:33: In der Folge würde sie Über Ausschreibungen für Projekte eingesetzt, die den Zielen des RRF entsprechen.

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