WHO-Versammlung: Mehr Geld, Klimafokus und Forderung nach neuen Notstandsregeln | Nr. 9329

Shownotes

In Genf hat die 79. Weltgesundheitsversammlung der WHO begonnen. Neben der Finanzierung der Organisation und dem Pandemieabkommen rückt zunehmend die Verknüpfung von Gesundheits- und Klimapolitik in den Mittelpunkt. Ein neues Expertenpapier fordert weitreichende Kompetenzen der WHO bei klimabedingten Gesundheitsgefahren.

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00:00:00: Willkommen zum EpochThumbsPodcast mit dem Thema Deutschland erhöht Beitrag.

00:00:04: WHO-Versammlungen, mehr Geld, Klimafokus und Forderung nach neuen Notstandsregeln.

00:00:10: Ein Artikel von Reinhard Werner vom Deinzehnten Mai twenty-sechsundzwanzig am Mikrofon Alexander Sieber.

00:00:16: In Genf hat die neunundsiebzigste Weltgesundheitsversammlung der WHO begonnen.

00:00:20: Neben der Finanzierung der Organisation und dem Pandemieabkommen rückt zunehmend die Verknüpfung von Gesundheits- und Klimapolitik in den Mittelpunkt.

00:00:28: Ein neues Expertenpapier fordert weitreichende Kompetenzen der WHO bei klimabedingten Gesundheitsgefahren.

00:00:41: WHO begonnen.

00:00:43: Delegierte aus hundertneinzig Mitgliedstaaten beraten bis Samstag über die künftigen Prioritäten und gesundheitspolitischen Ziele der Organisation, die WHO bietet für Interessierte einen Livestream an, über den sie Beratungen im Plenum mitverfolgen können.

00:00:57: Die Redebeiträge werden in arabischer, chinesischer, englischer, französischer, russischer- und spanischer Simultaneversetzung zur Verfügung stehen.

00:01:06: Deutsche Finanzierung hat WHO unabhängiger und resilienter gemacht.

00:01:11: Bereits am Vorabend der Eröffnung hat der Generaldirektor der WHO, Teteros Adanom Gebrajesus an einem Empfang der deutschen Delegation teilgenommen.

00:01:19: Dabei hat er sich bei Bundesgesundheitsministerin Nina Wagen dafür bedankt dass die deutsche Bundesregierung ihren Beitrag zur Organisation um weitere zehn Millionen Euro erhöht hat.

00:01:29: Damit soll ein Teil, der durch den Austritt der USA wegfallenden Mittel kompensiert werden.

00:01:34: Für die Jahre zwanzig vierundzwanzig fünfundzwantzig lag der Deutsche Beitrag insgesamt bei rund zweihundertneunzig Millionen Euro.

00:01:41: Die nachhaltige Finanzierung über viele Jahre, die Deutschland der WHO habe zuteil werden lassen, mache diese unabhängiger und resilienter.

00:01:49: Zudem habe ich die deutsche Unterstützung für das WHO-Zentrum in Berlin die globale Datenlage zur Pandemie verbessert – dadurch sei eine bessere Überwachung auf Basis verfügbarer Technologien möglich.

00:02:00: Die aktuellen Ausbrüche des Huntervirus und von Ebola zeigen dass globale Gesundheitssicherheit von globaler Zusammenarbeit abhängt.

00:02:07: Deutschlands Engagement sendet diese Botschaft aus, gerade in einer Zeit, in der der Multilateralismus unter Druck steht.

00:02:14: Tetros war vor diesem Hintergrund erneut für das Pandemieabkommen und das darin vorgesehene System für den Zugang zu Krankheitsregeln und dem gerechten Vorteilsausgleich Benefit Sharing.

00:02:30: Es sei sehr schmerzhaft für Tetros gewesen, dass jüngst viele Kollegen die WHO verlassen mussten weil das vergangene Jahr für die Organisation so schwierig gewesen sei.

00:02:39: Den Einschnitt seh man jedoch auch als Chance.

00:02:41: Die Umstrukturierung helfe dabei uns neu zu priorisieren Neu auszurichten und eine schlankere Organisation zu werden.

00:02:49: So Tetros!

00:02:50: Diese soll es sich künftig stärker auf unser Kernmandat Und unseren komparativen Vorteil konzentrieren sagt der Tetros Deutschland habe die WHO in diesem Prozess unterstützt.

00:03:00: Am Montag überbrachte WHO-Büroleiterin Razir Penze eine Großbotschaft des UN Generalsekretärs.

00:03:06: Zudem wurden vier Global Health Leaders Awards an Persönlichkeiten aus Norwegen, Ägypten, Irland und den Bahamas verdienen die sich über viele Jahre in WHO Initiativen engagiert hatten.

00:03:18: Nach Angaben der WHO steht die diesjährige Weltgesundheitsversammlung im Zeichen einer zunehmenden Verknüpfung von Gesundheits- und Klimapolitik.

00:03:26: Die Tagung knüpft an die Ergebnisse des Vorjahres an.

00:03:28: Damals hatte die Weltgesundheitsorganisation den Klimawandel erstmals als vorrangiges, strategisches Ziel ihres aktuellen Arbeitsprogramms definiert.

00:03:37: Klimapolitik im Zentrum des diesjährigen Treffens.

00:03:40: Entsprechend werden im Rahmen der Tagung auch mehrere Nebenveranstaltungen zu Themen wie Klima-, Luftverschmutzung-, Energieversorgung und Gesundheit stattfinden.

00:03:49: Die WHO beabsichtigt außerdem einen neuen globalen Kommunikations- und Partnerschaftsplan Klimawandel und Gesundheit vorzustellen.

00:03:57: Dieser soll bis zur nächsten Weltklimakonferenz, COP-Einunddreißig die politische Dynamik aufrecht erhalten.

00:04:02: Besondere Aufmerksamkeit erhielt der Bericht der Pan-Europäischen Kommission für Klima und Gesundität, die im vergangenen Jahr vom WHO-Regionalbüro Europa eingesetzt worden war – den Vorsitz für die frühere isländische Premierministerin Katrin Jakobs dort hier.

00:04:18: zu den Mitgliedern gehört auch der frühe Deutsche Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach.

00:04:23: In ihrem Bericht bezeichnet die Kommission den Klimawandel als akute Bedrohung für Gesundheit, Versorgungssicherheit, sozialen Zusammenhalt und nationale Sicherheit.

00:04:32: Nach Aufwassung der Autoren reichen die bisherigen politischen Maßnahmen nicht aus um diese Entwicklung zu begegnen.

00:04:38: Europa erwärme sich doppelt so schnell wie der globale Durchschnitt.

00:04:42: allein im Jahr zwanzig vierundzwanzig habe es rund dreiundsechzigtausend hitzebedingte Todesfälle gegeben.

00:04:47: Kommission legt WHO siebzehn Empfehlungen vor darunter Klimanotstand.

00:04:52: Die Kommission formulierte sieben Empfehlungen, die sie an Regierungen und die WHO selbst richtete.

00:04:58: Sie umfassen unter anderem einen Umbau der Gesundheitssysteme mit stärkerer Ausrichtung auf Klimaresilienz aber auch einen Ausbau erneuerbarer Energien und eine schrittweise Abkehr von Subventionen für fossile Brennstoffe.

00:05:11: Klimaindikatoren sollen künftig in die Bewertung nationaler Gesundheitssysteme einfließen.

00:05:16: Die WHO soll zudem ein Informationszentrum einrichten, das Daten- und Argumentationshilfen gegen sogenannte Klimaleugner bereitstellt.

00:05:24: Außerdem wird vorgeschlagen dass die Organisation alle zwei Jahre die Fortschritte der Mitgliedsstaaten bei der Anpassung ihrer Gesundheitssystem an den Klimawandel überprüft.

00:05:34: Darüber hinaus fordert die Kommission.

00:05:36: Die WHO soll ihre Regularien so anpassen, dass sie auch bei starken Hitzewellen oder anderen klimabedingten Gesundheitsgefahren einen Notstand ausrufen kann.

00:05:46: Dies soll akkoordinierte Gegenmaßnahmen erleichtern.

00:05:48: Bisher seien die Regelungen vor allem auf zeitlich begrenzte Epidemien ausgerichtet.

00:05:53: Langfristige klimabedeckte Gesundheitsgefahr würden dadurch nicht ausreichend abgedeckt.

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