Killerroboter und Ethik – die Zukunft des Krieges | Nr. 9223
Shownotes
Wird die Welt schlimmer oder besser, wenn das Militär Killerroboter einsetzt? Für ihre Verwendung gibt es noch keine Gesetze. Es besteht die Gefahr, dass der zunehmende militärische Einsatz von autonomen Robotern die Hemmschwelle für Kriege senkt.
Transkript anzeigen
00:00:00: Willkommen zum Abogtime-Spotcast mit dem Thema Terminator, Killer Roboter und Ethik – die Zukunft des Krieges.
00:00:08: Eine Analyse von Tom Guller vom April, April, August, April ... am Mikrofon Alexander Sieber.
00:00:15: Wird die Welt schlimmer oder besser wenn das Militär-Killerroboter einsetzt?
00:00:20: Für ihre Verwendung gibt es noch keine Gesetze.
00:00:22: Es besteht die Gefahr dass der zunehmende militärische Einsatz von autonomen Robotern die Hemmschwelle für Kriege senkt.
00:00:30: Militärisch werden sie als Leather-Autonomous Weapon Systems, Laws bezeichnet.
00:00:35: Das sind Waffensysteme die mithilfe von Sensorsystemen und Computeralgorithmen selbstständig ein Ziel identifizieren und dieses zerstören oder töten ohne dass eine manuelle Steuerung durch den Menschen erforderlich ist.
00:00:48: Umgangssprachlich werden Sie als Killerroboter bezeichnen.
00:00:52: Dieser Ausdruck erinnert an die Figur Terminator des gleichnambigen Science-Fiction Films aus dem Jahr nineteen vierund achtzig in der Besetzung mit dem Schauspieler Arnold Schwarzenegger.
00:01:02: Die Attraktivität dieser KI gesteuerten Technologie liegt auf der Hand.
00:01:06: im Ukraine Krieg werden bereits Drohnen eingesetzt, die selbstständig fliegen vorher definierte Ziele verfolgen und vernichten bzw töten.
00:01:15: Der ukrainische Präsident berichtete vergangene Woche, dass ukrainischer Bodenroboter das erste Mal eine russische Stellung ohne den Einsatz von Soldaten eingenommen hätten.
00:01:25: Aus technologischer Sicht ist es eine perfekte Waffe.
00:01:28: sie wird niemals müde kann rund um die Uhr kämpfen Sie ist präziser als jeder Mensch sein kann und verfügt über Reflexe die kein Mensch besitzt.
00:01:36: Durch diese Technikrevolution befinden wir uns gerade in einem Zeitalter in dem alle bisherigen militärischen Systeme über Nacht veraltet sind Raketen Panzer, Geschütze, Gewehre und Soldaten.
00:01:48: Die noch so kämpfen wie im Zweiten Weltkrieg, helfen nur noch bedingt gegen Laws und werden möglicherweise bald der Vergangenheit angehören.
00:01:56: Für Laws benötigt man keine Soldaten mehr sondern Programmierer und Ingenieure.
00:02:00: Laws sind auch ideale Waffensysteme für Terroristen und Diktatoren Denn anders als Menschen haben Killer-Roboter keine Scheu davor, Kriegsverbrechen und Völkermord zu begehen.
00:02:11: Diese Systeme sind so konzipiert dass sie ohne direkten menschlichen Feuerbefehl selbstständig operieren.
00:02:20: Eine der bekanntesten Killer-Roboter ist die von der türkischen Firma STM entwickelte und hergestellte Kargo II Angriffstrone.
00:02:28: Sie soll laut eines Onlinebeitrags von Hitoshi Nasu, Professor für Internationales Recht an der Universität von Exeter bereits im Jahr zwanzig einundzwanzig im Libelschen Bürgerkrieg gegen die Armee des Militärmachthabers Khalifa Haftar eingesetzt worden sein.
00:02:43: Nasu beschreibt die Cargo II Drohne als ein System das Algorithmen des maschinellen Lernensnutze.
00:02:49: Dadurch können sie sowohl manuell gesteuert werden als auch selbständig handeln.
00:02:53: Die türkische Drohne sei explizit als Antipersonenwaffe konzipiert, die in der Lage ist menschliche Ziele auf der Grundlage einer durch maschinelles Lernen ermöglichten Objektklassifizierung auszuwählen und anzugreifen.
00:03:10: Das SGR A-I ist ein von der südkoreanischen Firma HANVAR Aerospace entwickeltes Robotergeschütz, das stationär also an einem festen Platz angebracht ist.
00:03:21: Es ist mit einem Maschinengewehr und einem Granatwerfer ausgestattet.
00:03:25: Laut der NGO Packs for Peace sei es bereits an der Grenze zwischen Nord und Südkorea zu einem Einsatz gekommen.
00:03:32: Der Roboter kann Menschen mithilfe von Infrarot Sensoren und Mustererkennungssoftware aufspüren.
00:03:37: SGR A-I verfügt laut Angaben der NGO sowohl über einen von Menschen kontrollierten Modus, als auch über die Fähigkeit selbstständig zu agieren.
00:03:46: Der Roboter kann somit Eindringlinge an der innerkoreanischen Grenze identifizieren mit seinem Geschütz verfolgen und gegebenenfalls töten.
00:03:54: Das System Harpy wurde von Israels Aerospace Industries entwickelt.
00:03:59: Laut Pax for the Peace sei es auch an China, Indien, Südkorea und an die Türkei verkauft worden.
00:04:04: Hierbei handelt es sich um eine etwa zwei Meter lange sogenannte Leutering-Rakete, die selbstständig umherschwirt – Leutring!
00:04:13: Sie wird von einem Fahrzeug ausgestartet und ist mit einem fünfzehn Kilogramm schweren Sprengkopf bestückt.
00:04:18: Die Harp Hierarchete kann bis zu neun Stunden in der Luft nach feindlichen Radarsignalen suchen, sie erkenne und zerstöre automatisch feindliche Radarsender.
00:04:27: Wie Fokus am vierundzwanzigsten April berichtete würden die USA einen massiven Ausbau ihrer Drohnenflotte im Indo-Bazifik gegen China planen.
00:04:36: Darunter seien auch die autonom agierenden Boote Sea Hunter & Seahawk.
00:04:41: Laut Angaben der US-Marine handelt es sich um unbemannte Überwasserschiffe.
00:04:45: Sie seien Prototypen zur Erforschung eines feindlichen Seegebietes und werden auch Drohnenboote genannt.
00:04:51: Sie sollen als Sensorplattformen für eigene Bewandte Marinenschiffe dienen, unter den Überblick über eine militärische Lage auf hoher See gewinnen – außerdem sollen sie die U-Bootabwehr unterstützen.
00:05:02: In Frankreich entwickelt die Firma das Sort Aviation derzeit von Europa ein unbemantes Kampfflugzeug namens N-Euro-N.
00:05:10: Hat China bereits Roboter-Soldaten?
00:05:12: Im Februar sorgt ein Video aus China, gepostet auf X für Aufsehen im Web.
00:05:16: Darin sind menschenähnliche Roboter mit Sturmgewehren bei einem Schießtraining zu sehen.
00:05:22: Wie der französische Auslandsender France-Twenty Four berichtete habe es sich dabei allerdings um ein KI generiertes Video gehandelt.
00:05:28: Jedoch berichtete die amerikanische Wochenzeitschrift Newsweek zwei Jahre zuvor davon, dass Chinas Killer-Roboter im Kommen sein.
00:05:35: Damals Moodmaster Newsweek – China wäre damit in zwei Jahren soweit als wäre dies jetzt der Fallen.
00:05:41: Gesicherte Angaben darüber gibt es jedoch nicht.
00:05:45: Moral und Ethik All jene die Laws konstruieren dürften wohl kaum einen Mechanismus einbauen können, der dazu führt dass sich Kriegsroboter an UN-Konventionen und Menschenrechtsstandards halten.
00:05:57: gibt die NGO Human Rights Watch zu bedenken.
00:06:00: Der zunehmende Einsatz von Kampfrobotern könne dazu führen das der Mensch Maschinen die Entscheidung darüber überlässt ob jemand lebt oder stirbt.
00:06:07: Human Rights watch hat zwanzig zwölf die Kampagne Stop Killer Robots mit initiiert.
00:06:12: Sie beschäftigt sich mit den praktischen und ethischen Konsequenzen dieser modernen Militärtechnik, und gibt zu Bedenken – Zitat ob er auf dem Schlachtfeld oder bei einer Demonstration – Maschinen sind nicht in der Lage komplexe ethische Entscheidungen zu treffen.
00:06:25: Und sie können den Wert menschlichen Lebens nicht
00:06:27: begreifen.".
00:06:29: Durch die Entwicklung von Laws würden die moralische Verantwortung und bestehende Rechtsvorschriften untergraben.
00:06:38: Wenn Menschen nicht mehr alle Entscheidungen in Kriegen treffen, können sie auch für die Folgen ihres Handelns nicht mehr verantwortlich gemacht werden.
00:06:45: Dafür bedürfe es neue Regeln, fordert die Bewegung.
00:06:48: Fehle es an Kontrolle und Rechenschaftspflicht bestätige Fazit hat das geschädigte Menschen niemanden haben, an den Sie sich wenden können so die NGO weiter.
00:06:58: Somit kann niemand vor einem Gericht haftbar gemacht werden Wenn Menschen immer weiter vom eigentlichen Kriegsschauplatz abgekoppelt würden, senke die neue militärtechnologische Entwicklung die Hemmschwelle Kriege auszutragen.
00:07:10: Es sei zwar verständlich dass alle Staaten die Risiken von Konflikten für ihre eigenen Truppen verringern wollen doch könne der Einsatz von Robotern den Einstieg in Konflikte
00:07:19: erleichtern.".
00:07:20: Ähnlich argumentiert auch UN-Generalsekretär Antonio Guterres.
00:07:23: Er bezeichnet tödliche autonome Waffensysteme als politisch inakzeptabel und moralisch verwerflich.
00:07:30: Seit Jahrzehnt fordert er, dass die Mitgliedstaaten sich auf ein rechtsverbindliches Instrument einigen um Laws zu verbieten.
00:07:37: Die nicht im Einklang mit dem humanitären Völkerrecht eingesetzt werden können sowie alle anderen Arten autonomer Waffensysteme zu regulieren.
Neuer Kommentar