Krieg im Iran: Noch keine größere Fluchtbewegung nach Europa – hohe Binnenflucht | Nr. 9148
Shownotes
Trotz der Eskalation im Iran durch die Luftangriffe der USA und Israels sind bisher keine größeren grenzüberschreitenden Fluchtbewegungen zu verzeichnen. Während die Asylzahlen in Europa weiter sinken, steigt die Zahl der Binnenvertriebenen in der Region deutlich an.
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00:00:00: Willkommen zum Epoch Times Podcast mit dem Thema Krieg im Iran.
00:00:03: Noch keine größere Fluchtbewegung nach Europa, hohe Binnenflucht.
00:00:08: Ein Artikel von Epoche Times vom neunten April.
00:00:10: zwanzig sechsundzwanzig am Mikrofon Alexander Sieber.
00:00:13: Trotz der Eskalationen im Iran durch die Luftangriffe der USA und Israels sind bisher keine größeren grenzüberschreitenden Fluchbewegungen zu verzeichnen.
00:00:21: Während die Asylzahlen in Europa weiter sinken steigt die Zahl der Binnenvertriebenen in der Region deutlich an.
00:00:29: Der Krieg im Iran hat bisher keine nennenswerten grenzüberschreitenden Fluchtbewegungen ausgelöst, wie Zahlen des Mediendienst-Integration zeigen.
00:00:37: Die Eskalation hat sich bislang auch kaum auf die Asylzahlen in Europa ausgewirkt.
00:00:41: So liegt die Zahl der Schutzsuchenden, die in den ersten drei Monaten des Jahres zwanzig sechsundzwanzig auf Zypern oder den griechischen Inseln angekommen sind unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums.
00:00:51: Am twenty-zwanzigsten Februar begannen die USA und Israel mit groß angelegten Luftangriffen auf den Iran.
00:00:57: Nur wenige Tage später flammten die Kämpfe zwischen Israel und der pro-iranischen Hezbollah im Süden des Libanon erneut auf.
00:01:04: Personenverkehr zwischen Iran und Türkei rückläufig.
00:01:07: Laut Daten des UN Flüchtlingshilfswerks UNHCR vom Montag, sechst April haben seit Beginn des Krieges in Iran einundachtzigtausend sechshundertsechzeihundachzig iranische Staatsangehörige die Grenze zu Türkeis überquert.
00:01:20: In die Gegenrichtung sind in dem selben Zeitraum etwa sixty-seven Tausend Iraner ausgereist.
00:01:25: Im Vergleich zurzeit vor dem Krieg ist dies sogar rückläufig, dazu vor rund fünftausend Personen die Grenze in eine der beiden Richtungen passierten.
00:01:33: Laut UNHCR handelt es sich dabei nicht unbedingt um Fluchtbewegungen oder dauerhafte Ausreisen.
00:01:39: Viele Iraner reißen mit neunzig Tage Visa ins Nachbarland und die Grenze übertrittet können auch auf Routineaktivitäten wie Tourismus, Familienbesuche, Transitflüge oder vorsorgliche Verlagerungen des Lebensmittelpunkts zurückzuführen sein.
00:01:52: Für Armenien und Aserbaidschanen liegen noch keine Belastbahnzahlen vor.
00:01:56: In Aserbaytshan sind die Landgrenzen aus Gründen der öffentlichen Gesundheit eingeschränkt, derzeit sind nur Geschäftsreisen uneingeschränk möglich.
00:02:03: Bis zum Zweiundzwanzigst März wurden über den Grenzübergang Asthara insgesamt weniger als dreitausend Einreisende registriert.
00:02:11: Fluchtbewegungen im Libanon und an der afghanisch-pakistanischen Grenze.
00:02:15: Größere Wanderungsbewegungen zwischen dem Iran und dem Irak sind bisher nicht festzustellen.
00:02:20: Laut der Internationalen Migrationsorganisation IOM haben zudem seit Anfang März mehr als zweitausendfünfhundert Irana den Grenzübergang Taftan nach Pakistan passiert.
00:02:30: Vom Liebernon aus sind die Regierung in Damascus zur Folge zwischen dem achtundzwanzigsten Februar und im vierten April sechsunddreißigtausend siebundneinzig Personen noch Syrien zurückgekehrt.
00:02:40: Demgegenüber wurden bis zum vierten April insgesamt, zweihundert sechstausend vierhundertsechsundsechzig ausreißen syrische Staatsangehörige aus dem Iran in der Herkunftsland registriert.
00:02:49: Davon erklärten, sießundfünfzigtausendenneunhundert elf dauerhaft zurückkehren zu wollen.
00:02:55: Bis zum sechsten April kehrten zudem siebundsiebsichtausendeinhundert afghanische Staatsangehörige zurück.
00:03:01: Nach der Militäroperation gegen iranische Atom-Anlagen im Juni zwanzig fünfundzwanzig hatte die iranisch Regierung Afghanern unter Generalverdacht gestellt mit Israel kooperiert zu haben.
00:03:10: Daraufhin begann eine Massenabschiebung, von der bereits vor dem aktuellen Krieg mehrere hunderttausend Menschen betroffen waren.
00:03:17: Bis zu drei Komma zwei Millionen neue Binnenflüchtlinge im Iran –.
00:03:20: deutlich angestiegen ist hingegen die Zahl der Binnen-Flüchtlinge.
00:03:23: Laut offiziellen Angaben aus dem Iran haben zwischen sechshundert Tausend und einem Million Familien ihre Wohnstätten vorübergehend verlassen meist in ländliche Gebiete, die seltener von Luftangriffen betroffen sind.
00:03:34: Bei einer durchschnittlichen Haushaltsgröße von drei Komma zwei Personen entspricht dies eine internen Fluchtbewegung von etwa eins Komma neun bis Drei Komma Zwei Millionen Menschen, die erneuten Kämpfe im Libanon führten laut Daten der libanesischen Regierung zu rund Eins Komma Null fünf Millionen Binnenflüchtlingen.
00:03:51: Hinzu kommen hundertfünfzehntausend neue Bienenvertriebene in Afghanistan und dreitausend Fünfhundert in Pakistan, jedoch bewaffnete Grenzkonflikte zwischen beiden Ländern verursacht worden.
00:04:02: In der Region ist zudem zu beachten, dass es bereits vor dem Krieg eine hohe Zahl an Geflüchteten gab.
00:04:07: Laut IOM gibt es derzeit sechs Millionen Binnenvertriebene in Syrien – eine Million im Libanon, fünf Komma zwei Millionen im Jemen, eins Komma neun Millionen in Gaza und eine Million in Irak.
00:04:19: Deutschland als potenzielles Fluchtziel.
00:04:21: Vor diesem Hintergrund hatten Vertreter der Europäischen Kommission, der Internationalen Organisation für Migration IOM und der Asylagentur der Europäischen Union, EUAA vor einer möglichen humanitären Krise in der Region gewarnt die auch zu einer Zunahme der Fluchtmigration nach Europa führen könnte.
00:04:37: Sollte dies eintreten wäre Deutschland für achtundzwanzig Prozent der iranischen Schutzsuchenden das bevorzugte Ziel wie eine kürzlich veröffentlichte Studie der Rockwohl Foundation Berlin zeigt.
00:04:48: Die Datengrundlage bildet eine weltweit durchgefüllte Gallup-Umfrage aus dem Jahr zwanzig vierundzwanzig.
00:04:53: Kanada und Großbritannien folgen mit jeweils zehn Prozent oder weniger deutlich dahinter.
00:04:58: Ende Zwanzig fünfundzwzig lebten bereits neunundzwzig Prozent aller aus dem Iran Geflüchteten in Deutschland, einige davon seit der Machtergreifung der Mullahs im Jahr neunzehneunundsebzig was es neuen iranischen Asylsuchenden erleichtern könnte Anschluss an bestehende Netzwerke zu finden.
00:05:13: Bislang ist im Frühjahr zwanzig sechsundzwanzig jedoch keine sprunghafte Zunahme iranischer Asylanträge in Deutschland zu verzeichnen.
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