Wenn Stromausfall Alltag wird: Leben und überleben in Kuba | Nr. 9142

Shownotes

Kuba kämpft landesweit mit ständigen Stromausfällen. Viele Menschen verlassen das Land. Doch diejenigen, die bleiben, haben gelernt, ihren Alltag zu improvisieren. Ein seltener Einblick.

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00:00:00: Willkommen zum EpochThumbs Podcast mit dem Thema Wenn Stromausfall Alltag wird.

00:00:05: Leben und Überleben in Kuba Ein Meinungsartikel von Diablörr und Alexander Tsvichowsky vom sechsten April, zwanzig sechsundzwanzig am Mikrofon Alexander Sieber.

00:00:16: Kuba kämpft landesweit mit ständigen Stromausfällen.

00:00:19: viele Menschen verlassen das Land doch diejenigen die bleiben haben gelernt ihren Alltag zu improvisieren.

00:00:26: ein seltener Einblick drei Stunden Strom dann Ungewissheit So verläuft der Alltag derzeit für viele Kubaner.

00:00:34: Kochen, Wäsche waschen, Wasser pumpen, Geräte aufladen – all das muss in diesem kurzen Zeitfenster erledigt werden!

00:00:42: In einem Interview mit Epoch Times gewährt der XXVI-jährige Wirtschaftsstudent Sean aus Havanna einen seltenen Einblick in das Leben unter ständiger Unsicherheit im Land, in dem sich die Menschen kaum noch Transport-, Lebensmittel oder medizinische Versorgung leisten können.

00:00:58: Trotz aller Entbehrungen und täglichen Improvisation sieht Sean eine große Tugend in seinem Volk.

00:01:04: Die Solidarität Zur Information, Name und Stimme des Interview-Partners wurden zu seinem eigenen Schutz verfremdet da Personen vor Ort die sich kritisch äußern mit Repressalien rechnen müssen.

00:01:27: Das Leben in Kuba ist von Jahr zu Jahr so eine Art Dauerschleife geworden.

00:01:32: Die Menschen leben nicht wirklich, sondern überleben von Tag zu Tag und versuchen Essen für ihre Familien zu beschaffen.

00:01:38: Der Alltag ist geprägt von Unsicherheit, emotionaler Erschöpfung und fehlenden Perspektiven.

00:01:44: Die Krise wirkt sich auch auf die Bildung aus – viele Schüler können nicht regelmäßig zur Schule gehen weil sie ihre Familien den Transport nicht leisten können.

00:01:52: Zu Hause erschweren Stromausfälle das Lernen, Ausruhen und die Erledigung von Hausarbeiten.

00:01:58: Ein weiteres großes Problem ist die familiäre Trennung – mehr als zwei Millionen Kubaner leben im Ausland.

00:02:04: In den meisten Familien ist mindestens eine Person ausgewandert, die als finanzielle Stütze dient.

00:02:09: Viele Familien sind stark von diesen externen Einnahmen abhängig.

00:02:12: Insgesamt leben die Menschen unter hohem Stress.

00:02:15: Die Belastung entsteht nicht nur durch die Vielzahl der Probleme, sondern auch durch die begrenzten Möglichkeiten sie selbst lösen zu können.

00:02:22: Diese erzeugt ein tiefes Gefühl der Hilflosigkeit das sich zusätzlich zu den täglichen Strapazen auf das emotionale und soziale Leben der Menschen auswirkt.

00:02:43: Der Alltag der Kubaner richtet sich nach den wenigen Stunden, in denen es Strom gibt.

00:02:47: In dieser Zeit werden alle wichtigen Aufgaben ledigt – Kochen, Waschen, Wasserpumpen und Geräte aufladen.

00:02:53: Alles hängt davon ab wann der Strom zurückkehrt.

00:02:56: In Havanna gibt es teilweise nur etwa drei Stunden Strom pro Tag, in anderen Regionen noch weniger.

00:03:01: Das nationale Stromnetz leidet unter ständigen Ausfällen, sodass Menschen tagelang oder sogar wochenlang ohne Strom sind.

00:03:08: Viele Familien sind dazu übergegangen mit Holzkohle zu kochen, da auch Gas während längerer Stromausfälle oft nicht verfügbar ist.

00:03:15: Da eine kontinuerliche Kühlung nicht möglich ist können Lebensmittel kaum gelagert werden.

00:03:19: die meisten Menschen leben von Tag zu Tag kaufen und konsumieren mit dem ständigem Risiko das Lebensmittelverderben.

00:03:26: Ein kleiner Teil der Bevölkerung besitzt Stromgeneratoren oder andere Stromerzeugungen, aber selbst für diese Minderheit ist die Nutzung aufgrund der extremen Knappheit schwierig geworden.

00:03:36: Oft werden die Generatorinnen nur ein bis zwei Stunden täglich betrieben – die Mehrheit hat keinen Zugang zu solchen Alternativen.

00:03:46: Epoch Times Hast du in den letzten Monaten Veränderungen beim Zugang zur Lebensmitteln, Medikamenten und grundlegenden Dienstleistungen bemerkt?

00:03:58: Im Zuge der Energiekrise und des massiven Anstiegs, der Treibstoffpreise ist die Situation im Landen noch komplexer geworden.

00:04:04: Die Privatwirtschaft, die derzeit fast die gesamte Bevölkerung mit Lebensmitteln, Medikamenten und anderen Ressourcen versorgt, musste die Preise erheblicher Höhen um die Betriebskosten insbesondere für Treibstoff zu decken.

00:04:16: Zudem befindet sich die sanitäre Situation auf der Insel in einem kritischen Zustand.

00:04:21: Der angehäufte Müll in vielen Vierteln ist unerträglich geworden.

00:04:25: Die Müllfahrzeuge können wegen Treibstoffmanges nicht mehr regelmäßig fahren.

00:04:29: Viele Menschen beginnen daher, ihren Müll in den Wohngebieten selbst zu verbrennen was wiederum zur Umwelt und Gesundheitsproblemen führt.

00:04:36: Das Gesundheitssystem befindet sich ebenfalls in einem sehr kritischen Zustand.

00:04:40: Es fehlen Medikamente Materialien und geeignete Bedingungen für die Versorgung von Patienten.

00:04:45: Auch die Telekommunikation ist problematisch, das Internet ist teuer und von schlechter Qualität.

00:04:50: Zudem wird das System von einem staatlichen Anbieter kontrolliert was Wettbewerb und Verbesserungen einschränkt.

00:05:07: Das ist ziemlich bemerkenswert.

00:05:09: Der kubanische Bürger besitzt eine große Tugend, die in mehr als fünfzehn Jahren – ich würde sogar sagen dreißig Jahren der Entbehrung entstanden ist – Solidarität.

00:05:19: Seit meiner Kindheit habe ich beobachtet das wenn er Nachbar einen Mangel hat denen anderer lindern kann, Hilfe selbstlos angeboten wird.

00:05:27: Diese Solidarität ist wirklich eine der Erklärungen für das Verhalten unseres Volkes.

00:05:31: Wir sind trotz dieser Zeiten der Krise, Verzweiflung und Not ein geeintes Volk.

00:05:39: Epoch Times kannst du ein Beispiel nennen?

00:05:44: Wenn jemand zum Beispiel Strom hat zögert er nicht anderen dabei zu helfen Lebensmittel zu kühlen oder aufzubewahren.

00:05:50: Diese Art der Unterstützung spiegelt menschliche Werte wieder, die trotz aller Schwierigkeiten nicht verloren gegangen sind.

00:05:56: Es ist tröstlich zu sehen dass selbst inmitten eine Krise Empathie und Zusammenarbeit bestehen.

00:06:02: Allerdings hat sich die Krise inzwischen so ausgeweitet das auch Menschen betroffen sind, die früher bessere Lebensbedingungen hatten.

00:06:08: Auch wenn Solidarität existiert sind die materiellen Möglichkeiten jeder Familie zunehmend eingeschränkt.

00:06:25: Der Zugang zu Informationen aus dem Ausland ist stark eingeschränkt.

00:06:28: Internet ist teuer und von schlechter Qualität, viele internationale Seiten können nur über VPN erreicht werden.

00:06:34: Jedes Mal wenn es zu einem Stromausfall kommt verlieren die Kubaner vollständig ihr Signal.

00:06:39: Sie sind dann sowohl vom Internet als auch vom Telefonnetz komplett abgeschnitten.

00:06:43: das beeinflusst den Alltag und wurde in der Vergangenheit zur sozialen Kontrolle genutzt.

00:06:48: In früheren Jahren hat man gesehen, dass die Regierung während größerer Proteste bewusst die Telekommunikation abschaltete um Desinformation zu verbreiten.

00:06:57: Die Koordination zur schweren und die Verbreitung ausländischer Medienberichte zu verhindern.

00:07:02: Nationale Nachrichtensender sowie die wenigen international zugänglichen Kanäle verbreiten meist manipulierte Informationen.

00:07:09: Es gibt keine echte Transparenz, was zu einer verzerten und eingeschränkten Wahrnehmung der Realität führt.

00:07:14: Zusammengefasst lässt sich sagen – Die Kommunikation in Kuba ist extrem eingeschränkt!

00:07:19: Es gibt keinen freien Zugang und Nutzer können nur die Seiten- und Kanälen nutzen, die diejenigen dienen, welche die Informationen kontrollieren und Inhalte manipulieren.

00:07:31: gibt es Themen über die Menschen lieber nicht aufversprechen.

00:07:38: Ja, Kubaner werden systematisch unterdrückt wenn sie versuchen sich frei zu äußern obwohl Kuba theoretisch ein Land ist in dem die freie Meinungsäußerung erlaubt sein soll.

00:07:47: Im Laufe der Jahre wurden zahlreiche Menschen allein dafür festgenommen und zu Gefängnisstrafen verurteilt, dass sie Ideen äußerten, die nicht mit denen der Regierung übereinstimmten.

00:07:57: Im Land besteht eine ständige Reale Bedrohung für Menschen, die sich in den sozialen Medien äußern.

00:08:03: Viele werden eingeschüchtert und verzichten darauf ihre Meinung zu

00:08:05: posten.".

00:08:07: In schwerwiegenderen Fällen werden Personen mit Vorwürfen wie Hetze oder Handeln gegen die Regierung festgenommen.

00:08:13: In den meisten Fällen geht es ihnen jedoch lediglich darum, ihr grundlegendes Recht auf freie Meinungsäußerung auszuüben und ihre Perspektive auf die Realität in diese Leben zu teilen.

00:08:22: Dieses Klima aus Zensur- und Repression erzeugt Angst – Selbstzensur und ein allgemeines Gefühl der Verwandbarkeit unter den Kubanern.

00:08:34: Epoch Times, was bedeutet es für dich trotz dieser Herausforderungen in Kuba zu leben?

00:08:43: Heute in Kiba zu leben bedeutet trotz aller Herausforderungen täglich mit einer Mischung aus Erschöpfung und Unsicherheit zu kämpfen.

00:08:50: Gleichzeitig aber auch eine tiefe Verbundenheit mit dem eigenen Herkunftsland zu spüren.

00:08:55: Es heißt aufzuwachen ohne zu wissen, ob es Strom geben wird.

00:08:58: Ob man kochen kann oder die nötigen Lebensmittel kaufen kann.

00:09:01: Es bedeutet mit extrem langen Warteschlangen zu leben sich ständig Sorgen zu machen, ob man Medikamente für Angehörige bekommt und die Frustration zu spüren das große Anstrengungen oft nicht ausreichen um die Grundbedürfnisse zu decken.

00:09:14: Es bedeutet auch ständig lernen zu müssen sich anzupassen Wasser zu speichern, wenn es verfügbar ist.

00:09:20: Schnell zu kochen, wenn der Strom zurückkehrt und improvisierte Lösungen zu finden, wenn etwas fehlt.

00:09:25: Das Leben ist geprägt von Improvisationen und Mangel Doch über das Materielle hinaus hat das Leben in Kuba ein starkes emotionales Gewicht.

00:09:32: Es bedeutet Freunde und Familie auswandern zu sehen Und die Trennung zu fühlen.

00:09:37: Es ist das Hinterfragen, ob das bleiben ein Akt des Widerstands?

00:09:41: Der Hoffnung oder schlichtweg die einzige Option ist.

00:09:44: Ich denke viele bleiben jedoch aus Liebe zu ihrer Familie, ihrem Land und ihrer Identität.

00:09:49: Trotz aller Schwierigkeiten bleibt Kuba unser Zuhause.

00:10:03: Mit Blick auf die Zukunft ist meine größte Hoffnung für Kuba, dass das Leben aufhört ein ständiger Kampf um das Allernötigste zu sein und stattdessen würde voller und stabiler wird.

00:10:12: Ich träume von einem Land in dem man sich nicht jeden Tag Sorgen um Essen, Strom oder Medikamente machen muss – in dem Arbeit ausreicht, um zu leben und nicht nur zu überleben!

00:10:21: Und in dem junge Menschen nicht glauben müssen, dass der einzige Weg zu einer besseren Zukunft darin besteht, das Land verlassen.

00:10:28: Ich hoffe auch auf ein Kuba, in dem sich Menschen frei äußern können ohne Angst haben zu müssen.

00:10:33: Indem es mehr Möglichkeiten gibt, sich zu entwickeln, ein eigenes Unternehmen zu gründen und ein Lebensprojekt im eigenen Land aufzubauen.

00:10:41: Ich wünsche mir dass Familien wieder vereint sind.

00:10:43: ich hoffe das diejenigen die gegangen sind zurückkehren können wenn sie es wollen und dass das bleiben nicht mehr mit einem ständigen Kampf gleichgesetzt wird.

00:10:52: Im Kern ist dieser Traum einfach, aber tiefgreifend.

00:10:55: Ein Kuba das gerechter, offener und voller echter Hoffnung ist – ein Ort an dem das Leben nicht nur aus Widerstand sondern darin besteht voranzukommen.

00:11:04: Das ist alles!

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