Warum sich so viele junge Menschen zum Kommunismus hingezogen fühlen #91

Shownotes

Trotz der zahlreichen historischen Tragödien unter kommunistischen Regimen befürworten etliche junge Menschen diese politische Ausrichtung – mit dem Ziel, die Welt zu verbessern. Der Kommentator Armstrong Williams geht der Frage nach, warum das so ist.

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00:00:00: Herzlich Willkommen zu Epoch im Fokus mit dem Thema, warum sich so viele junge Menschen zum Kommunismus hingezogen fühlen.

00:00:07: Ein Meinungsartikel von Armstrong-Williams vom XXVIII.August, ein Mikrofon Alexander Sieber.

00:00:15: Trotz der zahlreichen historischen Tragödien unter kommunistischen Regimen befürworten etliche junge Menschen diese politische Ausrichtung mit dem Ziel die Welt zu verbessern.

00:00:25: Der Kommentator Armstrong Williams geht der Frage nach warum das so ist.

00:00:31: Jede Generation sucht nach Antworten.

00:00:33: Junge Menschen haben schon immer den Status quo in Frage gestellt, Autoritäten hinterfragt und nach einer besseren Zukunft gestrebt als die, die sie geerbt haben.

00:00:43: Dieser Impuls ist nicht nur verständlich sondern oft auch unverzichtbar für eine gesunde Demokratie.

00:00:49: auf diese Weise reformieren sich Gesellschaften bringen Innovationen hervor und beseitigen Ungerechtigkeiten Führt Unzufriedenheit zu kommunistischen Ideen?

00:01:01: Doch eine Frage taucht dann Hochschulen in den sozialen Medien und dem politischen Diskurs immer häufiger wieder auf.

00:01:07: Warum bekennen sich manche junge Menschen zum Kommunismus oder bekunden offen Sympathie für sozialistische und kommunistische Ideen trotz der drückenden historischen Bilanz kommunistischer Regierungen?

00:01:20: Die Antwort verdient mehr als nur Parolen- oder politische Angriffe, sie verdient Ehrlichkeit, Demut.

00:01:29: Die meisten jungen Menschen fühlen sich nicht zum Kommunismus hingezogen, weil sie sich eine Diktatur oder politische Unterdrückung wünschen.

00:01:36: Sie füllen sich von idealem wie Gleichheit, Fairness, bezahlbarem Wohnraum, Chance und Gleichheit für alle und der Überzeugung angezogen das niemand zurückgelassen werden sollte.

00:01:48: Viele sind in einer Zeit von Finanzkrisen steigenden Studiengebühren erdrückend den Studien Schulden unerschwinglichen Wohnkosten stagnierenden Löhnen und wachsenden Vermögensunterschieden aufgewachsen.

00:02:01: Sie sehen, wie Milliardäre immer reicher werden während viele Arbeiterfamilien Schwierigkeiten haben ihre Miete zu bezahlen oder sich die Gesundheitsversorgung leisten zu können.

00:02:11: Diese Sorgen sind realen.

00:02:13: sie zu ignorieren treibt junge Menschen nur noch weiter in Richtung Ideologien Die pauschale Lösungen versprechen.

00:02:19: doch die Geschichte lehrt uns das edle Absichten und erfolgreiche Ergebnisse nicht immer dasselbe sind Falsche Versprechen.

00:02:28: Der Kommunismus versprach Gleichheit, in der Praxis hat er jedoch oft eher zu einer Konzentration politischer Macht als zu geteiltem Wohlstand geführt – die Sowjetunion Maos China Kambodscha unter Polport, Nordkorea und andere kommunistische Regime haben Ungerechtigkeit nicht beseitigt.

00:02:47: Häufig ersetzten sie eine Form der Ungleichheit durch eine andere in die der Staat enorme Macht über die einzelnen Ausübte, die Meinungsfreiheit kontrollierte, Religion unterdrückte, private Unternehmen einschränkte, politische Gegner inhaltierte und in vielen Fällen für unermessliches menschliches Leid verantwortlich

00:03:06: war.".

00:03:07: Die sind keine parteipolitischen Argumente.

00:03:09: Es handelt sich um historische Realitäten, die durch Jahrzehnte lange wissenschaftliche Forschung belegt sind.

00:03:15: Warum finden diese Lehren dann bei jüngeren Generationen offenbar weniger anklang?

00:03:21: Ein Teil der Antwort liegt möglicherweise in der historischen Distanz.

00:03:24: für viele junge Amerikaner ist der kalte Krieg ebenso weit entfernt wie der zweite Weltkrieg für frühere Generationen.

00:03:31: Die Berliner Mauer existiert nur noch in Schulbüchern.

00:03:34: Die sowjetischen Brotschlangen, Maos Kulturrevolution und die Killing Fields sind keine gelebten Erinnerungen sondern historische Kapitel, die in einem Zeitalter das von sozialen Medien- und zwanzig Sekunden Videoclips geprägt ist um Aufmerksamkeit buhlen.

00:03:51: Geschichte verliert ihre Dringlichkeit wenn sie nicht mehr persönlich ist Pro und Kontra des Kapitalismus.

00:03:59: Es gibt noch einen weiteren Faktor, den wir ehrlich anerkennen sollten.

00:04:03: Der Kapitalismus selbst ist seinen höchsten Idealen nicht immer gerecht geworden.

00:04:07: Freimärkte haben außergewöhnliche Innovationen hervorgebracht weltweit Milliarden Menschen aus der Armut befreit und Kreativität sowie Unternehmergeist belohnt.

00:04:17: Gleichzeitig kann der Kapitalismus Monopole Unternehmen Skier Korruption Umweltschäden Und erschütternde Ungleichheit hervorbringen wenn ethische Standards und wirksame Institutionen versagen.

00:04:31: Diese Mängel anzuerkennen bedeutet nicht, freie Märkte aufzugeben – es bedeutet sie zu verbessern!

00:04:37: Die Antwort auf die Unvollkommenheiten des Kapitalismus ist nicht zwangsläufig der Kommunismus genauso wenig wie die Versäumnisse der Demokratie den Autoritarismus rechtfertigen.

00:04:48: Freie Gesellschaften verfügen über etwas was zentralistisch geplante Systeme oft nicht haben Die Fähigkeit, sich durch offene Debatten freie Wahlen unabhängige Gerichte unternehmerische Innovation und eine freie Presse selbst zu reformieren.

00:05:04: Diese Fähigkeiten zur Selbstkorrektur ist einer der größten Stärken der Demokratie wie junge Menschen geprägt werden.

00:05:12: auch unsere Bildungseinrichtungen tragen Verantwortung.

00:05:14: Schülern sollte nicht beigebracht werden, dass der Kapitalismus über jede Kritik erhaben ist oder das der Kommunismus keiner Überprüfung unterzogen werden darf.

00:05:24: Sie sollten beides ehrlich kennenlernen!

00:05:26: Sie sollten die Errungenschaften und Misserfolge von freien Marktwirtschaften ebenso studieren wie die dokumentierten Folgen kommunistischer Regierungen.

00:05:35: Bildung sollte eher zum Hinterfragen anregen als zur Ideologisierung – auch Eltern spielen eine Rolle ebenso wie Glaubensgemeinschaften, zivilgesellschaftliche Organisationen und die Medien.

00:05:46: Junge Menschen brauchen Mentoren, die bereit sind schwierige Fragen zu beantworten anstatt sie abzuweisen.

00:05:53: Herablassung ändert selten Meinungen.

00:05:55: Gespräche tun dies oft.

00:05:57: vielleicht reicht das tiefer liegende Problem sogar über die Wirtschaft hinaus.

00:06:01: viele junge Menschen suchen heute nach Sinn Zweck Zugehörigkeit und Identität.

00:06:07: Politische Bewegungen werden oft zu Ersatz für die Gemeinschaften, die früher von Familien-, Nachbarschaften-, religiösen Institutionen- und zivilgesellschaftlichen Organisationen gebildet wurden.

00:06:18: Wenn sich Menschen isoliert fühlen, fühlen sie sich naturgemäß zur Bewegung hingezogen, die Gewissheit, Gerechtigkeit und Zugehörigkeit versprechen.

00:06:27: Dies ist nicht nur eine politische Herausforderung – es ist eine Kulturelle!

00:06:33: Unsere Reaktion sollte niemals darin bestehen junge Menschen zu fürchten oder sie dafür zu verspotten, dass sie schwierige Fragen stellen.

00:06:40: Neugier ist nicht der Feind der Freiheit und Wissenheit ist es.

00:06:44: Wir sollten eine intensive Debatte sorgfältiges lesen historisches Verständnis und intellektuelle Bescheidenheit fördern.

00:06:52: wir sollten Meinungsverschiedenheiten begrüßen und gleichzeitig darauf bestehen das jede Ideologie einschließlich unsere eigenen an Fakten Geschichte und der Achtung der Menschenwürde gemessen wird.

00:07:06: Eine bessere Gesellschaft benötigt Freiheiten.

00:07:09: Jede Generation glaubt, eine bessere Gesellschaft aufbauen zu können.

00:07:13: Diese Streben ist einer der größten Stärken der Menschheit Doch die Geschichte erinnert uns auch daran dass gesellschaften nicht dann gedeihen wenn der Staat allmächtig wird.

00:07:23: Viel mehr geschieht dies wenn die Freiheit geschützt wird Chancen erweitert werden Institutionen rechenschaftspflichtig bleiben und der Einzelne, die Freiheit hat sich zu äußern seinen Glauben zu praktizieren.

00:07:36: Kreativ zu sein anderer Meinung zu sein und seine eigenen Träume zu verfolgen.

00:07:41: Die Herausforderung vor der wir stehen besteht nicht darin zwischen Mitgefühl und Freiheit zu wählen.

00:07:47: Amerika ist am stärksten wenn es auf beides besteht.

00:07:51: Gerechtigkeit ohne Freiheit birgt die Gefahr der Unterdrückung.

00:07:55: Freiheit ohne Verantwortung Birgt die Gefahr der Gleichgültigkeit?

00:07:59: Eine gesunde Republik erfordert die Weisheit, beides zu bewahren.

00:08:05: Das größte Geschenk das wir in der nächsten Generation machen können ist nicht ideologische Gewissheit sondern historische Wahrheit moralischer Mut und dass Selbstvertrauen kritisch zu denken.

00:08:16: Freiheit hing schon immer nicht von Menschen ab Die Ideen einfach nur akzeptieren Sondern von Bürgern, die bereits sind sie ehrlich zu prüfen Sie respektvoll zur Hinterfragen und aus der Geschichte zu lernen, bevor sie sich wiederholt.

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