Lücke im Atomgesetz: Start-Up will Kernkraft zurück nach Deutschland bringen | Nr. 9076
Shownotes
Die gewerbliche Stromerzeugung aus Kernkraft ist in Deutschland verboten. Anders sieht es jedoch bei der sogenannten Kernwärme aus. Ein Start-up hat in Estland bereits damit begonnen, sie zu nutzen. Nun will das Unternehmen sie auch hierzulande marktfähig machen. Was genau steckt dahinter und wie stehen die Chancen?
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00:00:00: Willkommen zum EpochThumbs Podcast mit dem Thema, Achtundneinzig-Prozent-Wirkungsgrad.
00:00:05: Lücke im Atommengesetz!
00:00:07: Startup will Kernkraft zurück nach Deutschland bringen.
00:00:11: Ein Artikel von Maurice Vorgeng vom Fünfundzwanzigsten März zwanzigsechsundzwanziger am Mikrofon Alexander Sieber.
00:00:18: Die gewerbliche Stromerzeugung aus Kernkraft ist in Deutschland verboten.
00:00:21: Anders sieht es jedoch bei der sogenannten Kernwärme aus.
00:00:25: Ein Start-up hat in Estland bereits damit begonnen, sie zu nutzen.
00:00:28: nun will das Unternehmen Sie auch hierzulande marktfähig machen.
00:00:31: was genau steckt dahinter und wie stehen die Chancen?
00:00:36: Die Kernkraft ist in Deutschland per Gesetz verboten oder doch nicht?
00:00:40: Das Startup-Unternehmen Fermi, deutsche Industriekraft GmbH hat eine Lücke im Atomgesetz entdeckt und beabsichtigt baldmöglichst moderne Kernreaktoren im Bereich der Wärmeversorgung einzusetzen.
00:00:51: Noch in diesem Jahrzehnt soll ein erster Reaktor in Betrieb gehen sofern alles nach Plan läuft.
00:00:57: Aktuell müssen Fernwärmekunden in deutschen Großstädten rund Hundertvierzig bis Hundertachtzig Euro für die Megawattstunde bezahlen.
00:01:03: Teilweise liegen die Kosten sogar bei bis zu zweihundertfünfundsiebzig Euro.
00:01:08: Fermi-Deutsche Industriekraft schätzt, dass die Kosten per Wärmeerzeugung mit den neuen Reaktoren bei vierzig Euro pro Megawattstunde liegen werden.
00:01:16: Nach dreißig Jahren sollen diese Kosten auf rund fünfzehn Euro pro megawatt Stunde sinken.
00:01:20: Somit könnte dieses Konzept künftig in einem wirtschaftlichen Rahmen arbeiten!
00:01:25: Was erlaubt das Atomgesetz?
00:01:27: Im Zuge der Abschaltung aller großen Kernkraftwerke zur Stromerzeugung in den vergangenen Jahren hat die Politik das Atommengesetz angepasst.
00:01:35: Relevant ist Tierparagraf sieben, dort steht in Absatz eins.
00:01:39: Für die Errichtung und den Betrieb von Anlagen zur Spaltung von Kernbrennstoffen zu gewerblichen Erzeugungen von Elektrizität und von Anlage zur Aufarbeitung bestrahlter Kernbrännstoffe werden keine Genehmigungen
00:01:50: erteilt.".
00:01:53: Oder einfach gesagt Kernkraftwerke in Deutschland dürfen keinen Strom erzeugen, ins Netz einspeisen und verkaufen.
00:01:59: Ein Verbot für die Kernkraft Werke ist jedoch nicht erwähnt – diese möchte eine internationale Gruppe von Unternehmen ihrerseits nutzen.
00:02:07: Finish estländisch deutsche Kooperation.
00:02:10: Die technische Lösung stammt vom finnischen Startup Steady Energy.
00:02:14: Es hat am technischen Forschungszentrum von Finnland in Helsinki einen Kernreaktor für die Fernwärmeerzeugung entworfen, den Kernreakter LDR-Fünfzig.
00:02:23: Hierbei handelt es sich um einen kleinen modularen Reaktor Small Modular Reactor SMR.
00:02:29: Am elften Februar zwanzig sechsundzwanzig unterzeichnet ist er die Energie mit der Fermi deutsche Industriekraft eine Vereinbarung.
00:02:36: Diese soll die Rahmenbedingungen dafür schaffen dass der LDR Fünfzig künftig auch in Deutschland installiert werden kann.
00:02:42: Als Kunden sehen die Gesellschaft der Industrieunternehmen und Stadtwerke.
00:02:47: Die Deutsche GmbH entwickelt ihrerseits Projekte zur Errichtung von SMR-Kraftwerken, laut dem Unternehmen finanzieren sich dessen Tätigkeiten ausschließlich durch private Investoren.
00:02:56: Die Gesellschafters stehen bereit sobald die politischen Rahmenbedingungen für die Kernenergie in Deutschland im Hinblick auf Stromerzeugung wieder freie Fahrt gewähren.
00:03:04: Für die Wärmerversorgung könnte es schon früh so weit sein!
00:03:07: Je fünfzig Prozent der Anteile von Fermi-Deutsche Industriekraft halten Fermi Energier, Estland und Axus Capital.
00:03:15: Ihre Tätigkeitsbereiche umfassen die Entwicklung von Kernenergieprojekten zur Strom- und Wärmeversorgung sowie die Projekt- und Immobilienentwicklung.
00:03:23: Somit gibt es auch Unterstützung aus Estland.
00:03:27: Was kann der LDR Fünfzig Reaktor?
00:03:29: Der Kernreaktor LD-Fünfzig ist keine Zukunftsvision.
00:03:33: Seit dem sechzehnten Februar errichtet Steady Energy einen elektrischen Demonstrationsreaktoren Helsinki.
00:03:39: Elektrisch bedeutet, dass die Wärme in diesem Pro-Reaktor elektrisch und nicht nukle A erzeugt wird, erklärt das Unternehmen.
00:03:46: Der Bau mit LDR Fünfzig Kernbrennstäben soll zwanzig achtundzwanzig beginnen und bereits im Folgejahr in Betrieb
00:03:52: gehen.".
00:03:52: Die Brennstäbe müssen dann alle zwei bis drei Jahre erneuert werden, der Betrieb der Anlage sei jedoch mit einer Mannschaft von zehn Personen möglich.
00:04:00: Der fertige Reaktor erzeugt ausschließlich Wärme.
00:04:03: Dadurch fällt ja nicht unter das deutsche Kernkraftverbot und erreicht einen sehr hohen Wirkungsgrad da die Anlage im Vergleich zu Reaktoren zur Stromerzeugung keine Turbinen- und Generatoren besitzt.
00:04:13: Somit können ninety acht Prozent der thermischen Leistungen des Reaktors genutzt und in ein Fernwärmenetz eingespeist werden.
00:04:20: Der geplante mini Reaktor ist mit einer Leistung von Fünfzig Megawatt nur etwas größer als ein Schiffskontainer.
00:04:26: Er soll zudem mit deutlich niedrigeren Temperaturen von Hundertvierzig Grad Celsius betrieben werden, als große Reaktoren.
00:04:33: Wie sicher ist die Anlage?
00:04:35: Der Reaktordruck von Achtbar ist ebenfalls vergleichsweise niedrig.
00:04:38: Dieser Druck herrscht beispielsweise in einem Rennradreifen oder einer Espresso-Maschine.
00:04:43: Zitat, durch den Niederdruck Konstruktion ist eine hohe mechanische Sicherheit gewährleistet, teilte Fermi deutsche Industriekraft in einem der Epoch Times vorlegenden Aufsatz mit.
00:04:53: Aufgrund der kompakten Bauweise der LDR-Fünfzig-Reaktoren kann die außerdem ohne großen Aufwand unterirdisch errichtet werden.
00:05:00: Zitat, diese Anordnung ist so widerstandsfähig wie ein Zivilschutzbunker konstruiert und gegen Einwirkungen von Außen geschützt, so das Unternehmen – ein Unfall durch einen Flugzeug- oder Raketeneinschlag seit demnach
00:05:12: auszustießen.".
00:05:14: Ebenso seien die Minireaktoren jeweils in einem eigenen Wasserbecken in der Reaktorhalle platziert.
00:05:19: Das Becken dienen zugleich als Wärmespeicher und Abschirmung.
00:05:23: Laut Wärmedeutscher Industriekraft schaltet sich der LDR-Fünfzigreaktor bei jeder Fehlfunktion automatisch ab.
00:05:29: Er verfügt zudem über ein passives Wärmeabfuhrsystem, das heißt die Kühlung wird allein durch Naturkonvektion ohne Pumpen oder externe Stromversorgung sichergestellt.
00:05:38: Wie bei anderen Reaktorkonzepten sind auch hier die primären und sekundären Wasserkreisläufe physikalisch getrennt.
00:05:45: Durch den niedrigen Druck sollen mögliche Leckagen innerhalb der unterirdisch gelegenen Reaktorhalle verbleiben.
00:05:50: Ein Austritt außerhalb des Gebäudes sei ausgeschlossen, da es keinen denkbaren Störfallgebe, der die Baustruktur zerstören könnte.
00:05:59: Widerstand möglich.
00:06:00: Ein Befürworter und Förderer des Projekts, der Kernwärme für Deutschland ist der Buchautor Ulrich Gräber.
00:06:06: Der pensionierte Maschinenbauingenieur und Betriebswirt sammelte langjährige Erfahrung in der Kernkraftbranche unter anderem als Technikvorstand der ENBB Kraftwerke AG.
00:06:16: Er trägt dazu bei das Projekt der Fernwärmer nach Deutschland zu bringen – egal ob gesetzlich, bautechnisch oder wirtschaftlich.
00:06:23: Der Umsetzung dieses Vorhabens sollte nichts im Wege stehen!
00:06:27: Greber schließt Hindernisse bei der Realisierung des Projekts auf oder unter deutschem Boden jedoch nicht aus.
00:06:32: Zitat, es ist davon auszugehen dass es bei den Kernkraftgegnern einen Widerstand geben wird, sagte er.
00:06:38: Greber wies jedoch darauf hin das die Genehmigungsentscheidung nicht beim Bund liegt.
00:06:43: Entscheiden müsse dies das jeweilige Bundesland in dem eine solche Anlage errichtet werden soll.
00:06:48: Er fügt er hinzu, Zitat.
00:06:49: In Bayern ist nach den jüngsten Verlautbarungen von Herrn Söder sicher mit mehr staatlicher Entschlossenheit eine solche Anlage zu genehmigen – zu rechnen als in Bundesländern die von grünen Koalitionen regiert
00:07:00: werden.".
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