Chinas Strategie zur Ablenkung des Westens gerät im Irankrieg ins Wanken | Nr. 9038
Shownotes
In seinem Kommentar beschäftigt sich der promovierte Betriebswirt Bryan Brulotte mit den Auswirkungen des Irankriegs auf China.
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00:00:00: Willkommen zum EpochThumbsPodcast mit dem Thema Chinas Strategie zur Ablenkung des Westens Gerät im Iran-Krieg in Zwangen.
00:00:08: Ein Meinungsartikel von Brian Brulot vom Eightzehnten März, zwanzig sechsundzwanzig am Mikrofon Alexander Sieber.
00:00:15: In seinem Kommentar beschäftigt sich der promovierte Betriebswirt Brian Brullott mit den Auswirkungen des Irankriegs auf China.
00:00:24: Fast das gesamte vergangener Jahrzehnt lang agiert die Chinas Führung auf der Grundlage einer einzigen strategischen Annahme dem Niedergang des Westens.
00:00:33: Die Außenpolitik von Parteichef Xi Jinping basierte auf dieser Prämisse.
00:00:38: Ziel war dabei nicht die direkte Konfrontation mit den Vereinigten Staaten, sondern die Errichtung eines geopolitischen Machtgürtels.
00:00:46: Dieser sollte die amerikanische Macht einschränken und die Aufmerksamkeit des Westends ablenken.
00:00:51: Russland sollte Europa durch einen Krieg in der Ukraine unter Druck setzen.
00:00:55: Der Iran sollte den Nahen Osten durch Stellvertreterkriege destabilisieren.
00:01:00: Venezuela sollte die westliche Hemisphäre durch Drogenhandel, Migrationsdruck und antiamerikanische Hetze untergraben.
00:01:09: Loses Bündnis mit klarem Zweck.
00:01:12: Dieses lose Bündniss der Regime war nie ein formelles verfolgte aber einen klaren Zweck.
00:01:17: Jede Akteur bandt die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten in verschiedenen Konfliktgebieten, lenkte so die Aufmerksamkeit des Westens ab und verschaffte Peking Zeit seine Position im Indo-Pazifik zu festigen.
00:01:31: Dieses Gefügel steht nun unter starkem Druck.
00:01:33: Der aktuelle Krieg mit dem Iran, die Verhaftung des venezuelanischen Präsidenten Nicolas Maduro und die erneute amerikanische Kontrolle über den Panama-Kanal haben das geopolitische Netzwerk – dass Peking über Jahre hinweg aufgebaut hat – zerstört.
00:01:48: Was geschehen ist, ist nicht bloß ein regionaler Konflikt sondern die allmähliche Auflösung eines Systems, das den Westen strategisch ablenken sollte.
00:01:58: Für China spielte der Iran eine besonders wichtige Rolle.
00:02:00: Die Peking importiert im vergangenen Jahr täglich fast ¼ Millionen barrel iranisches Öl, größtenteils über sanktionsfreie Kanäle zu erheblichen Preisen nachlesen.
00:02:10: Noch wichtiger war jedoch dass der Iran die USA zwang diplomatische militärische und geheimdienstliche Ressourcen dem Nahen Osten zu widmen anstatt sich voll auf Asien zu konzentrieren.
00:02:22: Diese strategische Ablenkung war für Peking von enormem Wert!
00:02:26: Dieser Vorteil schwindet inzwischen Seit den Anschlägen vom siebten Oktober zwanzig dreiundzwanzig in Israel wurde der Irans regionales Stellvertreter-Netzwerk systematisch geschwächt.
00:02:36: Hezbollah, Hamas und andere Terrororganisationen haben schwere Verluste erlitten – das syrische Assad-Regime ist gestürzt und ins Exil geflohen.
00:02:45: Die iranische Wirtschaft ist weiterhin durch Sanktionen schwer angeschlagen.
00:02:49: Auch die militärische Infrastruktur hat wiederholt Rückschläge erliten.
00:02:54: Chaminés Tod verschärft Iran's Instabilität.
00:02:57: Der Tod von Ayatollah Ali Khamenei verstärkt die Unsicherheit hinsichtlich der zukünftigen Ausrichtung des Regimes.
00:03:04: Schon vor dem jüngsten Konflikt war Iran's strategische Einfluss in der Region geschwächt, seine Stellvertreter gerieten unter Druck – die Wirtschaft verschlechterte sich und das Atomprogramm war ständige Störungen ausgesetzt.
00:03:16: Das Ableben des Obersten Führers verschärft diese Entstabilität und wirft tiefgreifende Fragen über Iran ins politische Entwicklung auf.
00:03:24: Für Peking reichen die Konsequenzen weit über den Nahen Osten hinaus.
00:03:28: China's langfristige strategische Planung ging stets davon aus, dass jede Konfrontation mit dem Westen – insbesondere um Taiwan – in einem zersplitterten geopolitischen Umfeld stattfinden würde.
00:03:39: In einem solchen Szenario könnten die von den Vereinigten Staaten und ihren verbündeten verhängenden Sanktionen durch alternative Finanzkanäle und Warenlieferungen von wohlgesonnenen Staaten abgefedert
00:03:50: werden.".
00:03:51: Man erwartete, dass der Iran und Russland genau diese Rolle spielen würden.
00:03:55: Ein chinesischer Invasion-Taiwans wurde meist unter militärischen Gesichtspunkten analysiert.
00:04:01: Könnte die Volksbefreiung semi erfolgreich Truppen landen?
00:04:04: Und die Insel einnehmen?
00:04:05: Doch die entscheidende Frage ist womöglich das wirtschaftliche Überleben?
00:04:09: Jede Konflikt um Taiwan würde weitreichende westliche Sanktionen nach sich ziehen.
00:04:14: Um diesem Druck stand zu halten, bräuchte Peking verlässliche Partner, die in der Lage wären Finanzbeschränkungen zu umgehen und lebenswichtige Ressourcen für Öl zu liefern.
00:04:24: Sollte die Iran geschwächt oder intern instabil werden, würde dieses strategische Sicherheitsnetz deutlich an Bedeutung verlieren.
00:04:32: Bedeuthente Auswirkungen für Kanada.
00:04:34: Für die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten stärkt die gegenwärtige geopolitische Verschiebung gleichzeitig die Position des Westens in zwei entscheidenden Regionen, dem Nahen Osten und dem Indo-Pacific.
00:04:46: Washingtons Fähigkeit den Einfluss des Iranes zu schwächen und gleichzeitig den Druck auf Russland aufrechtzuhalten erschwert Pekings langfristiges strategische Überlegungen.
00:04:57: Für Kanada sind die Auswirkungen bedeutend und werden weitgehend unterschätzt.
00:05:01: Kanada hat seine Außenpolitik im vergangenen Jahrzehnt größtenteils vernachlässigt und rhetorische Diplomatie dem strategischen Engagement vorgezogen.
00:05:09: Dennoch bleibt Kanada eine Mittelmacht, deren Wohlstand von einem stabilen auf westlichen Bündnissen beruhenden internationalen System abhängt.
00:05:17: Die Schwächung Iranes und Venezuela verringert die Angriffsfläche, die autoritäre Regime genutzt haben um dieses System herauszufordern.
00:05:25: Dies unterstreicht zudem die anhaltende Bedeutung westlicher Militärkapazitäten und der Koordination von Bündnissen.
00:05:34: Die langfristigen Folgen des Irankriegs sind ungewiss.
00:05:37: Premierminister Marc Karnay steht nun vor einer strategischen Entscheidung, er kann Kanadas jüngste Tendenz zur vorsichtigen Neutralität in globalen Krisen fortsetzen oder er kann erkennen, dass die aktuelle geopolitische Lage Kanada die Chance bietet seine Rolle innerhalb des westlichen Bündnisses neu zu bekräftigen.
00:05:55: Dies bedeutet die Verteidigungsfähigkeit zu stärken, Energieexporter zu fördern, die die Wirtschaft der Verbündeten stabilisieren und einen substanziellen Beitrag zur Sicherheitsarchitektur zu leisten welche die liberale internationale Ordnung stützt.
00:06:10: Die langfristigen Folgen des Iran-Konflikts sind weiterhin ungewiss.
00:06:13: Eine strategische Realität zeichnet sich bereits ab, die lose Koalition der Regime auf die sich Peking einst stützte um den Westen einzudämmen beginnt zu zerfallen und wenn Xi Jinping das nächste Mal dem Präsidenten Donald Trump am Verhandlungstisch gegenüber sitzt wird er möglicherweise feststellen dass die Welt die er zur Erben glaubte ganz anders aussieht als die die er geplant hatte.
00:06:36: Xi Jinpings geopolitisches Schachbrett beginnt zu bröckeln.
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