Ist ein Comeback der Kernkraft in Deutschland noch realistisch? | Nr. 9024

Shownotes

Viele Befürworter der Kernkraft hoffen auf eine Wiederinbetriebnahme der zuletzt stillgelegten Reaktoren, obwohl diese sich bereits im Rückbau befinden. Die Kraftwerksbetreiber folgen den Vorgaben des Atomgesetzes. Ein Kernphysiker aus der Branche schließt ein Atom-An dieser Anlagen aus verschiedenen Gründen aus.

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00:00:00: Willkommen zum EpochThumps Podcast mit dem Thema Einschätzung eines Kernphysikers.

00:00:05: Ist ein Comeback der Kernkraft in Deutschland noch realistisch?

00:00:09: Eine Analyse von Maurice Vorgang vom der Sechzehnten März, am Mikrofon Alexander Sieber.

00:00:15: Viele Befürworter der Kernkraft hoffen auf eine Wiederinbetriebnahme der zuletzt stillgelegten Reaktoren – obwohl diese sich bereits im Rückbau befinden!

00:00:24: Die Kraftwerksbetreiber folgen den Vorgaben des Atomgesetzes.

00:00:27: Ein Kernphysiker aus der Branche schließt ein Atom an diese Anlagen, aus verschiedenen Gründen aus.

00:00:34: Die Debatte über eine mögliche Rückkehr zur Kernenergie hat wieder Fahrt gewonnen.

00:00:38: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bezeichnete die Abkehr von der Kernkraft vergangener Woche als strategischen Fehler.

00:00:44: Auch Bundeskanzler Friedrich Merz, CDU, teilte diese Einschätzung – macht er aber zugeicht deutlich dass der Atomausstieg irreversibel sei?

00:00:51: Zitat ich bedauere das!

00:00:53: Aber es ist so, sagte Merz.

00:00:55: Seit knapp drei Jahren nutzt Deutschland keine Kernkraft zur Stromerzeugung mehr.

00:01:00: Die letzten drei Kernkraftwerke, ISA-II, Emsland und Neckar Westheim II gingen nach einem Streckbetrieb am fünfzehnten April zwanzig drehenzwanzig endgültig vom Netz.

00:01:10: Neben der Abschaltung der Meiler beinhaltet das Atommisetz auch den Rückbau der stillgelegten Anlagen.

00:01:15: allerdings gibt es weiterhin Kernkraftbefürworter die einen Wiedereinstieg in diese Technologie begrüßen würden.

00:01:22: Hoffnung machten ihnen unter anderem Aussagen wie die von Thomas Seipold, von Nukem.

00:01:27: Der Geschäftsführer des in Karlstein am Main ansässigen KKW-Dienstleisters kam vor rund einem Jahr zu dem Schluss, dass die letzten sechs KKV spätestens im Jahr zwanzig dreißig wieder in Betrieb sein könnten wenn die Politik die entsprechenden Weichenstelle und der Rückbau sofort gestoppt werde.

00:01:43: Nukem ist selbst den Bereich Rückbau von KKB sowie im Management von radioaktiven Abfällen tätig.

00:01:50: Fokus auf Rückbau.

00:01:51: Doch ist es realistisch, dass die sixty- vierjährige Kernkraft ihrer Deutschlands tatsächlich in einem halben Jahrzehnt ein Comeback erleben könnte?

00:01:59: Dazu fragte er die Epoch Times bei den Betreibern dieser KKW nach wie sie einen solchen Schritt einschätzen.

00:02:05: Von den entsprechenden Websites der Kraftwerksbetreiber ist klar zu entnehmen, dass sie sich im Bereich der Kernkraft auf den Rückbau der Kraft Werke eingestellt haben entsprechend der Vorgabe des Atomgesetzes.

00:02:15: Das bestätigte etwa preusten Elektra auf unsere Anfrage.

00:02:19: Das Energieversorgungsunternehmen ist unter anderem für den Rückbau von ISA II in Niederbayern zuständig und Zitat konzentriert sich auf die Stilllegung und den Abbau ihrer acht Kernkraftwerke.

00:02:30: Zudem machte Preußen-Elektra deutlich, dass der weiterbetrieb dieser Kernkraftwerke für sie kein Thema mehr sei.

00:02:36: In allen auch den zuletzt abgeschalteten Anlagen ist der Rückbau in vollem Gang – große Komponenten des primären Kühlkreislaufs sind demontiert und Systemer

00:02:45: stillgesetzt.".

00:02:47: Preußen Elektra scheint den eingeschlagenen Kurs auch weiterhin fortzuführen.

00:02:51: Laut dem Unternehmen seien die Anlagen damit praktisch nicht mehr reaktivierbar.

00:02:56: Dasselbe gilt für den Energieversorgungskonzern RWE.

00:02:59: Seit September zwanzig vierundzwanzig hat der Konzern die Abbaugenehmigung für die Rückbauanlage Emsland.

00:03:05: RWE teilte der Epoch Times mit, dass ein Rückbaumoratorium aber auch eine Wiederentbetriebnahme rein politische Entscheidungen werden.

00:03:12: Zitat.

00:03:13: Wir haben immer betont, dass rein technisch betrachtet eine Wiederentbetriebnahme möglich wäre.

00:03:18: allerdings haben wir auch stets betont das für eine wieder in Betriebnahme neben den technischen Herausforderungen auch erhebliche regulatorische finanzielle und personelle Hürdenbestünden sagte der Konzern vor einem Jahr.

00:03:30: somit schloss RWE diesen Schritt zurück zur Kernkraft zum damaligen Zeitpunkt nicht komplett aus betonte jedoch die damit verbundenen Schwierigkeiten.

00:03:40: ENBW Rückbaustatus irreversibel.

00:03:43: Unter den sechs zuletzt endgültig abgeschalteten deutschen Kernkraftwerken befindet sich mit dem Block Neckar Westheim II GKN-II auch eine Anlage der ENBW.

00:03:52: Der Rückbau von GKL-II hat im Mai zwanzig, drehenzwanzig begonnen.

00:03:56: Der Baden-Württembergische Energieriese ENBW hat sich schon früh für den Rückbau dieser Anlage vorbereitet, wie ein Pressesprecher auf Anfrage mitteilte.

00:04:04: Zitat – Wir haben bei der ENB W bereits im Jahr zwanzig elf einen Masterplan für den Rückbau aller fünf ENBw Kernkraftwerke erarbeitet und im Jahr Zwanzig zwölf final beschlossen.

00:04:16: Damit hat ENBW offenbar prompt auf die Ankündigung der damaligen Bundesregierung reagiert, den bereits beschlossenen Atomausstieg beschleunigen zu wollen.

00:04:24: Anlass dafür war, dass die Reaktorkatastrophe im März of eleven im japanischen Fukushima nach einem starken Erdbeben und Tsunami.

00:04:32: Aufgrund des inzwischen fortgeschrittenen Rückbaushält ENB W eine Reaktivierung für nicht

00:04:36: machbar.".

00:04:37: Der Rückbaustatus unserer fünf Kernkraftwerke ist praktisch gesehen irreversibel so der Pressesprecher.

00:04:44: Ein weiterer Grund ist, dass Zitat auf absehbare Zeit kein geeignetes Fachpersonal in ausreichender Anzahl für den Stromproduktionsbetrieb vorhanden wäre.

00:04:53: Einerseits seien etliche Fachkräfte in den Ruhe standgegangen andererseits sei das übrige Personal speziell auf die Abschaltung und den Rückbau geschult worden.

00:05:02: Dieses Personalproblem hat auch schon der ehemalige Oberschichtleiter des KKB Greifswald Manfred Haferburg angesprochen.

00:05:09: Somit fasst INBW zusammen – eine Diskussion über die weitere Nutzung der Kernkraft hat sich für uns vor diesem Hintergrund erledigt.

00:05:17: Der Rückbau des bereits zwanzig elf stillgelegten Standorts NECA Westheim GKN-I ist bereits weiter fortgeschritten.

00:05:24: Die Kraftwerksbetreiber schließen somit praktisch einstimmig eine Rückkehr Deutschlands zur Kernkraft aus, für sie zählt die Umsetzung der gesetzlichen Vorgabe.

00:05:33: Die Branche ist damit in Deutschland jedoch noch kein totes Pferd.

00:05:36: Für manche stillgelegten KKW erwarten die Unternehmen, dass der Rückbau voraussichtlich noch bis zu zweizig-vierzig andauern wird.

00:05:43: Kernphysiker – Reaktivierung der KKB ausgeschlossen.

00:05:47: Um eine andere Einschätzung der Sachlage zu bekommen sprach die Epoch Times auch mit dem Kernphusiker Günter Scherer.

00:05:53: Er hat unter anderem im Bereich der Reaktorphysik in einem Kernkraftwerk gearbeitet.

00:05:58: Scherer hält die Wiedereinschaltung der bereits zwanzig, einundzwanzig abgeschalteten KKW aus technischen Gründen für Ausgeschlossen.

00:06:05: Ende Zwanzig-Einundzwzig jingen die Kraftwerke Brockdorf, Grunde und Grundremmingen C endgültig vom Netz – sie befinden sich inzwischen alle im Rückbau.

00:06:13: Laut Scherer verfügen Grunde in Niedersachsen unter das KKB Brocksdorf in Schleswig-Holstein über Druckwasserreaktoren.

00:06:20: Diese stammten von Hersteller Kraftwerk Union, KWU, deren gemeinsames Tochterunternehmen von Siemens & Aegeber.

00:06:27: Diese Druckwasserreaktoren sind Vorgänger der Reaktoren vom Bautyp Convoy.

00:06:31: Letztere wurden in Deutschland bis zu zwanzig, drehenzwanzig betrieben.

00:06:35: Wichtig sei bei einer eventuellen Reaktivierung diese älteren Reakteuren zu bedenken dass selbst die letzten drei Kraftwerke mit moderneren Reaktionen der Linie außer Betrieb genommen worden, so schierer.

00:06:47: Atom an der letzten Drei-Kkw unwahrscheinlich Die zwanzig-drehenzwanzig endgültig abgeschalteten und somit letzten drei KKW enthielten besagte modernere Reaktoren der Linie KWU Convoy.

00:06:59: Auch eine mögliche Reaktivierung dieser stillgelegten Meiler bezeichnete Scherer als unwahrscheinlich, da die Kosten für den Wiedereinbau entnommener – erneut herzustellen in der Anlagenteile – immens werden

00:07:10: dürften.".

00:07:10: Zitat was zuweilen Manager beispielsweise der Kernkraftdienstleister Nukam und Politiker wie Söder öffentlich äußern sollte mit größter Vorsicht behandelt werden waren das Scherer.

00:07:21: Der Kernphysiker wies zudem darauf hin, dass es bisher noch nie eine Reaktivierung stillgelegter KKW-Böcke gegeben hat.

00:07:27: Dieser Richtungswechsel würde das Kraftwerkspersonal in eine völlig neue Situation versetzen.

00:07:33: Solch eine Kehrtwende wäre zudem

00:07:34: teuer.".

00:07:35: Sollte im besten Fall ein Block nur abgeschaltet, also noch keinerlei Rückbau erfolgt sein müsste nach fast zwei Jahren Stillstand zunächst eine äußerst kostspielige und arbeitsintensive Befundung nach einem aufwendigen Genehmigungsverfahren stattfinden," erklärt der Scherer.

00:07:50: Dieses Verfahren selbst müsste jedoch noch entwickelt werden.

00:07:54: Eine Vielzahl von Hürden.

00:07:56: Insgesamt sieht der Kernphysiker im Fall eine Reaktivierung der deutschen KKW Schwierigkeiten in mehreren Bereichen.

00:08:02: Das umfasst die politische, verwaltungstechnische personelle und technologische Ebene sowie die Ebenen Sicherheit, Brennstoffbeschaffung und Endlagerung radioktiven

00:08:11: Materials.".

00:08:13: Es ist mit umfassenden technisch-technologischen Herausforderungen bei der Wiederentbetriebnahme von KKB Blöcken zu rechnen.

00:08:20: Schilder des Scherer Und weiter, selbst wenn keinerlei Rückbau von Anlagenkomponenten erfolgt sein sollte sind wesentlich höhere Aufwände an Arbeitsleistung und Kosten erforderlich als bei turnusmäßigen Tätigkeiten im Dauerbetrieb wie Umladungen von Kernbrennstoff nach Abschluss einer Reaktorkampagne oder während einer üblichen Großinstandhaltung.

00:08:41: Allein schon die Beschaffung von neuem, geeignet aufbereiteten Kernbrennstoff ist höchstwahrscheinlich selbst nach politischer Willensbekundung und behördlich genehmigten Verfahren zur Reaktivierung einer KKW-Anlage ein langwieriger Prozess.

00:08:55: Für solch einen Prozess bei der Wiederentbetriebnahme von KKV Blöcken nach mehrjährigem Stillstand gebe es keiner Erfahrung.

00:09:02: Ebenso konnten sich laut Schierer große Teile der Bevölkerung gegen eine mögliche Regierungsentscheidung eines Atomans aussprechen.

00:09:09: Die Folge könnten neue Protestaktionen wie zu Zeiten der Anti-Atombewegung sein.

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