Irankrieg treibt Öl- und Chemiepreise hoch – Auswirkungen auf Weltmärkte | Nr. 9021
Shownotes
Der Krieg rund um den Iran sorgt für massive Störungen im globalen Energiehandel. Ölpreise steigen, wichtige Rohstoffe für die Chemieindustrie werden knapp. Besonders China, das stark von Energie- und Methanolimporten aus der Region abhängig ist, spürt die wirtschaftlichen Folgen entlang seiner gesamten Industrie- und Produktionsketten.
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00:00:00: Willkommen zum Epoch Times Podcast mit dem Thema Chinas Industrieunterdruck.
00:00:04: Iran-Krieg treibt Öl und Chemiepreise hoch, Auswirkungen auf Weltmärkte.
00:00:10: Einerzeitlich von Alex Wu vom sechzehnten März, am Mikrofon Alexander Sieber.
00:00:16: Der Krieg rund um den Iran sorgte massive Störungen im globalen Energiehandel.
00:00:21: Ölpreise steigen!
00:00:22: Wichtige Rohstoffe für die Chemieindustrie werden knapp.
00:00:25: Besonders China, das stark von Energie- und Methanolimporten aus der Region abhängig ist, spürt die wirtschaftlichen Folgen entlang seiner gesamten Industrie- und Produktionsketten.
00:00:35: Der anhaltende Krieg rund um den Iran sorgt zunehmend für Turbulenzen auf den globalen Energie-und Rohstoffmärkten.
00:00:42: Besonders stark betroffen ist China dessen Industrie stark von Öl- und Chemieimporten aus dem Nahen Osten abhängigt.
00:00:48: Angriffe auf Schiffe und Energieinfrastruktur in der Region haben den wichtigen Transportweg durch die Straße von Hormos massiv gestört, und treiben die Preise für Öl sowie chemische Rohstoffe in die Höhe.
00:01:00: Straße von Homoes als kritischer Engpass Vor Ausbruch des Konflikts am achtundzwanzigsten Februar passierten täglich etwa zwanzig Millionen Barrel-Rohöl die Straße vom Homo es rund ein fünftel des weltweiten Ölverbrauchs.
00:01:13: Seit Beginn der Kampfhandlungen kommt es dort jedoch immer wieder zu Angriffen auf Handelsschiffe.
00:01:17: Der Schiffsurkehr ist stark eingeschränkt, wodurch einer der wichtigsten Energietransportwege der Welt zeitweise nahezu zum Stillstand gekommen ist.
00:01:25: Für China stellt dieser erhebliches Risiko dar – das Land deckt etwa seventy-two Prozent seines Ölverbrauchs durch Importe und rund forty-fourzig Prozent diese Lieferungen stammen aus dem Nahen Osten.
00:01:36: Ein Großteil davon wird über die Straße von Homos transportiert.
00:01:39: Die Störungen treffen daher direkt die chinesische Energieversorgung und Industrieproduktion.
00:01:44: Ölpreise steigen trotz Freigabe strategische Reserven.
00:01:48: Die Ölpreise haben in den vergangenen Wochen stark geschwankt.
00:01:51: Brandro-Öl stieg im späten Handel am fünften März zeitweise auf über US dollar pro barrel.
00:01:58: Zuvor hatten die Preise in der ersten Phase der Krise einen Höchststand von fast Hundertzwanzig Dollar erreicht, bevor sie kurzzeitig wieder auf die Werte um Achtzig Dollar zurückfühlen.
00:02:06: In den folgenden Tagen setzte jedoch erneut ein deutlicher Anstieg ein.
00:02:10: Bemerkenswert ist, dass dieser Preisanstieg trotz der historischen Maßnahme der Internationalen Energieagentur erfolgte.
00:02:16: Die Organisation kündigt am Elftmärz an gemeinsam mit ihren Mitgliedstaaten insgesamt vierhundert Millionen Barrel Öl aus strategischen Reserven freizugeben um die Märkte zu stabilisieren.
00:02:26: allein die Vereinigten Staaten wollen davon hundersiebzig Millionen Barrels bereitstellen.
00:02:31: Analysten zufolge reicht diese Maßnahme jedoch möglicherweise nicht aus, um Lieferausfälle aus der Golfregion vollständig auszugleichen.
00:02:38: Auch Transportkapazitäten, Versicherungs- und Sicherheitskosten in Krisenregionen sind stark gestiegen – das erschwert es, zusätzliche Mengen effektiv in den Markt zu bringen.
00:02:48: Entscheidend bleibt die Sicherheit der Öltransporte durch die Straße von Hormus.
00:02:51: Solange dort keine Entspannung eintritt, bleibt das Risiko weiterer Preissprünge hoch.
00:02:57: Militärische Eskalation verschärft die Lage.
00:03:00: Die gegenseitigen Angriffe im Nahen Osten gehen unterdessen weiter.
00:03:17: Kurz nach diesen Angriffen trafen iranische Drohnen ein wichtiges Ölterminal in Futschairach, in den Vereinigten Arabischen Emiraten.
00:03:24: Obwohl der Betrieb dort inzwischen wieder aufgenommen wurde blieb unklar ob die Anlagen vollständig normal arbeiten.
00:03:30: Futscheirach gilt als wichtiger Umschlagpunkt für Rohöl außerhalb der Straße von Hormuz und transportiert täglich etwa eine Million Barrel des Morbanro-Öls der Emirate.
00:03:41: Iranische Vertreter warnen zudem, dass mögliche Angriffe auf die eigene Energieinfrastruktur Vergeltungsschläge gegen Energieanlagen in der gesamten Region auslösen könnten.
00:03:50: Gleichzeitig prüfen die USA Berichten zufolge Optionen um Öltanker künftig militärisch durch die Straße von HOMOS zu esquartieren.
00:03:59: China spürt steigende Energiepreise.
00:04:01: Die Auswirkungen der Krise sind in China bereits deutlich spürbar.
00:04:05: Die staatliche Entwicklungs- und Reformkommission erhöhte am zehnten März die Inlandspreise für Treibstoff deutlich.
00:04:11: Der Preis für Benzin stieg um Sächsundundfünfundneinzig Jahren, achtundachzig Euro pro Tonne.
00:04:16: Diesel verteuerte sich um sechshundertsechzig Jahren fünfundachtzig Euro.
00:04:20: In mehreren Regionen bildeten sich daraufhin lange Warteschlangen an Tankstellen, da Verbraucher weitere Preisteigerungen erwarteten.
00:04:27: Chemieindustrie Gerät unter Druck.
00:04:29: Neben Öl ist der Iran auch ein bedeutender Lieferant chemischer Rohstoffe für Asien, insbesondere Methanol.
00:04:36: Rund thirty-fünf Prozent des weltweiten Methanohlandels über See verlaufen über die Straße von Homoes.
00:04:41: Die aktuellen Störungen haben deshalb in diesem Bereich spürbare Auswirkungen.
00:04:45: China verfügt zwar eine große eigene Methanollproduktion, muss aber weiterhin etwa zwölf bis fünfzehn Prozent seines Bedarfs importieren – rund sechszig Prozent dieser Emportmenge stammen aus dem Iran.
00:04:57: Seit Beginn des Konflikts sind die Methanolpreise in China deutlich gestiegen und kletten Mitte März auf etwa zwei Tausend Achthundert Elf-Üren, dreihundert fünfzebundfünfzig Euro pro Tonne ein Anstieg von mehr als fünfundzwanzig Prozent innerhalb eines Monats.
00:05:10: Auch andere petrochemische Rohstoffe verzeichnen starke Preissprünge.
00:05:14: Rohöl legte auf dem chinesischen Terminmarkt um mehr als achtzehn Prozent zu während Vorprodukte für Kunststoffe und Polyester ebenfalls zweistellige Preissteigerungen verzeichneten.
00:05:26: Kunststoffpreise steigen stark.
00:05:28: Besonders deutlich zeigen sich die Folgen im Kunststoffsektor, im großen Kunststoffhandelszentrum Chiang Mu Tau in der südchinesischen Provinz Guangdong kam es nach Beginn des Konflikts zeitweise zu Hamsterkäufen.
00:05:40: Lagerhäuser arbeiteten auf Hochtouren und zahlreiche Lkw warteten darauf Rohstoffe zu verladen.
00:05:46: Die Preise für wichtige Kunststoffarten stiegen innerhalb kurzer Zeit drastisch.
00:05:50: ABS-Kunststoff verteuerte sich von etwa.
00:06:04: Die Materialien werden in einer Vielzahl von Produkten verwendet, darunter Smartphone und Laptopgehäuse, Haushaltsgeräte, Fahrzeugteile, Verpackungen sowie Lebensmittelbehälter.
00:06:23: Druck entlang der gesamten Lieferkette.
00:06:25: Unternehmen berichten, dass die steigenden Rohstoffkosten zunehmend entlang dieser Lieferkette weitergegeben werden.
00:06:31: Während Chemieproduzenten von höheren Preisen profitieren können geraten viele mittelständische Verarbeitungsbetriebe unter Druck da ihre Gewinnmarschen schrumpfen.
00:06:40: Einige Unternehmen zögern inzwischen sogar neue Rohstoffe einzukaufen, da die Preise teilweise täglich schwanken.
00:06:46: Sollte sich diese Entwicklung fortsetzen, könnten die steigenden Kosten schließlich auch bei Endprodukten wie Haushaltsgeräten, Autos oder Elektronik spürbar werden.
00:06:56: Unsichere Perspektive.
00:06:58: Beobachter gehen davon aus dass sich die Lage auf den Märkten erst dann nachhaltig beruhigen kann wenn der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus wieder sicher und ohne größere Unterbrechungen möglich ist.
00:07:08: Solange der Konflikt anhält und die Region militärisch angespannt bleibt dürfte das Risiko weiterer Preissteigerungen bestehen bleiben.
00:07:15: Der Iran-Krieg hat damit nicht nur geopolitische Folgen, sondern wirkt sich zunehmend auf Energiepreise, Industrieproduktion und möglicherweise auch auf Verbraucherpreise weltweit aus.
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