Ursula von der Leyen: Europas Kernkraft-Ausstieg war „strategischer Fehler“ | Nr. 8979

Shownotes

Die Europäische Union richtet ihre Energiepolitik neu aus und setzt wieder stärker auf Kernkraft. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bezeichnete den Atomausstieg in Ländern wie Deutschland als „strategischen Fehler“ und kündigte beim internationalen Atomgipfel bei Paris finanzielle Unterstützung für neue Atomtechnologien an.

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00:00:00: Willkommen zum EpochThumps Podcast mit dem Thema Selbstkritik in Paris.

00:00:04: Osula von der Leyen, Europas Kernkraftausstieg war strategischer Fehler.

00:00:09: Einer Titel von Reinhard Werner vom zehnten März, am Mikrofon Alexander Sieber.

00:00:15: Die Europäische Union richtet ihre Energiepolitik neu aus und setzt wieder stärker auf Kernkraft.

00:00:20: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bezeichnete den Atomausstieg in Ländern wie Deutschland als strategischen Fehler, kündigte beim internationalen Atomgipfel in Paris finanzielle Unterstützung für neue Atomtechnologien an.

00:00:35: In der Europäischen Union deutet sich eine Kehrtwende im Umgang mit Kerneligieren.

00:00:39: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat auf dem sogenannten Atomgipfel in Frankreich die langjährige europäische Politik hinter einem Ausstieg aus der Kernkraft als strategischen Fehler bezeichnet.

00:00:50: An dem internationalen Gipfel im Pariser vor Ort Bolognae Billancourt nahmen Vertreter von etwa vierzig Staaten und Organisationenteil, eingeladen hatte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron – auch nicht europäischer Länder wie Rwanda oder Marokko waren vertreten!

00:01:04: Deutschland war nicht dabei.

00:01:06: Dort hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel CDU im Jahr zwanzig elf wenige Monate nach einem ursprünglichen Beschluss zur Laufzeitverlängerung unter dem Eindruck der Ereignisse in Fukushima den endgültigen Ausstieg verkündet.

00:01:18: von der Leyen hat die Entscheidung damals als Bundesarbeitsministerin im Kabinett mitgetragen.

00:01:24: EU soll an weltweitere Renaissance der Kernkraft teilhaben.

00:01:27: Am Dienstag, hinter März sprach sie hingegen von einer weltweiten Renaissance der Kernenergie.

00:01:32: Europa wolle an dieser Renaissance teilhaben – im Namen der EU-Kommission kündigte von der Leyen an, man werde zweihundert Millionen Euro an Risikogarantien für private Investoren bereitstellen.

00:01:43: Diese sollen die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit in Bereich der innovativen Atomtechnologien flankieren.

00:01:49: So soll Europa ein globales Zentrum der Kern-Energie der nächsten Generation

00:01:53: werden.".

00:01:54: Ein Schwerpunkt soll dabei der Förderung von Zukunftstechnologien wie den sogenannten kleinen modularen Reaktoren, SMRs gelten.

00:02:02: In der EU sollen diese bis Anfang der zwanzig dreißiger Jahre einsatzbereit sein.

00:02:06: SMR sind in Europa bis heute nicht im kommerziellen Bereich da viele Designs außerdem in frühen Entwicklungsphasen stecken und ein Regelberg für Genehmigungen fehlt.

00:02:16: Allerdings gibt es in mehreren Ländern bereits konkrete Planungen, Machbarkeitsstudien- und Pilotprojekte.

00:02:22: Als konkrete Standorte stehen bereits Lodz-Lawek in Polen mit Baubeginn, und Walfa in Wales ab Mitte der zwanzig dreißiger Jahre fest.

00:02:31: In der EU möchte man SMRs mit einer Kapazität von rund fünfzehn Gigawatts bis zweizigfünfzig zur Verfügung haben – sie sollen flexibler und vielseitiger als KKW's alter Schule werden!

00:02:42: Macron betont strikte Gleichbehandlung mit anderen CO² armen Energieträgern.

00:02:47: Gastgeber Macron selbst hatte zu Beginn des Gipfels bessere Finanzierungsbedingungen für Kernkraftprojekte gefordert.

00:02:53: Er plädierte für technologische Neutralität mit Blick auf die Energieversorgung, so sollen Kernkraft unter neuerbare Energien bei Fördermaßnahmen vollständig gleichgestellt werden.

00:03:02: Man braucht es oder Präsident zitat einen Markt für den freien Verkehr von kohlenstofffreien Elektronen – Es müsse dabei egal sein ob dieser mit Offshore-Winterngie in Belgien, mit Solarenergie in Griechenland oder mit Atomenergie in Frankreich erzeugt werde!

00:03:16: Frankreich führt eine Kernkraftallianz in der EU an.

00:03:19: Dort sieht man ein Erreichen der Klimaziele, der Staatengemeinschaft und einen massiven Ausborder-Kernkraft als ilusorisch an.

00:03:27: Kernkraft effizient – Vorlaufzeit aber lange und kostenhoch.

00:03:32: Weitere Staaten wie Schweden, Belgien und die Niederlande haben im Laufe der vergangenen Jahre eine deutliche Wende zurück zu dieser Technologie vollzogen.

00:03:39: In den Ländern der Pro-Kernkraftallianz sind bereits konkrete Reaktoren geplant oder im Bau.

00:03:45: Frankreich planten Bau von sechs neuen Atomreaktoren, weitere acht befinden sich im Diskussionsprozess.

00:03:51: Die EU sieht die Kernenergie mittlerweile als Teil ihrer Klimastrategie bis zu zweizigfünfzig.

00:03:56: Die Technologie soll neben erneuerbaren Energien eine stabile CO-Zweiarme Stromversorgung für Industrie und Haushalte sichern – allerdings ist der Bautäuer und verlangt eine lange Vorlaufzeit!

00:04:07: So ging der Reaktor im Kernkraftwerk Flammenville in der französischen Normandie, zwanzig-vierundzwanzig mit zwölf Jahren Verspätung ans Netz und kostete rund dreihundzwundzig Komma sieben Milliarden Euro.

00:04:22: Auch der Deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz CDU hatte jüngst den Ausstieg als schweren strategischen Fehler bezeichnet.

00:04:28: allerdings gilt eine Rückkehr hierzulande derzeit als wenig wahrscheinlich.

00:04:33: Auch Bundesumweltminister Karsten Schneider, SPD hat dieser am Dienstag neuerlich eine Absage erteilt.

00:04:38: Von der Kernkraft bleibt Zitat nur strahlender Müll, erklärte Schneider im RBB und wiederholte damit das mehrere Jahrzehnte alte Narrativ von Kernkraftgegnern.

00:04:48: Tatsächlich widmen sich Energieunternehmen auch der Thematik des Atommülls – sie planen SMR's die radioaktive Abfälle aus konventionellen Atomweilern verwerten können.

00:04:57: Die Technologien sind bereits fortgeschritten aber bisher nicht

00:05:00: marktreif.".

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