3,2 Milliarden Euro in 100 Stunden: Der Irankrieg in Zahlen | Nr. 8963

Shownotes

Schon in den ersten 100 Stunden des Kriegs gegen Iran summieren sich die Kosten der amerikanischen Angriffe auf rund 3,7 Milliarden Dollar. Eine Analyse zeigt, wie teuer der moderne Hochtechnologiekrieg ist.

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00:00:00: Willkommen zum EpochThams Podcast mit dem Thema Ukraine hilft jetzt den USA.

00:00:05: Drei Komma zwei Milliarden Euro in hundert Stunden.

00:00:08: der Iran Krieg in Zahlen, ein Artikel von Patrick Langendorf vom achtem März.

00:00:12: zwanzig sechsundzwanzig am Mikrofon Alexander Sieber.

00:00:16: schon in den ersten Hundert Stunden des Krieges gegen Iran somieren sich die Kosten der amerikanischen Angriffe auf rund drei Kommas sieben Milliarden Dollar.

00:00:24: eine Analyse zeigt wie teuer der moderne Hochtechnologiekrieg ist.

00:00:29: Kriege werden auf dem Schlachtfeld geführt, aber aus dem Staatshaushalt bezahlt.

00:00:33: Im Fall der amerikanischen und israelischen Angriffe gegen den Iran zeigt sich schon nach wenigen Tagen wie schnell moderne Hochtechnologie-Kriege Milliarden verschlingen.

00:00:43: Bereits nach den ersten hundert Stunden des Einsatzes summieren sich die Kosten nach einer Analyse des Center for Strategic and International Studies CSIS – eine parteiunabhängige Denkfabrik in Washington DC mit Fokus auf Außenpolitik der Vereinigten Staaten auf rund drei Komma sieben Milliarden Dollar.

00:01:00: Das entspräche etwa achthundertneunzig Koma vier Millionen US-Dollar pro Tag.

00:01:05: Die Zahlen der Verteidigungsanalysten beruhen auf öffentlich zugänglichen Daten des US-Verteidigungministeriums, das Pentagon gibt allerdings bislang nur begrenzte Einblicke in die Details der laufenden Operationen.

00:01:16: Das Verteiligungsministerium habe nur wenige Details zu den laufendten Operationen veröffentlicht heißt es in der Analyse.

00:01:22: Tägliche Lageberichte nannten zwar eingesetzte Kräfte und die ungefähre Zahl der getroffenen Ziele Zitat liefern aber nur wenige Details, dennoch ließe sich so die Analysten die Größenordnung der Kosten zumindest grob abschätzen.

00:01:36: Auf Grundlage der eingesetzten Verbände – der verbrauchten Munition und bekannter Betriebskosten.

00:01:41: militärische Systeme hat das CSAES die finanziellen Dimensionen des Krieges berechnet.

00:01:46: Die verfügbaren Angaben erlaubten es, die Ausgaben in mehrere Kategorien zu gliedern etwa Betrieb- und Unterstützung, Munitionsverbrauch und Abnutzung.

00:01:56: Milliarden in den ersten Tagen.

00:01:58: Bei den Betriebs- und Instandhaltungskosten stützten sich die Analysten auf die Schätzungen des Congressional Budget Office, CBO – jede Einheit der US-AME.

00:02:06: Diese Schätzung erhöhten die Analysten um zehn Prozent, um die Kosten eines höheren Einsatztempos zu berücksichtigen.

00:02:13: Nach Angaben des CSIS verteilten sich diese Kosten in den ersten Stunden des Kriegs gegen den Iran wie folgt.

00:02:19: Operationen und Unterstützung etwa Rundetsechsundneinzig Millionen Dollar.

00:02:23: Ersatz für eingesetzte Munition rund drei Komma.

00:02:25: ein Milliarden Dollar.

00:02:27: Verluste und Schäden, etwa USD.

00:02:31: eine erhebliche Teil dieser Kosten seien nicht im Verteidigungshaushalt eingeplant und müsste später zusätzlich finanziert werden.

00:02:39: Luftkrieg größter Kostenfaktor Der größte Anteil der laufenden Kosten entfällt auf Luftstreitkräfte.

00:02:45: Mehr als zweihundert US-Kampfflugzeuge sind im Iran im Einsatz, das teilte der Kommandeur des US-Zentralkommandos Admiral Cooper in einem Update am dritten März mit, dass man unter anderem auf der Plattform X abrufen kann.

00:02:57: Diese Zahlen deckten sich mit den Schätzungen des CSIS, schreiben die Analysten.

00:03:01: Sie sprechen von fünfzig Tarnkappenflugzeugen F-Fünfunddreißig und F-Zweiundzwanzig, Hundertzehn nicht tarnkAPPEN-fähigen Flugzeugen, F-fünften F-sechzehn und A-zehn.

00:03:10: Und achtzig Träger gestützten Kampfflugzeuge F-Aachzehn E-Ev und f-fünfund dreißig C. Die Kosten der Luftoperation gibt das CSIS für die ersten hundert Stunden mit hundertfünf und zwanzig Millionen US Dollar an.

00:03:24: Diese Kosten erhöht sich etwa um Dreißig Millionen Dollar pro Tag.

00:03:28: Auch die Marine ist im Moment stark in der Golfregion im Einsatz.

00:03:31: Zwei Flugzeugträger, zahlreiche Zerstörer und weitere Schiffe operieren im Moment im persischen Golf- und dem östlichen Mittelmeer.

00:03:37: In den ersten Tagen kostete der Einsatz – also die Schätzungen des CSIS – knapp Achtzig Millionen Dollar pro Tag.

00:03:44: Bodentropen spielen im Krieg im Moment eine deutlich kleinere Rolle.

00:03:47: Ihre Kosten werden in den ersten Hundert Stunden auf sieben Millionen Dollar geschätzt.

00:03:52: Milliarden für Präzisionswaffen und Abwehr.

00:03:55: Der größte Ausgabenposten entstand durch die eingesetzte Munition.

00:03:59: So wurden in den ersten Tagen mehr als zweitausend Präzisionswaffen wie Marschflugkörper, gelenkte Bomben und Anti-Radaraketen eingesetzt.

00:04:07: Nach CSIS Schätzungen dürfte der Einsatz dieser Waffen alleine drei Komma ein Milliarden Dollar gekostet haben.

00:04:13: Ein Beispiel verdeutlicht die finanziellen Dimensionen moderner Luftkriegsführung.

00:04:17: Ein Tomahawk Marschflugkörper kostet etwa drei Komma sechs Millionen Dollar, während eine präzisionsgelenkte JDAM Bombe mit rund achtzigtausend Dollar vergleichsweise günstig ist.

00:04:28: Zu Beginn der Operation kamen vor allem teure Langstreckenwaffen zum Einsatz um iranische Luftabwehrstellungen und Kommando-Einrichtungen auszuschalten.

00:04:36: Erst nachdem diese Systeme geschwecht oder zerstört sind und Flugzeuge sich ihren Zielen stärker annähen können dürften vermehrt kostengünstigere Präzissionsbomben verwendet werden.

00:04:47: Asymetrie moderner Kriegsführung.

00:04:49: Nicht nur die Angriffe selbst treiben die Kosten in die Höhe, nach amerikanischen Angaben reagierte der Iran bis zum vierten März mit rund fünfhundert ballistischen Raketen und etwa zweitausend Drohnen.

00:04:59: auch ihre Abwehr erweist sich als teuer.

00:05:01: Allein der Einsatz der Flugabwehrraketen dürfte, so die Analysten, Kosten zwischen US dollar verursacht haben.

00:05:09: In der CSIS-Analyse haben die Experten einen Mittelwert genommen und gehen daher von Kosten von etwa US dollar aus.

00:05:17: Darin zeige sich eine typische Asymetrie moderner Kriegsführung.

00:05:20: Vergleichsweise günstige Drohnen oder Raketen können Verteidigungssysteme dazu zwingen teure Abfangraketen einzusetzen.

00:05:27: Die Analyse spricht weiter von materiellen Verlusten der US-Armee.

00:05:31: Drei F-Fünfzehn Kampfjets sollen abgeschossen worden sein.

00:05:34: Die Beschaffung von Ersatz würde, so die Analysten rund dreihundertneun Millionen Dollar kosten.

00:05:39: Zudem wurden durch iranische Angriffe Hafen und Militäranlagen in Kuwait sowie Einrichtungen in Katar beschädigt.

00:05:46: Die Analystens veranschlagen hier etwa fünfzig Millionen Dollar für Reparaturen.

00:05:50: Die bisherigen Zahlen betreffen nur die ersten Tage, die wahrscheinlich intensivste Phase des Luftkriegs.

00:05:55: Mit der Zeit könnten die täglichen Kosten sinken – etwa wenn weniger Ziele angegriffen werden oder günstiger Remunition eingesetzt wird.

00:06:04: Ukraine hilft jetzt den USA.

00:06:06: Die Ukraine möchte die USA bei der Abwehr iranische Drohnen unterstützen.

00:06:10: Der ukrainische Präsident wollerte mir Zelensky teil dem Donnerstag auf Exmit, dass sein Land eine entsprechende Anfrage aus den USA erhalten habe.

00:06:18: Zelenski habe der hede Entzendung von Spezialisten und Ausrüstungen angeordnet um beim Schutz von Schachheit-Drohnen zu helfen.

00:06:25: Abfang drohnen ukrainischer Bauart sollen für Entlastung sorgen.

00:06:28: Die Ukraine hat im Abwehrkampf gegen Russland umfangreiche Erfahrungen mit den iranischen Kamikaze-Dronen gesammelt.

00:06:34: Nach Einschätzung der CSIS beginnt nun ein Wettlauf gegen die Zeit.

00:06:38: Zitat Die zukünftigen Kosten werden jedoch maßgeblich von der Intensität der Operationen und der Wirksamkeit iranische Vergeltungsmaßnahmen abhängen, heißt es in der Analyse.

00:06:48: Zugleich verweist das Institut darauf dass sowohl Präsident Donald Trump als auch Verteidigungsminister Pete Hexeth am sechsten Tag der Angriffe angedeutet hätten – Der Konflikt könne noch Wochen andauern.

00:06:58: Am vergangenen Freitag hatte die Pressesprecherin des Weißen Hauses Caroline Levitt gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters erklärt, Washington geht davon aus dass die US-Ziele in vier bis sechs Wochen erreicht sein werden.

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