Trump und Macron sprechen mit Kurden – gehen iranische Kurden zum Aufstand über? | Nr. 8950

Shownotes

Trump spricht mit Kurden im Irak. Es geht um ihre Landsleute im benachbarten Iran. Sollen sie zu Trumps ersten Bodentruppen werden? Macron scheint querzuschießen und will eine „friedliche Lösung“. Der Krieg droht, weitere Nachbarstaaten in den Konflikt hineinzuziehen.

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00:00:00: Willkommen zum EpochTams Podcast mit dem Thema Keine Bodentruppen ausgeschlossen.

00:00:04: Trump und Macron sprechen mit Kurden.

00:00:07: Gehen iranische Kurden zum Aufstand über?

00:00:10: Eine Analyse von Tom Guller vom vierten März, zwanzig sechsundzwanzig am Mikrofon Alexander Sieber.

00:00:16: Trump spricht mit Kurlden im Irak.

00:00:18: Es geht um ihre Landsleute in benachbarten Iran.

00:00:21: Sollen sie zu Trumps ersten Bodentuppen werden?

00:00:24: Macron scheint quer zu schießen Und will eine friedliche Lösung.

00:00:27: Der Krieg droht weitere Nachbarstaaten In den Konflikt hineinzuziehen.

00:00:32: Der amerikanische Präsident Donald Trump hat am Montag, zweiter März in einem Interview mit der New York Post erklärt, dass er den Einsatz von US-Bodentruppen im Iran nicht ausschließe.

00:00:41: Wörtlich sagte er – Ich habe keine Berührungsängste was Bodentruppe angeht.

00:00:46: Jeder Präsident sagt immer es wird keine Bodentuppen geben.

00:00:49: ich sage das nicht.

00:00:50: Ich sage wahrscheinlich brauchen wir sie nicht oder höchstens wenn es nötig

00:00:54: ist.".

00:00:57: Trump spricht mit Kurdenführern im Irak.

00:00:59: Der Einsatz von Bodentruppen ist immer heikel, da er aufgrund der zu befürchteten Verluste in der amerikanischen Bevölkerung unpopulier geworden ist.

00:01:07: Deshalb sucht das weiße Haus derzeit offenbar nach alternativen bzw.

00:01:11: nach Verbündeten in den Regionen die bereit sind in den Krieg gegen das Muller-Regime in Teheran einzutreten.

00:01:17: Wie Epoch Times am Dienstag dritter März aus kurdischen Kreisen im Norden des Iraker Fuhr, habe es ein Telefonat zwischen den beiden Kurdenführern Massoud Barzani dem Vorsitzenden der KDP-Partei sowie Bafel Talabani und dem amerikanischen Präsidenten gegeben.

00:01:32: Dieses Gespräch wurde inzwischen in Lokalmedien – auch auf der Website des PUK-Pateivührers – Talabanni bestätigt.

00:01:39: In der PUK Pressemitteilung heißt das Zitat «währendes Gesprächs erläutete Präsident Trump die Ziele der Vereinigten Staaten in diesem Krieg».

00:01:47: Zitat Ende.

00:01:48: Dadurch seit dem Kurdenführer Talabani ein klareres Verständnis der Absichten der USA vermittelt worden, auch sei die gemeinsame Unterstützung für die Stärkung einer robusten Partnerschaft zwischen den USA und dem Irak besprochen worden.

00:02:04: Wie Epoch Times aus dem Umfeld beider Kurdenführer einhelliger fuhr, haben die von zahlreichen Kriegen traumatisierten irakischen Kurden kein Interesse an einer direkten Beteiligung an den wehrzeitigen Kampfhandlungen im Iran.

00:02:15: Dazu seien ihre Truppen Peshmerga genannt das heißt auf Deutsch Die, die dem Tod ins Auge sehen zu schwach aufgestellt.

00:02:23: dem Peschmerger-Ministerium in Erbil unterstehen derzeit rund siebzig Tausend Streitkräfte, darunter Angehörige die weit über siebzehnte Jahre alt sind.

00:02:31: Auch hat die irakische Zentralregierung in Bagdad bisher erfolgreich verhindert dass die Perchmerga mit moderner Militärtechnik ausgerüstet wurden.

00:02:39: Durch eigenen Augenschein konnte Epoch Times erfahren das die Peschmager beispielsweise über deutsche Hauptbitzen aus dem Jahr nineteen achtunddreißig sowie über einige russische Panzer aus den neunzehn siebziger Jahren verfügen.

00:02:50: Ihre modernsten Waffen sind Milanraketenwerfer und einige hundert Milanraketen, die Deutschland ab den Kampf gegen den IS an die Peschmerger geliefert hatte.

00:03:00: Milan Raketen eignen sich in erster Linie für Infanterie-Einheiten zur Abwehr von gegnerischen Panzern.

00:03:06: Die Pechmerger wurden teilweise von der Bundeswehr ausgebildet und erhielten zudem das ausgemusterte Bundeswehrgewehr G-III, und das derzeitige Standardsturmgewehr g.XVII.

00:03:16: Allerdings selbst wenn die irakischen Kurdenführer in Erbil und Sulaimania bereit wären für den USA einen Krieg einzutreten, wären sie den iranischen Streitkräften nicht gewachsen.

00:03:27: Konterkariert Macron Trump?

00:03:30: Doch Interesse an Kontakt zu den irakischen Korden wurde nicht nur bei Trump geweckt.

00:03:34: Auch der französische Staatschef Emmanuel Macron suchte das Gespräch, wie der örtliche TV-Sender Rudav auf seiner Website berichtet.

00:03:42: Macron telefoniert demnach mit dem Präsidenten der irakisch-kordischen Autonomieregierung Nechirvan Barzani.

00:03:48: Dies hat mittlerweile auch das kurdische Präsidialamt bestätigt.

00:03:52: Macron Barzani seien sich demnach über Zitat die Bedeutung der Wahrung von Frieden und Stabilität einiggewiesen, in der Erklärung des Präsidianamtes heißt es weiter dass Macron-Barzani Zitat Die Bedeitung verstärkter internationaler Bemühungen zur Deeskalation der Lage und zur Lösung der Probleme auf friedlichem und diplomatischem Wege hervorgehoben haben.

00:04:12: Das klingt nicht danach, dass Macron bei den irakischen Kurden um militärischem Beistand nachgefragt habe.

00:04:17: Eher im Gegenteil!

00:04:19: Wer sind die Kurden im Nordirak?

00:04:22: Im Nordirack wurde mithilfe der USA im Jahr nineteen-einundneunzig eine autonome Region Kurdistan eingerichtet mit der Hauptstadt Erbil im Norden und dem Subzentrum Sulaymaniyah im Süden.

00:04:33: Seit Zweitausendfünf ist die Autonomieregion außerdem in der Irakischen Verfassung offiziell verankert.

00:04:38: Die Korden in der Autonomieregion werden durch ein gewähltes Parlament, einen Präsidenten und einem Ministerpräsidenten weitgehend selbstständig von Bagdad regiert.

00:04:47: Es gibt zwei politische Hauptparteien – die Patriotische Union Korridistan POK im Süden und die demokratische Parteikorridistan KDP im Norden.

00:04:57: Die PUK ist der faktische Herrscher über die Provinzen Sulaymani und Halabcha, während die KDP Erbil-und Duhok kontrolliert.

00:05:04: Alle vier Provincen grenzen an den Iran mit Ausnahme von Duhog – der einzigen Provinz des Irak, die eine Türkei grenzt.

00:05:11: Die PUKA hatte bislang gute Beziehungen zum Iran unterhalten, die KPD eher zur Türkeil.

00:05:17: Laut interner irakischer Vereinbarung stellt seit Jahrzehntausend fünf stets ein Kord den Präsidenten für den gesamten Irak.

00:05:23: Derzeit ist dies der POK-Politiker Abdul Rashid.

00:05:27: Im Kampf gegen den IS spielten die Korden eine Schlüsselrolle für die Verteidigung des Irak und konnten die zentralirakischen Truppen zwischen zwanzig vierzehn und zwanzich siebzehn im Norden entlasten.

00:05:37: Das heißt, die irakischen Korden verfügen mit ihrer Pechmerga über kampferfahrene Soldaten.

00:05:43: Wer sind die iranischen Kurden?

00:05:45: Entlang des irakischen Kordengebietes leben auf iranischer Seite ebenfalls etwa zehn Millionen Korden, die fast ein Zehnt der iranischen Bevölkerung stellen.

00:05:54: Ihr Zentrum ist die Stadt Mahabad aus der auch nun im Irak regierende Baratsani-Familie stammt.

00:06:00: Die iranische Korden sind teils sekulär eingestellt, teils zunitisch islamischen Glaubens und stehen alleine schon wegen dieser Weltanschauungen diametral zur schiitischen Führung in Teheran.

00:06:10: Auch die iranischen Korden streben seit Jahrzehnten nach Autonomie bzw.

00:06:14: nach Unabhängigkeit, diese wurde ihnen weder vom Schaar noch von den schiitischen Geistlichen in Teheran gewährt.

00:06:20: Dennoch kam es in der Vergangenheit häufig zu lokalen Unruhen im iranischem Kordengebiet und das bildeten sich seit den fünftiger Jahren mehrere Parteien, die bis heute überwiegend eine kommunistische Ideologie vertreten.

00:06:32: Um Repressionen im Iran zu entgehen, haben mehrere dieser Parteien die immer auch eigene Pechmerger Streitkräfte unterhalten ihre Zentralen in die benachbarte irakische Kurdenregion verlegt nach Sulaymania, Koya und Erbil.

00:06:46: Iran greift Exilkurten im Irak an.

00:06:49: In den vergangenen Tagen griff nun das iranische Militär wenig überraschend auch diese exil-iranischen Kordenzentren im Nordirak an, wohlum zu verhindern – was möglicherweise Trump plant.

00:07:00: Dass die iranischen Koren die gegenwärtige Lage für günstig achten um zum Aufstand gegen Tehran überzugehen.

00:07:06: Wie der lokale TV-Sinn der Korridistin Vierundzwanzig berichtete wurden die exileranischen Kurden der demokratischen Partei der Iranischen Kurde PDKI in Koja mit Drohnen beschossen.

00:07:17: Auch auf einen Vorort von Erbil gab es einen iranischen Angriff.

00:07:20: Dabei sei nach Angaben örtlicher Medien das Hauptquartier der elften Peschmerger Brigade getroffen worden.

00:07:26: Örtliche Gewehrsleute äußerten jedoch gegenüber der Epoch Times, dass der Angriff auf das Peschmärger-Hauptquartiere wahrscheinlich ein Versehen sei, da sich in unmittelbarer Nähe eine Lage von Exiliranischen Kurden befinde und dies wahrscheinlich das eigentliche Ziel gewesen sein.

00:07:40: Laut der BBC wurden bei den Angriffen mindestens ein Zivilist und vier Peschmerker-Kämpfe verletzt, einer von ihnen erlag später seinen Verletzungen.

00:07:48: Was will Trump von den Korden?

00:07:51: Ausgesprechen mit örtlichen Gewehrsmännern sowohl der beiden irakisch-kortischen Parteien PUK und KDP als auch mit Militias aus dem Umfeld des Peschmärgerministeriums in Erbil lassen sich folgende Schlüsse ableiten Die irakischen Kurden werden sich nicht direkt am Kampf gegen oder im Iran beteiligen.

00:08:08: Möglicherweise aber leisten sie grenzübergreifende Unterstützung für die iranische Kurde in Mahabad, außerdem können Sie alleine schon aufgrund familiärer Verbindungen Kontakte zu den iranischen Kurdern herstellen und Nachrichten übermitteln.

00:08:21: Die iranischen Kurden könnten bereit sein, gewissermaßen Trumps erste Bodentruppen im Iran zu stellen.

00:08:27: Ihr letzter großer Aufstand geht auf das Jahr neunundsebzig zurück als das Schar-Regime durch die Mueller-Revolution gestürzt wurde.

00:08:33: Damals glaubten sie, dass die Stunde für ihre Unabhängigkeit sei günstig.

00:08:37: Der von der PDKI geführte Aufstand wurde jedoch vom Muller-Regim bis zweiundachtzig brutal niedergeschlagen – es gab damals mindestens zehntausend Tote und zweihunderttausend Flüchtlinge!

00:08:48: Sollten die iranischen Kurden nun gegen Teheran los schlagen, wird vor allem die PDKI von den USA Sicherheiten erwarten damit eine Wiederholung des Misserfolgs von.

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