100-Dollar-Öl? Iran-Krieg lässt Energiepreise explodieren | Nr. 8939

Shownotes

Die militärische Eskalation rund um den Iran sorgt für Turbulenzen auf den Energiemärkten. Die Ölpreise sind zweistellig angestiegen, auch der Preis für Erdgas hat sich deutlich verteuert. Während OPEC+ eine Ausweitung der Produktion ankündigt, wächst die Sorge vor einer Blockade der Straße von Hormus – mit möglichen Folgen für Inflation und Wirtschaftswachstum in Europa.

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00:00:00: Willkommen zum EpochThumps Podcast mit dem Thema Iran-Krieg trifft Deutschland.

00:00:04: Hundert Dollar Öl?

00:00:06: Iran- Krieg lässt Energiepreise explodieren!

00:00:09: Ein Artikel von Reinhard Werner vom zweiten März, am Mikrofon Alexander Sieber.

00:00:14: Die militärische Eskalation rund um den Iran sorgt für Turbulenzen auf den Energiemärkten – die Ölpreise sind zweistellig angestiegen.

00:00:21: auch der Preis für Erdgas hat sich deutlich verteuert.

00:00:24: Während OPEC Plus eine Ausweitung der Produktion ankündigt, wächst die Sorge bei der Blockade der Straße von Hormuz mit möglichen Folgen für Inflation und Wirtschaftswachstum in Europa.

00:00:35: Der Angriff auf den Iran hat bereits jetzt Auswirkungen auf die Ölpreise.

00:00:39: In der Nacht zum Montag, zweiter März stiegen die Notierungen für Brent-Öl aus der Nordsee und Rohöl aus den USA in den ersten Handelsminuten jeweils um mehr als zehn Prozent.

00:00:48: Zuvor war der Preis für die Sorte Brand am Sonntagabend sogar auf US dollar angestiegen.

00:00:55: Mittlerweile hat sich die Lage etwas entspannt.

00:00:56: Mit knapp unter-achtzig US-Dollar bewegte sich der Brandkurs am Montag nach wie vor deutlich über dem Durchschnittswert des Vormonens.

00:01:04: Das Nordseöl erreichte zwischenzeitlich seinen höchsten Stand seit Juli zwanzig vierundzwanzig, US-Öl seit Juni zwantig fünfundzwundzig.

00:01:12: Krieg im Iran löst Ansturm auf Tankstelle aus.

00:01:15: Der durchschnittliche Preis für einen Liter Benzin kletterte am Sonntag an deutschen Tankstellen auf eins Komma acht drei Fünf Euro.

00:01:22: Am Montagmorgen lag er bei Eins Komma sieben zwei vier Euro.

00:01:25: E-Zien kostete am Montagmorgen €½ nach dem Sonntagshöchststand von €±³.

00:01:32: Diesel gab nach dem Literpreis von € ¼ am Sonntag am stärksten nach und kostete im Montag €¹³, die Bild hatte von einem Run auf eine freie Tankstelle in Augsburg berichtet der am Wochenende aus Angst vor Preisfolgen der Kampfhandlungen im Iran ausgebrochen sei.

00:01:49: Saudi-Arabien, Russland der Irak die Vereinigten Arabischen Emirate Kuwait Kasachtan Algieren und Oman haben als Mitglieder von OPEC Plus eine Ausweitung der Ölproduktion beschlossen.

00:02:00: Wie das Kartell nach einer Online Sitzung am Sonntag mithalte will man die Öl Produktion ab April kontinuierlich steigern.

00:02:07: Konkret war die Rede von einer Steigerung der Tagesproduktion um zweihundertsechstausend Barrel.

00:02:11: damit rücken die öl produzierenden Länder schrittweise von den freiwilligen Beschränkungen auf eins Komma Sechs Fünf Millionen Barrel pro Tag Ab.

00:02:19: Diese hatten die Mitglieder im April zwanzig dreiundzwanzig beschlossen, um einen Preisverfall entgegenzuwirken.

00:02:25: OPEC Plus will kurzfristig für Entlastung sorgen – behält sich aber Rücknahme vor.

00:02:30: In einer gemeinsamen Erklärung der beteiligten Staaten hieß es, man wolle mit der Ausweitung der Produktion einem stabilen globalen Wirtschaftsausblick Rechnungen tragen, zudem sprachen sie von aktuellen gesunden Marktfundamentaldaten wie sie sich in niedrigen Ölbeständen widerspiegeln.

00:02:45: Die OPEC Plus-Mitglieder machten jedoch auch deutlich, dass das Limit von ­µm Barrel pro Tag teilweise oder vollständig wieder in Kraft gesetzt werden könne.

00:02:54: Dies sei abhängig von den sich entwickelnden Marktbedingungen und würde ebenfalls schrittweise von Statten gehen – man behalte sich eine flexible Erweiterung, Pause oder Rücknahme des Beschlusses zur Produktionsausweitung vor!

00:03:06: Dies würde notfalls auch eine Wiedereinführung der Kürzungen vom November zwanzig-drehundzwanzig beinhalten.

00:03:11: Damals hatten sich mehrere Mitglieder darauf geeinigt, die Kürzung der Tagesproduktion freiwillig sogar auf zwei Komma zwei Millionen Barrel auszuweiten.

00:03:19: Im Sommer des Vorjahres setzte man diese Vereinbarung wieder aus.

00:03:23: Drohende Sperre der Straße von Hormus bei Unruhdrede rein.

00:03:27: Seit Samstag, dem Tag des Beginns der gemeinsamen Militäroperation Israels und der USA hat Iran damit gedroht die Straße von Hormuz zu blockieren.

00:03:35: Wie Reuters berichtet, hat der Handelstransied seither deutliche Einschränkungen erfahren.

00:03:39: Tehran hat Schiffseigentümer gewarnt dass die Straße für den Schiffsverkehr gesperrt werden könnte.

00:03:44: Derzeit wird ein Fünftel des weltweiten Handels mit verflüssigten Erdgas LNG über den Schiffsweg bei Hormuz abgewickelt.

00:03:50: Eine Sperrung hätte zur Folge, dass der Transport über eine Alternativstrecke verlaufen müsste – was vor allem für Empfänger in Europa von Bedeutung wäre.

00:03:58: Dies wurde zumeist über den Süden Afrikas verlaufen da der Weg über den Golf von Aden für zahlreiche Transportschiffe nicht infrage

00:04:05: kommt.".

00:04:06: Die Folge wären erhebliche Verzögerungen und Mehrkosten.

00:04:09: Es gäbe noch potenzielle Pipelineumleitungen, die allerdings ebenfalls teurer wären und den Transport langsamen würden.

00:04:15: Aus diesem Grund befürchtet man in Europa einen deutlichen Preisanstieg beim Öl.

00:04:20: Jörg Kremer – Chef Volkswirt der Comerzbank rechnet mit einem Anstieg in Richtung US-Dollar sollte die Straße von Hormuz länger gesperrt bleiben.

00:04:28: Dies hätte auch Auswirkungen auf die Inflation erklärte der

00:04:31: Ökonomen.".

00:04:32: Bleibe der Ölpreis mehrere Monate so hoch, würde das die Inflation im Euroraum rechnerisch um mehr als einen Prozentpunkt erhöhen und das Wirtschaftswachstum um einige Zehntel-Prozentpunkte

00:04:43: senken.".

00:04:45: Der Iran greift Raffinerie in Saudi Arabien an.

00:04:48: Inzwischen greift der Iran offenbar auch die Energieversorgung der arabischen Golfstaaten an, die Verbündete der USA sind und US Militärbasen beherbergen.

00:04:56: Reuters zufolge hat sich eine Drohne der Raffinerie Ras Tanorah in Saudi Arabia genähert.

00:05:01: Die von Saudi Aramco betriebene Anlage mit einer Kapazität von etwa fünfhundertfünfzigtausend Barrel pro Tag wurde vorsorglich geschlossen, allerdings sei die Situation unter Kontrolle.

00:05:11: Der Iran selbst hat zuletzt etwa drei Komma ein Millionen Barrel Pro Tag produziert und verfügt über die drittgrößten Ölreserven der Welt.

00:05:18: Ein Teil der Lieferungen geht nicht zuletzt nach China, das etwa dreizehn Prozent seiner Rohöl einfuhren auf dem Seeweg aus dem Iran bezieht.

00:05:26: Auch der Großhandelspreis für Erdgas ist seit Beginn des Angriffs auf den Iran gestiegen.

00:05:31: Am Montag sprang der Preis für den richtungsweisenden Terminkontrakt TTF, Lieferung in einem Monat an der Börse in Amsterdam kurzfristig auf € Thirty-Kommer acht fünf Euro je Megawattstunde.

00:05:42: Gegenüber Freitag war das ein Plus von fünfundzwanzig Prozent.

00:05:45: Einen ähnlichen Preissprung hatte es zuletzt im August zwanzig drehenzwanzigt gegeben.

00:05:50: Damit hat Erdgas in Europa den Preis vom Januar erreicht, als niedrigste Füllstände der Garspeicher die Preise an die Höhe getrieben hatten.

00:05:57: Aufgrund langfristiger Verträge – der meisten Versorger – sind jedoch kurzfristig keine gravierenden Konsequenzen für Privatkunden zu erwarten.

00:06:05: Aktienunterdruck Gold gefragt.

00:06:07: An den Finanzmärkten sorgte Iran Krieg für Turbolänzen.

00:06:10: Der Deutsche Leitindex DAX gab am Montag deutlich nach um zwei Komma drei Prozent oder mehr als fünf Hundert Zähler bevor er seine Verluste eindämmte.

00:06:19: Besonders stark sanken die Kurse von Chemie- und Touristikkonzernen.

00:06:23: Der Reiseverkehr nahe Ost ist zumal liegen gekommen, dort strandeten Zehntausende Urlauber.

00:06:27: der Luftraum ist weiträumig gesperrt.

00:06:29: Flugzeuge starten nicht.

00:06:30: auch Kreuzfahrtschiffe fahren nicht ab.

00:06:32: Die Lufthansa etwa meidet den Nahen Osten weitgehend.

00:06:36: Investoren setzen wegen der Unsicherheit verstärkt auf den sicheren Hafen Gold.

00:06:40: Der Preis für das Idle-Metall zog an, zuletzt mussten für eine Feinunze fast fünftausend vierhundert Dollar bezahlt werden.

00:06:46: Das Rekordhof von fast fünf tausend sechshundert dollar von Ende Januar rückt damit näher.

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