Windparks beeinflussen Gezeiten und Temperaturen in der Nordsee | Nr. 8892

Shownotes

Der Einfluss von Windparks in der Nordsee auf ihre Umwelt ist noch nicht vollständig erforscht. Gleichzeitig ist hier ein umfassender Ausbau geplant. Ergebnisse des Helmholtz-Zentrums Hereon zeigen nun, dass die Kraftwerke nicht nur die Strömungsmuster von Ebbe und Flut großräumig beeinflussen.

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00:00:00: Willkommen zum Epochthams Podcast mit dem Thema künftig zwanzig Prozent langsamerer Strömungen.

00:00:06: Windparks beeinflussen Gezeiten und Temperaturen in der Nordsee, einer Titel von Maurice Vorgang vom vierundzwanzigsten Februar.

00:00:13: zwanzich sechsundzwantig am Mikrofon Alexander Sieber.

00:00:18: Der Einfluss von Windpaks in der Nordsee auf ihre Umwelt ist noch nicht vollständig erforscht.

00:00:23: Gleichzeitig ist hier ein umfassender Ausbau geplant.

00:00:27: Ergebnisse des Helmholtz-Zentrums Herion zeigen nun, dass die Kraftwerke nicht nur die Strömungsmuster von Ebbe und Flut großräumig beeinflussen.

00:00:37: Die Nordsee soll sich künftig mit immer mehr Windkraftanlagen auf See – Offshore zum Großkraftwerk von Europa

00:00:43: wandeln.".

00:00:44: Unser Ziel ist es den größten Energie Hub der Welt zu entwickeln, teilte Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche CDU Ende Januar beim Nordsegipfel mit.

00:00:54: Die aktuell rund thirty-fünf Gigawatt an installierter Leistung sollen bis zum Jahr zwanzig fünfzig auf mehr als dreihundert Gigawatte anwachsen.

00:01:01: Diese Vielzahl an windigen Kraftwerken hat allerdings einen Messbahneinfluss auf diese umgebenden Luft und Meeresströmungen, und auf die Gezeiten.

00:01:10: Zu dieser Erkenntnis kamen Forscher des Helmholtz Zentrums Herion – sie haben erstmals die langfristige Gesamtwirkung dieser Vielzahl von Windparks auf die Hydrodynamik der Nordsee analysiert.

00:01:21: Die Studie erschien Mitte Januar im Fachjournal Nature, Communications Earth & Environment.

00:01:28: Wie Windräder die Strömungen verhindern?

00:01:31: Die inzwischen zu Tausenden installierten Offshore-Windkraftanlagen in der Nordsee haben einen Effekt über und unter Wasser – die Rotoren entziehen Windenergie und beeinflussen die Oberflächenströmungen.

00:01:42: Unter der Wasseroberfläche hingegen stellen die Turbinenpfeiler Hindernisse dar und bremsen die Gezeitenströmungen, behindern den Sediment-Transport und erzeugen Turbulenzen.

00:01:53: Die verwirbelten Nachlaufstrukturen in der Luft und im Wasser, die hinter einem Windrad entstehen sind die sogenannten Wake-Effekte.

00:02:00: Sie beeinflussen einander und bestimmen die komplexen physikalischen Auswirkungen von Offshorewindparks.

00:02:07: Eine Forschungsgruppe um den Geophysiker Dr.

00:02:10: Nils Christiansen vom Herion-Institut für Küstensysteme im Bereich Analyse und Modellierung hat jetzt erstmals die Auswirkungen beider Effekte zusammen analysiert, durch die Wake-Effekte würden die Geschwindigkeiten der gezeiten Strömungen sinken und die Strömungsfrequenzen in der deutschen Bucht sich ändern.

00:02:28: Zitat.

00:02:28: Unsere Simulationen zeichnen ein neues, feinstrukturiertes Strömungsbild das sich nicht nur innerhalb der Windparks zeigt sondern sich in der Nordsee ausbreiten kann.

00:02:38: mit bis zu zwanzig Prozent verlangsamten Oberflächengeschwindigkeiten bei einem Ausbausszenario für zweizigfünfzig sagte Christiansen Auswirkungen für die Umwelt unklar.

00:02:49: Diese veränderten Strömungsmuster könnten den Forschern zufolge Risiken für die Umwelt bedeuten.

00:02:54: Denkbar wären hier großräumige Veränderungen im Sedimenttransport, also die Verlagerung von Sand oder Kies auf dem Meeresgrund oder der Durchmischung des Meerwassers.

00:03:04: Diese Auswirkungen beeinflussen lautem Helmholtz-Zentrum auch das Meeresökosystem.

00:03:09: Zudem wirkten sich die veränderten strömungsbilder auf die Genauigkeit der Strömmungsvorhersage aus.

00:03:15: Diese sei beispielsweise für den Schiffsverkehr, aber auch für Katastrophenmanagement umweltschutz- und Fischerei relevant.

00:03:22: Die Nordsee ist ein aktives Meer.

00:03:24: Zahlreiche Flüsse mit Süßwasser aus verschiedenen Ländern münden in sie.

00:03:28: Dazu zählen neben Deutschland die Niederlande, Belgien, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Norwegen und Schweden.

00:03:35: Die Gezeiten zeigen sich an den Küsten in Form von Ebbe und Flut.

00:03:40: Risiken verstehen und frühzeitig minimieren.

00:03:43: Im weiteren zeigten Christiansen und seine Kollegen erste Ansätze, wie sich die Auswirkungen der Windparks auf dem Meeresumwelt verringern ließen.

00:03:52: Die Modellsimulationen zeigen das der Turbinenabstand, der Standort der Windparkes und die lokalen gezeiten Bedingungen entscheidend dafür sind, wie stark sich Strömungen, Temperaturen und die Durchmischung des Wassers verändern.

00:04:05: Maßgeblich sei demnach ein größerer Abstand zwischen den Windrädern, das Helfe die Überlagerung auftretender Turbulenzen zu minimieren.

00:04:12: Diesen Schlüsselfaktor im Aufbau der Windparks habe bereits eine frühere Herion-Studie im Zusammenhang mit größeren Turbinen und den daraus entstehenden atmosphärischen Effekten aufgezeigt.

00:04:23: Die neu gewonnenen Erkenntnisse könnten als Grundlage für nachhaltige Planungen und optimierte Windparkdesigns dienen.

00:04:30: Zitat Offshore-Windkraft ist ein zentraler Baustell der Energiewende und der Decarbonisierung", sagte Christiansen.

00:04:37: Gleichzeitig müssen wir verstehen, wie unterschiedliche Arten von Offshoreinstallationen und die Größe der Anlagen den Nordsee beeinflussen – nur so können wir Gesellschaft und Wirtschaft fundiert informieren und Maßnahmen entwickeln um die möglichen Risiken frühzeitig zu

00:04:52: minimieren.".

00:04:55: Windparks erwärmen das Wasser.

00:04:58: Überdies beeinflussen die Wake-Effekte laut der Studie die Durchmischung von Luft und Wärme an der Meeresoberfläche.

00:05:04: Letztlich flachten die Mischschichten ab, was zu einer langfristigen Erwärmung der Wasseroberfläche von bis zur Nullkommar zwei Grad Celsius in Windparkgebieten führt.

00:05:14: Neu ist diese Erkenntnis ebenfalls nicht – eine Studie aus den USA, die im Herbst twenty fünfundzwanzig erschien, kam zu ähnlichen Ergebnissen!

00:05:22: Demnach erwärmen Windparks bereits binnen weniger Tage, dass die umgebende Wasser sogar um bis zu null Komma vier Grad Celsius.

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