Tinte aus Flüssigmetall: Forscher auf dem Weg zum Harry-Potter-Tarnumhang | Nr. 8824

Shownotes

Was haben Harry Potter und Kampfflugzeuge gemeinsam? Beide können trotz ihrer physischen Präsenz unsichtbar werden. Koreanische Forscher haben sich dies zunutze gemacht und eine Spezialtinte entwickelt.

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00:00:00: Willkommen zum Epoch Times Podcast mit dem Thema... Was haben Harry Potter und Kampfflugzeuge gemeinsam?

00:00:17: Beide können trotz ihrer physischen Präsenz unsichtbar werden.

00:00:20: Koreanische Forscher haben sich dies zu Nutze gemacht, eine Spezialtinte entwickelt!

00:00:27: Harry Potter-Fans werden sich vielleicht an die Szene im ersten Teil, Harry Potter und der Stein der Weisen erinnern.

00:00:32: Der junge Zauberschüler Harry Potter bekommt an seinem ersten Weihnachtsfest in Hogwarts den Umhang seines verstorbenen Vaters geschenkt.

00:00:39: Als bald begibt er sich mit dem auf einen Streifzug.

00:00:43: das Textil gewebt aus den Haaren eines magischen Tieres verleiht Potter die Möglichkeit ungesehen in der verbotenen Abteilung der Schulbibliothek umherzuschleichen.

00:00:53: Aufbauend auf diesem Konzept haben südkoreanische Forscher Der Keist Hochschule, eine Technologie entwickelt die diesem Tarnumhang ähnelt.

00:01:03: Ihr synthetisches elektrisches Produkt soll künftig auf intelligente Weise Roboter-Menschen und Kriegsmaschinen unsichtbar machen.

00:01:11: Spezialtinte statt magischer Haare In einem technischen Zusammenhang heißt unsichtbaar vor allem unsichtbaar für Radargeräte und damit für Radiowellen.

00:01:20: Um eine Tarn-Technologie wie Potters Zauberumhang zu realisieren, ist es daher notwendig elektromagnetische Wellen auf der Oberfläche eines Objekts derart zu streuen, dass das aussieht als wäre kein Objekt da.

00:01:32: Dafür wiederum sind Licht oder Radar entsprechend zu absorbieren, zu modulieren und abzuschirmen.

00:01:40: Herkömmliche metallische Materialien sind jedoch starre und lassen sich nicht gut dehnen.

00:01:45: Wenn sie gewaltsam verformt werden brechen Sie leicht.

00:01:48: Aus diesem Grund gab es erhebliche Schwierigkeiten mit der Anwendung solcher Materialien für körperkonforme elektronische Geräte oder Roboter, die ihre Form frei verändern können.

00:01:59: Eine Lösung für dieses Problem gab nun Forscher-Teams Unterleitung der Professoren Hu Yong So Kim und Sanghu Park bekannt.

00:02:08: Am sechzehnten Dezember erklärten sie eine Kerntechnologie für die nächste Generation dehnbarer Tarnkappen auf Basis von Liquid Metal Composite Ink, einer Flüssigmetallverbundtinte entwickelt zu haben.

00:02:22: Flüssige wie Wasser hart wie Metall!

00:02:25: Die neu entwickelte Tinte behält ihre Eigenschaften auch dann wenn sie auf das zwölfache ihrer ursprünglichen Länge gedehnt wird.

00:02:32: Außerdem sei sie sehr widerstandsfähig und verliere wenig Leistung selbst nach fast einem Jahr indem sie Luft und Witterung ausgesetzt war.

00:02:41: Im Gegensatz zu herkömmlichen Metallen ist diese Tinte gummiartig und weich, gleichzeitig behält sie ihre metallischen Eigenschaften vollständig bei – einschließlich der für Radarabschirmung wichtigen elektrischen Leitfähigkeit.

00:02:54: Möglich ist dies einerseits weil die verwendeten Metalle bei Zimmertemperatur flüssig sind, andererseits weil sich die flüssigen Metallpartikel in der Tinte während des Trocknungsprozesses spontan miteinander verbinden.

00:03:07: Dabei bilden sie flexible, netzartige metallische Strukturen.

00:03:12: Dadurch weist der Druck gleichzeitig eine flüssigkeitsähnliche Flexibilität und eine metallähnliche Robustheit auf.

00:03:20: Diese extrem kleinen Muster die großflächig mit Tinte gedruckt werden können führen zudem dazu das elektromagnetische Wellen auf eine bestimmte Weise mit dem Trägermaterial interagieren und es für radar unsichtbar machen.

00:03:35: Tarnung zum Aufpinseln Der Herstellungsprozess ist laut den Erfindern sehr einfach, ohne komplexe Verfahren.

00:03:43: Unter Einsatzhohe Temperaturen oder Laser könnte die Tinte mit einem Drucker gedruckt oder mit einem Pinsel aufgetragen und dann einfach getrocknet werden.

00:03:51: Ferner sollen keine üblichen Trockenungsprobleme wie Flecken- oder Risse auftreten sodass glatte und gleichmäßige Metallmuster entstehen.

00:04:00: Um die Leitungsfähigkeit der Tinte zu überprüfen, stellte das Forschungsteam in einer Weltpremiere einen sogenannten denbaren Meta-Materialabsorber her.

00:04:09: Dessen Absorptionseigenschaften für elektromagnetische Wellen sich je nach Dehnungsgrad ändern.

00:04:16: Einfaches Dehnen des gummiartigen Substrats nach dem Aufdruck des Musters ändert dabei die Art der absorbierten elektromagneticen Wellen.

00:04:24: Diese zeige das Potenzial für eine Tantechnologie mit der Objekte, je nach Situation effektiv vor Hadar oder Kommunikationssignalen verborgen werden können.

00:04:34: Ähnliche bisherige Entwicklungen konnten lediglich winzige unbewegte Gegenstände unter bestimmten Lichtbedingungen unsichtbar werden lassen.

00:04:43: Wieder andere konnten nur Wärmebildkameras täuschen oder Magnetfelder blockieren.

00:04:48: In diesem Rahmen machen ihre Dehnbarkeit, elektrische Leitfähigkeit, Langzeitstabilität und einfache Verarbeitung die neue Flüssig-Methalverbundtinte zu etwas besonderem so die Forscher.

00:05:01: Wir haben es möglich gemacht elektromagnetische Wellenfunktionalität nur mit Druckverfahren ohne komplexe Geräte zu implementieren, erklärt Professor Jung Soo Kim.

00:05:11: Wir erwarten, dass diese Entwicklung in verschiedenen Zukunftstechnologien wie Roboterhaut am Körper getragenen Textilien und Radarntahntechnologie im Verteidigungsbereich zum Einsatz kommen wird.

00:05:23: Wann genau diese Technologie auf den Markt kommen wird und ob es dann für Bürger wirklich Unsichtbarkeitsumhänge aller Harry Potter gibt bleibt abzuwarten.

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