Nachfrage statt Politik: Der Autokonzern Stellantis korrigiert seinen Kurs bei E-Autos | Nr. 8811

Shownotes

Der Autokonzern Stellantis reagiert auf die schwächere als erwartete Nachfrage nach Elektrofahrzeugen mit einem grundlegenden Strategiewechsel. Milliardenabschreibungen, ein für 2025 angekündigter Nettoverlust und der Verzicht auf eine Dividende im Jahr 2026 markieren einen tiefgreifenden Neustart – mit stärkerem Fokus auf Kundenbedürfnisse und Technologieoffenheit.

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00:00:00: Willkommen zum EpochThumbsPodcast mit dem Thema Nachfrage statt Politik.

00:00:04: Der Autokonzern Stellantis korrigiert seinen Kurs bei e-Autos, ein Artikel von Reinhard Werner vom zehnten Februar zwanzig sechsundzwanzig am Mikrofon Alexander Sieber.

00:00:15: Der Autokonzern Stellantes reagiert auf die schwächere als erwartete Nachfrage nach Elektrofahrzeugen mit einem grundlegenden Strategiewechsel.

00:00:24: Milliarden-Abschreibungen, ein für twenty-fünfundzwanzig angekündigter Nettoverlust und der Verzicht auf eine Dividende im Jahr zwanzig sechsundzwzig markieren einen tiefgreifenden Neustart mit stärkerem Fokus auf Kundenbedürfnisse und Technologieoffenheit.

00:00:39: Der Stellantis-Konzern, dem unter anderem die Marken Fiat, Alfa Romeo, Ferrari, Chrysler, Peugeot und Opel angehören hat am Freitag, sechster Februar seine Zahlen für das zweite halbe Jahr zwanzig fünfundzwanzig veröffentlicht.

00:00:52: Dazu gab es auch eine umfangreiche Presseerklärung in der sich der Konzern zu seinen letzten durchwachsenen Bilanzzahlen äußerte.

00:01:00: Die Gesamtzahlen für Zwanzigfünfundzwanzigh wird Stellantis am sechsunzwanzichsten Februar präsentieren.

00:01:05: Wie der Vorstand in seiner Erklärung betont, hat Stellantis einen grundlegenden Strategiewechsel vorgenommen und das Geschäft neu ausgerichtet.

00:01:12: Der Fokus soll nun auf der Kundennachfrage liegen statt auf politisch- und regulatorisch getriebenen Vorgaben.

00:01:18: Ein wesentliches Element des strategischen Resets im Jahr twenty-fünfundzwanzig sei auch die Betonung von Technologieoffenheit gewesen.

00:01:27: Stellantis hat Dynamik des E-Automarktes überschätzt.

00:01:30: Künftig will das Unternehmen Elektroautos, hybride und moderne emissionsarme Verbrenner gleichberechtigt anbieten.

00:01:36: Die Unternehmensführung gesteht ein, dass bisherige Tempo der Wände zum Elektrofahrzeug überschätzt zu haben.

00:01:42: Die Nachfrage entwickelte sich weniger dynamisch als erwartet während die Fixkosten für die Entwicklung und Produktion hoch waren.

00:01:49: In der Erklärung selbst, sowie der dazugehörigen Präsentation, nennt Stellantis auch wesentliche Detailzahlen.

00:01:54: So fühlen im zweiten Halbjahr des Vorjahres Sonderaufwendungen in Höhe von Zweiundzwanzig Komma zwei Milliarden Euro an, die nicht dem bereinigten operativen Ergebnis enthalten sind.

00:02:03: Von diesen Seien etwa sechs Komma fünf Milliarden Euro zahlungswirksam verteilt über die nächsten vier Jahre.

00:02:10: Dazu beigetragen haben vor allem Abschreibungen und Projektabbrüche bei batterieelektrischen Fahrzeugen, BEV.

00:02:16: Aber auch Wertberichtigungen auf Plattformen.

00:02:18: der Rückbau der Elektroautoliverkette, höhere Garantierückstellungen wegen Qualitätsprobleme und Restrukturierungskosten die vor allem in Europa angefallen sind, haben die hohen Sonderbelastungen begünstigt.

00:02:31: Umsatz plus im zweiten Halbjahr twenty-fünfundzwanzig schwerpunktmäßig in Nordamerika.

00:02:37: Die Neuausrichtung der Produktplanungen, die vor allem in den USA einen hohen Aufwand nach sich zog, verursacht es der Landtisch zufolge Kosten von ca.

00:02:45: €IV-Milliarden.

00:02:46: Dazu kamen Einbußen im Zuge der Anpassung und Verkleinerung der Lieferkette für Elektrofahrzeuge eV.

00:02:54: Allein siebenhundert Millionen Euro schlugen aufgrund von Rationalisierungen im Bereich der Batteriekapazitäten zur Buche.

00:03:00: Mit fünf Komma vier Milliarden Euro bewertet man bei Stelantis die Kosten für sonstige operative Maßnahmen, davon seien Vier Komma Ein Milliarden auf höhere Garantie Rückstellungen in Folge von Qualitätsproblemen und Inflation entfallen.

00:03:13: Die übrigen Eins Komma drei Milliarden Euro ordnete man Restrukturierung in Europa zu wo es unter anderem zu einem größeren Personalabbau kam.

00:03:21: Immerhin hatte der Konzern auch in einigen Bereichen Grund zur Freude.

00:03:24: So Wuchs der Umsatz im zweiten Halbjahr ging über den ersten sechs Monaten um elf Prozent, besonders deutlich fühlte das Plus dabei in Nordamerika mit neununddreißig Prozent aus.

00:03:34: Dort zeigten die Qualitätskennzahlen erste Verbesserungen zu dem stabilisierten sich die Marktanteile und verbesserten sich leicht.

00:03:41: Liquiditätsquote bei Stellantis in einem zufriedenstellenden Rahmen.

00:03:46: Dennoch werde man für twenty-fünfundzwanzig einen Nettoverlust ausweisen müssen, wie die Führungsetage bereits jetzt ankündigt.

00:03:53: Im Jahr zwanzigsechzehnzig wird es zudem keine Dividende geben.

00:03:56: Stattdessen gibt der Konzern zur Stärkung seiner Bilanz Hybridanleihen im Umfang von bis zu fünf Milliarden Euro aus.

00:04:03: Die industrielle Liquiditätsquote sei mit rund forty-six Milliarden Euro vergleichsweise hoch.

00:04:08: Für twenty-sixundzwanzig stellt Stellantis zudem eine schrittweise Verbesserung in den Bereichen Umsatz, Marge und Cashflow in Aussicht.

00:04:16: Aus Sicht des Unternehmens sind die Zahlen für das Vorjahr kein Ausdruck eines plötzlichen operativen Einbruchs.

00:04:22: Vielmehr seien sie die Konsequenz eines bilanzwirksamen Großreinemachens – so bemühen man sich, die jahrelang aufgelaufenen Fehlannahmen zur Entwicklung der E-Mobilität möglichst mit einem Mal in einer Gewinn- und Verlustrechnung abzubilden!

00:04:35: Batteriezellenfabrik in Kaiserslautern wird zum Kollateralschaden.

00:04:40: Als zusätzliche Belastungsfaktoren gelten Zölle, Inflation ein nicht optimaler Produkt- und Regionenmix sowie unglückliche Managemententscheidungen der Vergangenheit.

00:04:50: Kurzfristig stellt sich Stellantis auf mögliche weitere Verluste Sonderkosten und Vertrauensprobleme am Kapitalmarkt ein.

00:04:57: Operativ baut man jedoch darauf, dass auf die ersten Stabilisierungstendenzen künftig doch eine Erholung folgen könne.

00:05:04: Mit klassischen Prinzipien wie Nachfrageorientierung, Kostenkontrolle, robusten Produkten und regionaler Verantwortung hofft man auf eine grundlegende Trendwende.

00:05:14: Bis diese greift könnten jedoch auch aus den Reihen der Partner noch weitere Nachrichten wie jene aus Kaiserslautern folgen.

00:05:20: Dort hat das Gemeinschaftsunternehmen ACC den geplanten Bau einer Batteriezellenfabrik abgesagt.

00:05:26: Als Gründe gelten die massiven Finanzprobleme bei Stellantis und die unzureichende Nachfrage nach E-Autos.

00:05:32: Dies bedeutet, dass rund zweitausend Arbeitsplätze nicht entstehen werden.

00:05:36: Immerhin erübrigt sich dadurch bis auf weiteres auch die Bereitstellung öffentlicher Fördergelder von mehr als vierhundert Millionen Euro.

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