Bundeswehr baut Panzersperren an polnischer Grenze zu Kaliningrad #74
Shownotes
Pionierkräfte der Bundeswehr errichten in Polen Panzersperren an den Grenzen zur russischen Exklave Kaliningrad und zu Weißrussland. Dies erfolge als „Reaktion auf den Angriff Russlands auf die Ukraine“, heißt es im Bundesverteidigungsministerium. Einen Beschluss des Bundestages gibt es dazu nicht. Worum es geht.
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00:00:00: Herzlich Willkommen zu Epoch im Fokus mit dem Thema Operation Ostschild.
00:00:05: Bundeswehr baut Panzersperren an polnische Grenze zu Kaliningrad, ein Artikel von Tom Goeillor vom twenty-fünfundzwanzigste August zwanzig sechsundzwanzigh am Mikrofon Alexander Sieber.
00:00:16: Pionierkräfte der Bundeswehr errichten in Polen Panzersperren an den Grenzen zur russischen Exklave Kaliningrad und zu Weißrussland.
00:00:24: Dieser Folge als Reaktion auf den Angriff Russlands, auf die Ukraine heißt es im Bundesverteidigungsministerium.
00:00:31: einen Beschluss des Bundestages gibt es dazu nicht worum es geht.
00:00:36: Deutschlandpolnische Medien berichten gleichlautend darüber, dass sich derzeit ein zweistelliges Kontingent von Bundeswehrpionieren daran beteiligt die polnische Grenze zur russischen Exklave Kaliningrad Königsberg zu sichern.
00:00:49: Der staatliche Polnische Rundfunk Polski Radio meldete kürzlich das Pionierkräfte des deutschen Heeres mit Baumaschinen begonnen haben entlang der Grenzabschnitte, die als besonders anfällig für Übergriffe gelten Panzerabwehr Hindernisse aus Beton zu errichten.
00:01:04: Auch Panzerabwehrgräben würden ausgehoben und Versorgungsdepots angelegt.
00:01:09: Die Lagerstätten enthalten Panzer-Abwehrbarrieren, vorgefertigte Betonkonstruktionen, Betonhändernisse, Komponenten für Straßensperren, Befestigungsanlagen und Stacheldraht hieß es in einem Facebookeintrag des polnischen Generalstabs.
00:01:23: Seitens des Bundesverteidigungsministeriums BMVG wird diese polnische Initiative Operation Ostschild genannt Als Reaktion auf Russland Dazu das Ministerium.
00:01:34: Als Reaktion auf den Angriff Russlands, auf die Ukraine beschloss Polen die Umsetzung der nationalen Initiative Eastern Shield – Ostschild zum Ausbau von Befestigungsanlagen zum Schutz seiner Grenze.
00:01:46: Auf Einladung Polens unterstützt die Bundeswehr nun dieses Vorhaben.
00:01:51: Die Bundeswehr zitiert in einem Beitrag auf ihre Website, den für diese Aktion zuständigen Generalleutnant Alexander Solfrank, wonach damit die Sicherheit Europas gemeinsam verteidigt werde.
00:02:02: Außerdem wird damit Zitat Frieden durch Geschlossenheit und glaubwürdige Abschreckung
00:02:06: gesichert.".
00:02:08: Das Deutsche Kontingent sei bereits seit dem Jahrzehnte Juni planmäßig vor Ort.
00:02:12: General Stanislav Zosnick, stellvertretender Chef des polnischen Generalstabs erklärte laut Polsky Radio die deutsche Einheit werde bis Mitte Oktober vor Ort bleiben und dann von französischen Streitkräften abgelöst werden.
00:02:26: Angekündigt wurde das Vorhaben im Dezember vergangenen Jahres durch den polnischen Staatssekretär im Verteidigungsministerium Pawel Czelewski bei einem Treffen mit dem deutschen BMVG-Staatssekretäre Nils Schmidt, SPD auf dem polnische Luftwaffenstützpunkt Malbork.
00:02:43: Auch die Grenze zu Weißrussland sowie zu Litauen soll mit Hilfe der Bundeswehr gesichert werden.
00:02:48: Hierbei geht es in erster Linie um den strategisch bedeutsamen Suvalki-Korridor.
00:02:52: Dabei handelt sich um eine schmale, nur hundertvier Kilometer lange Landverbindung zwischen den baltischen Staaten und Polen, die das russische Kaliningrad von Weiß Russland trennt.
00:03:01: Benannt ist dieser Engpass nach der polnischen Stadt Suvalchi.
00:03:05: Die Leitung des deutschen Einsatzes liegt laut BMVG beim Polenischen Verteidigungsministerium.
00:03:11: Umgerechnet rund zehn Milliarden Euro sind dafür nach Angaben von Warschau für die Operation vorgesehen.
00:03:16: Polen hatte das Großprojekt, als Reaktion auf Russlands Krieg gegen die Ukraine gestartet.
00:03:22: Wie konkret sich Polen inzwischen auf einen möglichen Angriff vorbereitet zeigen nicht nur die tausenden Betonhindernisse gegen gepanzerte Fahrzeuge an der Grenze Richtung Kaliningrad.
00:03:32: Warschau beschafft zudem mehrere hunderttausend Minen.
00:03:35: Die polnische Streitkräfte könnten im Verteidigungswald binnen achtundvierzig Stunden die gesamte Ost- und Nordgrenze vermienen, sagte Vizeverteidigungenminister Cesare Tomzük Die Operation sei – Zitat für den Fall eines konventionellen Angriffs durch Russland und Belarus gedacht.
00:03:51: Und weiter, mit dieser Initiative soll im Falle eines militärischen Konflikts eine mögliche Invasion verzögert und somit die Reaktionsfähigkeit der polnischen Truppen und der NATO erhöht werden, erklärt er das BMVG weiter.
00:04:05: Zustimmung des Bundestages nicht nötig?
00:04:07: Im Dezember twenty-fünfundzwanzig hatte das Bundesverteidigungsministerium eine mittlere zweistellige Zahl Soldaten für Ostschild angekündigt.
00:04:15: Damals hieß es, ein Bundestagsmandat sei nicht nötig weil es sich nicht um einen bewaffneten Auslandseinsatz im Sinne des Parlamentsbeteiligungsgesetzes handele.
00:04:23: Die laufende Unterstützungsphase ist nach Bundeswehrangaben zunächst bis Oktober vorgesehen und kann verlängert werden.
00:04:30: Wie der polnische Rundfunk weiterhin mitteilte, habe Polen bereits hundert Kilometer seiner Ostgrenze zu Russland und Weißrussland befestigt und rechne laut Angaben des polnischen Militärs damit Zitat bis Ende des Jahres weitere Hundert Kilometern zu sichern.
00:04:44: Zur Operation Ostschild zählen Indes auch Maßnahmen zum Erhalt natürlicher Hindernisse wie Feuchtgebiete und dichte Wälder sowie Überwachungs- und Antidronensysteme.
00:04:53: Die Landgrenze Polens zum russischen Kaliningrad und zur Weißrussland erstreckt sich über sixhundert achtundzwanzig Kilometer.
00:05:02: EU unterstützt mit hundertfünfzig Milliarden Euro, die EU beteiligt sich über ihren Verteidigungsfinanzierungsmechanismus SAFE an der Finanzierung von Ostschild.
00:05:11: SAFE ist ein im Mai zwanzig fünfundzwantig von der EU beschlossener Finanztopf im Umfang von bis zu Hundertfünftig Milliarden Euro.
00:05:18: Die EU vergibt darüber zinsgünstige, langfristige Darlehen an Mitgliedstaaten um die gemeinsame Rüstungsbeschaffung und den Ausbau militärischer Fähigkeiten in Europa zu stärken.
00:05:48: Konkret ist damit China und sein immer aggressiver werdender Machtanspruch auf Taiwan gemeint.
00:05:53: Damit werde deutlich, Zitat dass Europa selbst mehr Verantwortung für die eigene Sicherheit und Verteidigung übernehmen muss – so das BMVG.
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