6.000 Jahre alte Sedimente zeigen: Europas Sommer werden länger #7
Shownotes
Daten aus uralten Schlammschichten belegen einen natürlichen Effekt, der sowohl vor 6.000 Jahren als auch heute für längere Sommer sorgt. Bis ZUM Ende des Jahrhunderts seien so bis zu 42 Tage mehr Sommer möglich, wobei die Forscher eine abweichende Definition von „Sommer“ verwenden.
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00:00:00: Herzlich willkommen zu Epoch im Fokus mit dem Thema Wiederkehrendes Merkmal.
00:00:06: Sechstausend Jahre alte Sedimente zeigen, Europas Sommer werden länger.
00:00:11: Ein Artikel von Tim Sumpf vom threißigsten Juli zwanzig sechsundzwanzig am Mikrofon Alexander Sieber.
00:00:18: Daten aus uralten Schlammschichten belegen einen natürlichen Effekt der sowohl vor sechstausend Jahren als auch heute für längere Sommer sorgt.
00:00:27: Bis zum Ende des Jahrhunderts seien so bis zu zweiundvierzig Tage mehr Sommer möglich, wobei die Forscher eine abweichende Definition von Sommer verwenden.
00:00:37: Bis zum Jahr zweitausend einhundert könnte Europa mehr als einen zusätzlichen Monat an Sommertagen erhalten.
00:00:43: Das zeigt eine Studie britischer Forscher, die sich auf Klimadaten aus den letzten Jahrtausenden stützt.
00:00:49: Zwar ist allgemein bekannt dass die Sommer in den vergangenen Jahrzehnten immer wärmer und länger geworden sind wobei jedoch unterschiedliche Ursachen genannt werden.
00:00:58: Die neue Studie belegt diesen Trend und zeigt, dass es ähnliche Bedingungen bereits vor sechstausend Jahren in ganz Europa gab.
00:01:04: Damals führte eine natürliche Erwärmung der Arktis zu einer Ausdehnung der warmen Jahreszeit auf durchschnittlich hundertdünneinzig Tage im Jahr.
00:01:12: Diese Dauer ist mit heutigen Daten vergleichbar denn die Forscher verwenden eine für viele unübliche Definitionen von Sommer.
00:01:23: Um aufzudecken, ob die heutigen Veränderungen normal oder ungewöhnlich sind, analysierten die Forscher Daten eines Archivs der etwas anderen Art.
00:01:31: Uralte Schlammschichten, die am Grund europäischer Seen ruhen – diese saisonal geschichteten Sedimente dokumentieren wie eine Art Kalender, wie sich Sommer und Winter in den letzten zehntausend Jahren verändert haben.
00:01:44: Im Mittelpunkt der Forschung steht ein zentraler Aspekt der Atmosphärenphysik, der sogenannte breitengradabhängige Temperatur gradient.
00:01:53: Dabei handelt es sich um den Temperaturunterschied zwischen der Arktis und dem Äquator.
00:01:58: Dieser Gradient trägt dazu bei, die starken Winde vom Atlantik nach Europa zu treiben – welche wiederum die Wettersysteme über den Kontinent lenken.
00:02:06: Da sich die Arkti bis zu viermal schneller erwärmt als der globale Durchschnitt, schwächt sich dieser Temperaturenterschied ab.
00:02:13: Dies führt laut dem bisherigen Verständnis dazu, dass die Luftströmungen langsamer werden.
00:02:20: Die Folge sind beständiger Wetterlagen und länger anhaltend hohe Temperaturen.
00:02:24: Pro Grad Celsius, um das die Temperatur differenz sinkt verlängert sich der Sommer um sechs Tage.
00:02:31: Wenn die Forscher von Sommer sprechen meinen sie allerdings nicht die kalendarische Definition von Juni bis August auf der Nordhalbkugel was drei Monaten entspricht.
00:02:40: stattdessen definieren Sie den Sommer anhand der Temperatur Unterschiede zwischen Kontinent und Ozean.
00:02:45: genauer gesagt Sommer ist, wenn die Temperaturen des Meeres niedriger sind und das Wasser einen kühleren Effekt auf das Land hat.
00:02:53: In Warnemünde wäre nach dieser Definition von März bis einschließlich Dezember-Sommer ein wiederkehrendes Merkmal.
00:03:02: Wenn sich der Temperaturkontrast zwischen der Arktis und den mittleren Breiten abschwächt verlängert sich der Sommer in Europa effektiv.
00:03:09: Laut der aktuellen Studie scheint dies jedoch kein modernes Phänomen zu sein sondern ein wiederkehrendes Merk mal des irdischen Klimas.
00:03:17: Zitat, was sich heute jedoch unterscheidet sind die Geschwindigkeit.
00:03:20: Die Ursache und die Intensität des Wandels sagt der Dr.
00:03:24: Laura Boyle eine der Autorinnen der Studie und ehemalige Doktorandin am Royal Holloway einem College der University London.
00:03:32: Als Grund für die zusätzlichen Sommertage sehen Klimaforscher derzeit nicht nur natürliche sondern auch menschliche Einflüsse.
00:03:39: in der Studia heißt es Die Ursachen für den aktuellen dekadischen Trend zu längeren und extremeren Sommern in Europa werden intensiv diskutiert.
00:03:48: Und weiter, dies wird auf Veränderungen in der sommerlichen atmosphärischen Zirkulation in den mittleren Breiten als Reaktion auf die arktische Verstärkung und die Abschwächung der breiten Grad Temperaturgradienten sowie auf den Rückgang der Aerosol-Emissionen über Europa seit den neunzehnachtziger Jahren zurückgeführt.
00:04:06: Die kausalen Zusammenhänge bleiben jedoch
00:04:08: ungewiss.".
00:04:11: Unsere Sommer werden länger, seit Jahrtausenden.
00:04:14: Allein aufgrund der natürlichen Klimaveränderung erhält Europa derzeit also zusätzliche Sommertage wie sie es bereits vor sechstausend Jahren gab.
00:04:22: Laut den Forschern kämen bis zu zweiundvierzig weitere Sommetage hinzu wenn sich die globalen Temperaturen wie in den Klimamodellen SSP-I, II.VI, SSPII IV.V und SSP VIII.V erhöhen würden.
00:04:38: Letzteres ist auch als Katastrophenszenario und vermeintliches weiter wie bisher als Szenario bekannt, und wurde von den IPCC-Autorinnen kürzlich selbst als unrealistisch eingestuft.
00:04:49: Epoktimes berichtete Zitat Wir wissen seit vielen Jahren dass die Sommer in ganz Europa länger und heißer werden Aber es herrscht große Unsicherheit über das Wie oder Warum sagte die leitende Forscherin Dr.
00:05:01: Thalia Martin Puertas.
00:05:03: Und weiter, unsere Forschung hat gezeigt dass die Jahreszeiten in Europa über Jahrtausende hinweg vom Temperaturgradienten bestimmt wurden.
00:05:11: Zitat Ende Die Studie erschien am neunzehnten November zwanzigzwanzig in der Fachzeitschrift Nature Communications.
00:05:19: Zweite Untersuchung noch mehr Sommer.
00:05:22: Der Trend zu längeren Sommern wird durch eine zweite Studie von Forschern der University of British Columbia USA bestätigt.
00:05:29: Unabhängig von den Daten der britischen Forscher kommen Hauptautor Ted Scott und sein Team ebenfalls auf sechs Tage mehr Sommer, allerdings seit Ninzehn-Ninzig und pro Jahrzehnt.
00:05:39: Dies gehe ja aus einer Analyse von Temperaturdaten aus den Jahren Ninzehneinundsechzig bis zwanzig Dreiundzwanzig von Land- und Küstengebieten hervor.
00:05:47: Im Vergleich zu Neunzehnneinzig gebe es heute im Schnitt somit etwa einundzwantig Tage mehr Summer – dies ist mit der von Boyer und Kollegen erwarteten Entwicklungen vergleichbar!
00:05:56: Allerdings zeige sich dies laut Scott am auffälligsten anhand von Temperaturdaten aus Großstädten.
00:06:02: Demnach verlängerte sich der Sommer in Sydney, Australien um fünfzig Tage.
00:06:06: Im Jahr zwanzig dreiundzwanzig gab es etwa hundertdreißig Sommertage während des im Jahr nineteen neunzig nur etwa achtzig waren.
00:06:12: Damit er Durchschnitt bei einundzwantig Tagen liegt muss sich das Sommer an anderer Stelle erheblich weniger ausgedehnt haben.
00:06:18: Unabhängig davon ergab die Studie dass der Wechsel der Jahreszeiten immer abrupter werde Welche Rolle dabei der städte Ausbau und die Struktur sowie die Versiegelung von Oberflächenspielen bleibt unerwähnt.
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