Waldbrände in Deutschland und weltweit – so ist die Situation wirklich #45

Shownotes

Der Klimawandel sorgt für immer mehr Waldbrände – oder doch nicht? Der Blick auf die Daten überrascht. Dennoch gilt: Dort, wo Feuer wüten, herrscht Ausnahmezustand. Menschliches Handeln ist dabei eine der häufigsten Ursachen.

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00:00:00: Herzlich Willkommen zu Epoch im Fokus mit dem Thema nüchterner Blick auf die Daten.

00:00:04: Waldbrände in Deutschland und weltweit, so ist die Situation wirklich!

00:00:09: Eine Analyse von Maurice Vorgäng vom der sechzehnten August zwanzig sechsundzwanzig am Mikrofon Alexander Sieber.

00:00:16: Der Klimawandel sorgt für immer mehr Waldbrnde oder doch nicht?

00:00:20: Der Blick auf den Daten überrascht.

00:00:22: Dennoch gilt dort wo Feuerwürden herrscht Ausnahmezustand.

00:00:26: menschliches Handeln ist dabei eine der häufigsten Ursachen.

00:00:32: Hochsommerliche Temperaturen und Trockenheit begünstigen aktuell viele Orts die Ausbreitung von Waldbränden in Deutschland und international.

00:00:40: Einzelne Schlagzeilen können dabei schnell den Eindruck einer teils noch nie dargewiesenen Entwicklung der Ausweitung von Bränden erwecken, diese wird schließlich oftmals dem Klimawandel zugeschrieben.

00:00:51: Zunächst vorweg!

00:00:52: Jeder Waldbrand stellt eine ernste Gefahr für Mensch und Natur da.

00:00:56: Feuer, wenn es unkontrolliert lodert ist oftmals lebensbedrohlich.

00:01:00: Gleichzeitig ist eine richtige Einordnung ebenso wichtig!

00:01:03: Der Blick auf die wahren Ursachen der Brände und der Vergleich mit Daten aus der Vergangenheit bringt Klarheit.

00:01:10: Mehrere Waldbrände in Deutschland.

00:01:12: Am Freitag, vierzehnter August, lodete ein Waldbrand in der Nordrhein-Westfälischen Gemeinde Hürtgenwald.

00:01:18: Die Flammen waren bis auf wenige hundert Meter an den Ortsteil Gei herangerückt.

00:01:23: Wegen der akuten Gefährdung mussten am frühen Freitagmorgen alle rund tausend achthundert Bewohner des Ortsteils ihre Häuser und Wohnungen verlassen.

00:01:32: Darüber hinaus gab es in Deutschland am selben Tag drei weitere größere Waldbrände, nahe der saarländischen Stadt Ottweiler im Landkreis Neunkirchen war die Feuerwehr seit Donnerstag Nachmittag im Einsatz.

00:01:43: Zwar hatte sie den Waldbrand unter Kontrolle.

00:01:45: Andreas Kuhn Sprecher der Feuerwehren gab jedoch noch keine endgültige

00:01:49: Entwarnung.".

00:01:51: Auf der rund drei Komma sechs Hektar großen Brandfläche in einem zehn hektar grossen Waldstück befinden sich weiterhin zahlreiche Hotspots und Glutenester, teilte ihr mit.

00:02:00: Rund hundert Einsatzkräfte waren mit Löscharbeiten nahe der Rheinland-Pfälzischen Ortsgemeinde Bengel

00:02:05: beschäftigt.".

00:02:07: Der Brand ist unter Kontrolle.

00:02:08: es gibt nur noch Glutnester informierte eine Sprecherin der Kreisverwaltung Bernkastl Wittlich am Freitagmorgen.

00:02:15: Seit Dienstagabend, elfter August, brannten zu den Waldflächen nahe der sächsischen Kreisstadt Plauen.

00:02:21: In der Nacht zum Freitag waren dort rund hundertdreißig Einsatzkräfte im Einsatz – sie versuchten neu auflammende Glutnäste einzudämmen oder zu löschen.

00:02:29: Zudem setzte die Feuerwehr eine Drohne ein um Glutnéster effektiver aufzuspüren.

00:02:34: Nach Angaben der Stadt handelte es sich um einen der größten Brände der vergangenen Jahrzehnte in der Region.

00:02:42: Die hohen Temperaturen begünstigen auch im Ausland zahlreiche Brantherde.

00:02:46: Auch am Wochenende kämpften Feuerwehrleute besonders in Frankreich, Kroatien und Griechenland gegen die Feuer.

00:02:52: So brennt etwa seit Donnerstag, den Agust, ein Waldgebiet bei der südwestfranzösischen Gemeinde Luglohn – die zerstörte Fläche umfasst inzwischen rund tausend sechshundert Hektar.

00:03:01: Etwa sechshundfünfzig Menschen wurden bislang vorsorglich überquiert.

00:03:04: Auch in anderen Regionen Frankreichs brennen kleinere Waldgebiete.

00:03:08: In Kroatien trieb starker Wind am Freitag einen Waldbrand in den Küsten an Ferienort Omish nahe der Stadt Split.

00:03:15: Die Feuer erfassten neben Waldgebieten auch Siedlungen.

00:03:18: Laut lokalen Medien wurden vierzehn Menschen ins Krankenhaus eingeliefert, sieben davon befanden sich im lebensbedrohlichen Zustand.

00:03:25: Griechenland hat aufgrund mehrerer Waldbrände unlängst landesweit die höchste Waldbrandwarnstufe ausgerufen.

00:03:31: Das Mittelmeer-Land leidet noch immer unter den Folgen von Bränden.

00:03:34: in diesem Monat Bei Cassandria, auf der Halbinsel Cassandra waren die Einsatzkräfte im Wochenende weiterhin mit den Folgern eines Waldbrands beschäftigt.

00:03:43: Landesweit herrscht weiterhin eine hohe bis extreme Brandgefahr.

00:03:46: In den vergangenen Wochen haben die Sommerwaldbränder in Griechnland fünf Menschen getötet und tausende Hektar Wald zerstört.

00:03:54: Meist menschengemachte Waldbrände.

00:03:56: Dabei sind Hitze und Trockenheit nicht die unmittelbare Ursache eines Waldbrandes, sie schaffen jedoch Bedingungen unter denen sich ein entstandenes Feuer schneller ausbreiten kann.

00:04:05: Laut der Umweltorganisation WWF haben nur rund vier Prozent der Waldbrinde natürliche Ursachen etwa durch Blitzeinschläge.

00:04:13: Für weit über neunzig Prozent ist demnach der Mensch verantwortlich, beispielsweise durch Unachtsamkeit oder vorsätzliche Brandstiftung.

00:04:20: Immer wieder tauchen Videos auf die Menschen beim Legen von Feuer

00:04:23: zeigen.".

00:04:24: In Frankreich hat das Innenministerium kürzlich verkündet dass die Behörden in diesem Monat bereits vierhundertzwanzig Personen festgenommen haben.

00:04:31: ihnen wird vorgeworfen Brände in den französischen Departements absichtlich oder versehentlich ausgelöst zu haben.

00:04:37: unter den Festgenommenen sind hundertsechsundsechzig Minderjährige.

00:04:40: In bestimmten Fällen sind Feuer- oder Waldbrände allerdings nicht grundsätzlich als Katastrophe anzusehen, Ökosysteme die an Feuer angepasst sind benötigen gelegentliche Brände um sich zu verjüngen und zu regenerieren.

00:04:56: Anhand der Waldbrandmeldungen aus Deutschland, Europa und anderen Regionen entsteht der Eindruck dass es ein besonders feuriges Jahr ist.

00:05:04: Die Daten von Copernicus dem Erdbeobachtungsprogramm der Europäischen Union zeigen jedoch ein anderes Bild.

00:05:10: Bei weltweiter Betrachtung zeigen die Daten, dass das bisher ein deutliches Negativ-Rekordjahr ist.

00:05:16: Das bedeutet in diesem Jahr wurden bislang so wenig CO₂ Emissionen durch Waldbrände verzeichnet wie seit dem Jahr im Jahr noch mehr.

00:05:23: Da pro verbrannter Fläche normalerweise ähnlich viel CO₀ freigesetzt wird, lassen sich aus den Emissionsdaten Rückschlüsse auf die verbrannte Fläche ziehen.

00:05:32: Vom ersten Januar bis zum thirteenth August lagen die weltweiten CO₁ Emissione durch Waldbänder im vergangenen Jahr bei gut neunhundert Megatonnen.

00:05:40: In diesem Jahr waren es im gleichen Zeitraum bisher rund sevenhundertsieben Megatonnen, ein Rückgang von etwa zwanzig Prozent.

00:05:48: Vor zwanzichfünfundzwanzig lagen die Werte sogar noch höher – den bisherigen Höchststand gab es zwei Tausend drei mit mehr als tausend vierhundert Megatonne.

00:05:55: Europa hat in diesem Jahr bislang rund elf Megatonnens CO² durch Waldbrände emittiert.

00:06:01: Die geringe verbrannte Fläche in diesem Jahr bestätigt auch das Datenportal Our World In Data.

00:06:06: Dieses zeigt die weltweiten jährlichen Gesamtflächen seit zwanzig zwölf, die durch Waldbrände verbrannt wurden.

00:06:12: Auch hier liegt es laufende Jahr bislang auf dem niedrigsten Niveau und könnte einen neuen Negativrekord reichen.

00:06:18: Während im vergangenen Jahr in den ersten einunddreißig Wochen hundertvierzig Millionen Hektar abgebrannt sind waren es in diesem ja im gleichen Zeitraum hundertneinzehn Millionen Hekte.

00:06:28: Deutschland mit hohen Waldbrandemissionen.

00:06:31: Anders sieht es hingegen in Deutschland aus.

00:06:33: Hier zeigen die Copernicus-Daten für das laufende Jahr einen Rekordwert.

00:06:37: Waldbrände haben in diesem Jahr bis einschließlich zum XIII.

00:06:40: August mit Nullkommas zwei Eins Megatonnen so viele CO² Emissionen freigesetzt, wie seit Drei nicht mehr.

00:06:47: Von diesem Aspekt ja könnte man eine Rekordsaal an Waldbränden vermuten!

00:06:51: Bei der Betrachtung der verbrannten Fläche ist die Bundesrepublik jedoch laut Our World in Data noch klar vom Rekord der vergangenen Jahre entfernt.

00:06:58: Hier liegt das Jahr zwanzig, sechsundzwanzig in den ersten einunddreißig Wochen mit rund sechstausend Hektar auf Platz drei hinter zwanziger und dem Spitzenreiter zwanziv fünfundzwzig, die zu diesem Zeitpunkt bereits jeweils mehr als achttausend hektar verbrannte Fläche aufwiesen.

00:07:14: Geringe Marischen bei europäischen Versicherern.

00:07:16: Die aktuellen Waldbrände sind ja auch für europäische Versicherungsunternehmen ein akutes Thema.

00:07:22: Laut der Global Insurance Database des Informationsportals Global Data sehen sich diese mit steigenden Verlusten konfrontiert.

00:07:29: Besonders knapp war es, dass in Frankreich.

00:07:32: dort beliefen sich die Prämien für Naturkatastrophen und Brandversicherungen auf insgesamt zwei Komma Null sieben Milliarden Euro während die Schadenzummeer auf Eins Komma Neun Milliarden Euro kletterte.

00:07:43: Dies verdeutlicht, wie gering die Margen in diesem Hochrisiko-Segment sein können und wie schwierig das Jahr zwanzig sechsundzwanzig für die Versicherer werden könnte.

00:07:52: Denn bezogen auf die verbrannte Landesfläche hat Frankreich mit rund neunhundneinzigtausend Einhundert Hektar bis zur einunddreißigsten Woche bereits alle Jahre seit zwanzich zwölf übertroffen.

00:08:01: Dabei dauern die Waldbrände im Nachbarland noch an – je näher sie ortschaften und Städte erreichen, desto höher können die Schäden ausfallen!

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