Sprengstoff-Drohne an Flughafen: Ukraine-Spur und Ruf nach NATO-Reaktion #24
Shownotes
Nach dem Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig/Halle übernimmt die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen. Die Politik diskutiert über Zuständigkeiten und den Ausbau der Drohnenabwehr. Experten sehen erhebliche Defizite beim Schutz kritischer Infrastruktur.
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00:00:00: Herzlich Willkommen zu Epoch im Fokus mit dem Thema Sprengstoffdrohne am Flughafen.
00:00:05: Ukraine-Spur und Ruf nach NATO Reaktion.
00:00:09: Ein Artikel von Epoq Times vom siebten August, zwanzig sechsundzwanzig an Mikrofon Alexander Sieber.
00:00:14: Nach dem Drohnenvorfall am Flughofen Leipzig Halle übernimmt die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen.
00:00:19: Die Politik diskutiert über Zuständigkeiten und den Ausbau der Dronenabwehr.
00:00:23: Experten sehen erhebliche Defizite beim Schutz kritischer Infrastruktur.
00:00:29: Neben den Ermittlungen nach der Entdeckung einer Sprengstoffdrohne am Flughafen Leipzig-Halle steht inzwischen vor allem die Frage im Fokus, wie Deutschland kritische Infrastruktur künftig besser vor solchen Angriffen schützen kann.
00:00:41: Dabei geht es nicht nur um die technische Ausstattung sondern auch um die Zuständigkeiten verschiedener Behörden und die Frage ob die bisherigen Sicherheitsstrukturen noch ausreichend sind.
00:00:51: Der Vorfall hat eine politische Debatte über die Organisation der Drohnenabwehr ausgelöst.
00:00:56: Der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses des Bundestags, Thomas Röbekamp CDU fordert deshalb eine Zentralisierung der Zuständigkeiten beim Bundesinnenministerium bzw.
00:01:06: bei der Bundespolizei.
00:01:07: Wir brauchen eine zentrale Zuständigkeit statt einer Vielzahl föderaler Luftsicherheitsbehörden und eine materielle Ausrüstung, die die Vielseitigkeit der Bedrohung zuverlässig bekämpfen kann", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.
00:01:21: Nach Ansicht röwe Kams zeigen die bisherigen Erkenntnisse aus Leipzig, wie dringend neue Antworten auf die Bedrohung ziviler Infrastruktur durch Drohnen erforderlich sein.
00:01:30: Neben einer klaren Verantwortlichkeit braucht es auch moderne technische Systeme, die unterschiedliche Arten von Dronen erkennen und abwehren können.
00:01:38: Der SPD-Innenexperte Sebastian Fiedler bewertet die bestehende Struktur anders.
00:01:43: Unterschiedliche Zuständigkeiten seien grundsätzlich kein Problem, solange die Zusammenarbeit der Behörden eng funktioniere und es möglichst wenige Reibungsverluste gebe", sagt er der Rheinischen Post.
00:01:54: Entscheidend sei das jederzeit klar sei welche Behörde in welcher Situation verantwortlich
00:01:59: sei.".
00:02:00: Unabhängig von der Zuständigkeitsfrage betonte Fiedler ebenfalls, dass Investitionen in moderne Drohnen-Abwehrtechnik unverzichtbar sein.
00:02:08: Als Vorteil werte er eher das mit dem gemeinsamen Drohnern-Abwertzentrum und dem gemeinsame Abwehrzentrum Hybrid bereits Einrichtungen vorhanden seien die den Austausch zwischen Sicherheitsbehörden verbessern sollen.
00:02:20: Wer ist denn Deutschland für die Drohnenappwärts zuständig?
00:02:23: Bei der Abwehr unbemannte Fluggeräte können je nach Situation verschiedene Behörden und Institutionen beteiligt sein.
00:02:29: Dazu gehören die Bundespolizei und die Landespolizeien bei besonderen Gefahrenlagen auch die Bundeswehr sowie Betreiber kritischer Infrastruktur wie Flughäfen.
00:02:39: Zusätzlich gibt es Koordinierungsstellen, wie das gemeinsame Drohnenabwärtszentrum und das Zentrum zur Abwehr hybride Bedrohungen.
00:02:46: Dort sollen Informationen zwischen Bund, Ländern- und Sicherheitsbehörden ausgetauscht und Bedrohrungslagen gemeinsam bewertet werden.
00:02:53: Gerade diese Aufteilung sorgt nach dem Vorfall in Leipzig für Diskussionen.
00:02:57: Kritiker sehen darin ein mögliches Problem, weil bei einem schnellen Angriff klare Entscheidungswege entscheidend sein.
00:03:04: Experten warnen vor Lücken bei Erkennung und Abwehr von Drohnen.
00:03:09: Sicherheitsexperten sehen trotz neuer Strukturen weiterhin erheblichen Nachholbedarf.
00:03:13: Der Terrorismusforscher Peter Neumann vom Kings College London kritisiert im ZDF heute Journal, Deutschland sei bei der Drohnenerkennung Abwehrsystemen und rechtlichen Zuständigkeiten weiterhin nicht ausreichend vorbereitet.
00:03:26: Nach seiner Einschätzung bestehe seit Jahren Handlungsbedarf ohne dass die notwendigen Konsequenzen vollständig umgesetzt worden seien.
00:03:33: Besonders problematisch sind fehlende einheitliche Regelungen und die Frage, welche Behörde in welcher Lage schnell handeln könne.
00:03:40: Technologisch seien Lösungen grundsätzlich vorhanden, erklärte der Gegen- rein Metallchef Armin Pappberger.
00:03:46: Entscheidend sei zunächst festzulegen, welche kritische Infrastruktur geschützt werden müsse und welche Technologie dafür geeignet sei.
00:03:53: Rheinmetall arbeitet nach eigenen Angaben unter anderem mit der Telekom an Systemen zur frühzeitigen Erkennung von Drohnen über bestehende Funkinfrastruktur.
00:04:01: Das Unternehmen verfügt zudem nach eigenen angabenüberfrühbaren Systeme, die Flugobjekte erkennen identifizieren und verfolgen können.
00:04:09: Der CDU-Verteidigungspolitiker Bastian Ernst erfordert angesichts der zunehmenden Bedrohung durch Drohne sogar eine Befassung der NATO Deutschland befinde sich inzwischen in einer Situation, in der Konsultationen nach Artikel vier des NATO-Vertrags geprüft werden sollten.
00:04:24: Dabei verwies ernst auf frühere Fälle in Estland und Polen die nach schweren Luftraumverletzungen Beratung innerhalb des Bündnisses beantragt hatten.
00:04:32: Ziel müsse sein ein Signal zu setzen dass Deutschland und seine Partner gemeinsam auf mögliche Bedrohungen reagieren.
00:04:39: Das ist bislang über den Drohnenvorfall bekannt.
00:04:42: Auslöser der Debatte ist der Fund einer mit Sprengstoff und Zünder ausgestatteten Drohne am Flughafen Leipzig-Halle.
00:04:49: Das Fluggerät wurde am späten Dienstagabend in der Nähe ukrainischer Transportflugzeuge entdeckt, ein Flughafem Mitarbeiter brachte die Drohnen zum Absturz.
00:04:57: anschließend entschärften Spezialisten der Bundespolizei die Spregnadung.
00:05:01: Nach bisherigen Erkenntnissen detonierte das Spreingsatz nur deshalb nicht weil der Zündern offenbar nicht ordnungsgemäß funktionierte.
00:05:08: Die Bundesanwaltschaft spricht von professionellem Sprengstoff und einem gezielten Einsatz des Fluggeräts.
00:05:13: Wegen der besonderen Bedeutung des Fals hat die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen übernommen, sie ermittelt wegen des Verdachts des Versuchten herbeiführends einer Spreengstoff-Explosion sowie wegen eines gefährlichen Eingriffs in den
00:05:24: Luftverkehr.".
00:05:25: Nach Angaben des Generalbundesanwalts gibt es tatsächliche Anhaltspunkte dafür, dass mittels der Drohne eine Explosion verursacht werden sollte.
00:05:33: Die Behörde bewertet den Vorfall als schwerwiegenden Angriff auf die Transport- und Logistikinfrastruktur Deutschlands – der geeignet sei, die äußere und innere Sicherheit der Bundesrepublik zu
00:05:43: beeinträchtigen.".
00:05:44: Nach Recherchen von WDR, NDR und der Süddeutschen Zeitung die sich auf Ermittlerkreise sowie Behördenunterlagen berufen soll die eingesetzte Drohne technisch aufwendig präpariert worden sein.
00:05:55: Die Behörder prüfen demnach ob die Konstruktion darauf ausgelegt war eine frühzeitige Erkennung zu erschweren.
00:06:01: Zudem soll untersucht werden ob sich die Drohnen bereits mehrere Stunden vor ihrer Entdeckung auf dem Flughafengelände befunden haben könnte.
00:06:09: Zweites Flugobjekt wirft Neufragen auf.
00:06:12: Neben der gefundenen Sprengstoffdrohne beschäftigt die Ermittler auch ein zweites Flugobjekt.
00:06:16: Weil die Landebahn nach dem Pfund gesperrt wurde, musste ein Anfliegen des Frachtflugzeug durchstarten.
00:06:22: Nach Angaben der Bundesanwaltschaft kollidierte die Maschine im erweiterten Bereich des Flughafens mit einem Gegenstand bei dem es sich mutmaßlich um eine zweite Drohne gehandelt haben soll.
00:06:32: Die Ermittlern prüfen nun ob beide Drohnen Teil eines koordinierten Vorgehens waren und ob der Angriff gezielt vorbereitet wurde.
00:06:38: Auch die Welt berichtete unter Berufung auf eigene Recherchen über weitere Details zum zweiten Flugobjekt und den Ermittlungen.
00:06:46: Ukraine-Unterstützung rückt in den Fokus.
00:06:49: Besondere Aufmerksamkeit erhält der Fall auch wegen des Standorts.
00:06:52: Die Sprengstoffdrohne wurde in der Nähe ukrainischer Antonov Transportmaschinen entdeckt.
00:06:57: Der Flughafen Leipzig-Halle ist seit Jahren ein wichtiger Standort für Antonov Frachtflugzeuge und internationale Großraumtransporte.
00:07:04: Nach Angaben des MDR befindet sich dort unter anderem eine Basis der ukrainischen Antonov Airlines, die den Standort von Wartungs-, Fracht- und Transportaufgaben nutzt.
00:07:13: Nach Medienberichten soll am Vortag des Drohnenvorfalls einen Transport mit Munition aus Frankreich nach Leipzig erfolgt sein – ob die Betreffen der Maschine anschließend weiter in Richtung Ukraine fliegen sollte, ist öffentlich bislang nicht abschließend bestätigt.
00:07:27: Auch die Frage, ob sich zum Zeitpunkt des Vorfalls Munition oder anderes militärisches Material an Bord befand ist bislang nicht abschließend geklärt.
00:07:35: Während die Bild-Zeitung über einen möglichen Transport von Munition berichtete, erklärte das Bundesinnenministerium gegenüber den zuständigen Bundestagsausschüssen, dass ich zum Zeitpunkt des Vorfalles keine Munition an Bords der betroffenen Maschine befunden habe.
00:07:48: Damit bleibt offen, ob die mutmaßlichen Täter gezielt eine Verbindung zur Ukraineunterstützung ins Visier genommen haben.
00:07:55: die Ermittler prüfen weiterhin, welches Ziel hinter dem Einsatz der Drohnen stand und ob ein staatlicher Akteur oder eine andere Organisation beteiligt war.
00:08:03: Ermittlungen zu möglichem Hintergrund laufen weiter.
00:08:06: Bundesinnenminister Alexander Dobrent CSU sprach von einem hybriden Anschlagsszenario mit hochprofessionellen Tätern und schloss einer Beteiligung fremder Mächter nicht aus.
00:08:16: Die beiden Politikerinnen Marie-Agnes Strackzimmermann und Katharina Dröge äußerten die Vermutung eines möglichen russischen Hintergrunds.
00:08:23: Eine offizielle Zuordnung durch die Ermittlungsbehörden gibt es bislang jedoch nicht.
00:08:28: Die Ermittlungen der Bundesanwaltschaft dauern an, im Mittelpunkt steht weiterhin die Frage wer hinter dem mutmaßlichen Angriff steckt wie die Drohne auf das Gelände gelangen konnten und welches Ziel mit dem Vorfall verfolgt wurde?
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