Krieg um Getreide im Schwarzen Meer: Drohnen versenken Handelsschiffe #238

Shownotes

Drohnenangriffe unbekannter Herkunft haben im Oktober mindestens sieben Frachtschiffe im Schwarzen Meer versenkt oder stark beschädigt. Die NATO-Mitglieder Rumänien und Bulgarien sind alarmiert und mutmaßen, dass Russland dahinterstecke.

Transkript anzeigen

00:00:00: Herzlich Willkommen zu Epoch im Fokus mit dem Thema NATO-Artikel IV im Gespräch.

00:00:04: Krieg um Getreide im Schwarzen Meer, Drohnen versenken Handelsschiffe.

00:00:10: Eine Analyse von Tom Göller vom achtzenden Oktober.

00:00:12: zwanzig sechsundzwanzig Mikrofon Alexander Sieber.

00:00:15: Dronenangriffe unbekannter Herkunft haben im Oktober mindestens sieben Frachtschiffe im Schwarze Meer versenkt oder stark beschädigt.

00:00:23: Die NATO Mitglieder Rumänien und Bulgarien sind alarmiert und mutmaßen das Russlands Dahinterstecke.

00:00:29: Das Schwarze Meer hat sich in den letzten Wochen zum Schauplatz einer drastischen militärischen Eskalation entwickelt, was ursprünglich als strategischer Seekrieg zwischen Russland und der Ukraine begann.

00:00:39: Hat sich inzwischen zu einem Wirtschaftskrieg auf See gewandelt.

00:00:42: Zahlreiche Handelsschiffe wurden im westlichen Schwarzen Meer vor den Küsten von Bulgarien und Rumänen mit Drohnern angegriffen und teilweise versenkt wobei unklar bleibt von wem die Angriffe ausgegangen sind.

00:00:53: Davon unabhängig waren in manche Medien darunter die neue Zürcherzeitung bereits vor einem neuen Getreidekrieg im Schwarzen Meer und werfen die Frage auf, droht bald Hunger auf der Welt?

00:01:04: Hintergrund dieser Befürchtung ist Russland und die Ukraine zählen zu den wichtigsten Weizen- und Kornexporteuren der Erde.

00:01:11: Europa berät.

00:01:13: Das Europäische Parlament wird in dieser Woche in Strasbourg über eine Resolution zu den mutmaßlichen Angriffen Russlands auf mehrere Handelsschiffe im Schwarzen Meer beraten.

00:01:21: Die Initiative geht auf den rumänischen Europaabgeordneten Dan Barnard zurück, wie die romänische Nachricht-Dagentur MediaFax am vierzehntnoktober verbreitete.

00:01:30: Mit dieser Resolution soll das Europäisch Parlament die Angriffe in der Nähe der Hochheitsgewässer Rumäniens und Bulgariens verurteilen.

00:01:37: Der vulgarische öffentlich-rechtliche Rundfunk BNR will zudem Kenntnis darüber haben, dass sich auch die europäischen Staats und Regierungschefs zeitnah über die jüngste Eskalation im Schwarzen Meer beraten wollen.

00:01:49: Bulgarien und Rumänien fühlen sich angegriffen.

00:01:52: Beide Staaten sind laut Aussage des Auswärtigen Amts strategische NATO und EU Partner in Südosteuropa.

00:01:58: Außenminister Johann Wadevul, CDU, der sich am thirteenth und vierzehnt Oktober in Bulgarien und Rumänen aufhielt, zeigte sich während seines Besuchs in Südosteuropa besorgt über die dortige Lage und ließ sein Ministerium auf X verbreiten.

00:02:11: Zitat das schwarze Meer wird immer mehr zum Kriegsschauplatz.

00:02:14: Die Angriffe auf zivile Schiffe sind ein unhaltbarer Zustand.

00:02:18: Wir stehen an Bulgariens Seite.

00:02:20: Diese Eskalation dürfen wir nicht einfach geschehen lassen heißt es dort ohne einen Aggressor namentlich zu nennen.

00:02:27: Zu Rumänien sagte Vadevol, dass Deutschland mit Eurofeitern – Zitat die gemeinsam mit rumänischen Chats den Himmel über Südosteuropa sichern – das Land schützen und verteidigen werde.

00:02:38: Worum geht es?

00:02:39: Angriffe auf Handelsschiffe.

00:02:41: Bulgarin beklagt, dass einige der Angriffe in seiner sogenannten ausschliesslichen Wirtschaftszone AVZ stattgefunden hätten.

00:02:48: Die AVZ kann nach UN-Seerecht bis zu zweihundert Seemallen in das Schwarze Meer hineinreichen stellt aber kein offizielles Hochheitsgebiet Bulgariens dar.

00:02:56: Dennoch beansprucht Bulgarien in dieser Zone ein exklusives Recht zur wirtschaftlichen Nutzung und beruft sich dabei auf das UNCLOS.

00:03:07: Wie Euromaidan Press, eine ukrainische private Nachrichtenplattform berichtete sei der unter der Flagge des Karibischen Inselstaats Sankt Kitz und Nebis fahrende Massengutfrachter Royad Mamadov am fünften Oktober zweizig Seemalen vor der rumänischen Küste gesunken nachdem er durch russische See- und Luftdrohnen angegriffen worden sei.

00:03:28: Angriffe unbekannter Herkunft.

00:03:30: Der Frachter gehörte einem türkischen Unternehmen und hatte Getreide aus einem ukrainischen Hafen geladet.

00:03:35: Der ukrainische Präsident Volodymy Selensky machte Russland für den Angriff verantwortlich und erklärte laut EuroNews, Russland entscheidet sich konsequent für den Terror.

00:03:44: Die rumänische Nachrichtenplattform Informat berichtete das am sechsten Oktober der unter der Flagge Torgos fahrende Frachter Alfa Vatan durch einen Angriff vor der Küste Bulgariens versenkt worden sei –.

00:03:55: die Besatzung werde vermisst!

00:03:58: Auch der unter der Flagge von Palau fahrende Frachter Abel, der mit Weizen beladen war, sei in der bulgarischen AWZ mit Drohnen angegriffen worden.

00:04:06: Es war der erste Angriff auf Handelsschiffe in dieser Zone.

00:04:09: Am dreizehnth Oktober sank ebenfalls vor der Bulgarischen Küste die HS Dignity.

00:04:14: Elf Besatzungsmitglieder werden vermisst.

00:04:16: Ein weiteres Handelschiff, die Chelsea Three wurde durch einen Angriff beschädigt.

00:04:21: Die Besatzung wurde durch vulgarische Seenotkräfte gerettet wie das bulgarische Radio BNR mitteilte.

00:04:27: Bulgarien erwägt laut Informat den UN-Sicherheitsrat anzurufen und Artikel vier des NATO-Vertrags geltend zu machen, möglicherweise gemeinsam mit Rumänien.

00:04:37: Artikel four des NATO Vertrags besagt dass sich die NATO Staaten beraten – Zitat wenn nach Auffassung einer von ihnen die Unversehrtheit des Gebietes die politische Unabhängigkeit oder die Sicherheit einer der Parteien bedroht ist.

00:04:50: Bulgariens Premierminister Roman Radev vermute der am vierzehnten Oktober vor dem bulgarischen Parlament, dass Russland ein Motiv habe hinter den Drohnenangriffen auf Schiffe im Schwarzen Meer zu stecken.

00:05:01: Doch Bulgarien könne dessen Schuld nicht beweisen.

00:05:05: Getreide Exporte stark beeinträchtigt!

00:05:07: Wie die ukrainische Euromaidan Press am sechzehnten Oktober weiter berichtet, hätten um den vierzehnten Oktober herum russische Angriffstronen vom Typ Geran IV zwei weitere Frachtschiffe angegriffen.

00:05:18: Eines in der Nähe der ukrainischen Stadt Mykolaiv und ein weiteres in Czarnomorsk zwanzig Kilometer südlich von Odessa.

00:05:25: Solche Angriffe würden seit diesem Sommer die Getreidexporte aus dem Schwarzen Meer stark beeinträchtigen.

00:05:31: Zu diesem Schluss kam am sechzehntnoktober auch die amerikanische Nachrichten-Agentur Associated Press, AP in einem bei PBS veröffentlichten Bericht Die Angriefe in den AZ von Bulgarien und Rumänen würden eine globale Schifffahrtsroute bedrohen und die Gefahr bergen dass andere Länder direkt in den Krieg um die Ukraine hinein gezogen werden.

00:05:50: AEP verweist zudem darauf, dass während des gesamten Krieges Russland wiederholt die ukrainischen Häfen am Schwarzen Meer und an der Donau bombardiert habe.

00:05:58: Zitat, wodurch Kiev zunehmend auf alternative Routen angewiesen ist um seine Getreideexporte auf den Märkten Afrika und dem Nahen Osten zu bringen.

00:06:07: Zudem hätten in der Vergangenheit russische Drohnen – Zitat – wiederhohlt den rumänischen Luftraum in der Nähe einiger ukrainischer Donau-Häfen verletzt.

00:06:15: allerdings seien auch schon ukrainische Drohhne in den Luftraum Rumäniens eingedrungen.

00:06:21: Getreideexport nicht gefährdet, aber teurer.

00:06:24: CSA-George gründer der rumänischen Getreidenberatungsfirma AgriColumn erklärte gegenüber AP das seiner Meinung nach die Drohnenvorfälle den Handel etwa im romanischen Schwarzmehrhafen konstanter nicht beeinträchtigt hätten.

00:06:38: Sorgebereite jedoch der Anstieg der Versicherungskosten im gesamten Schwarzmehrraum sagte er und verwies darauf.

00:06:44: Zitat Die Prämie für das Risiko steigt.

00:06:47: Alle Kunden müssten jetzt mit höheren Versicherungskosten rechnen, seine größte Sorge sei jedoch ein schwerwiegender Vorfall in oder in der Nähe von Konstanta.

00:06:56: Im Juni explodierte eine ukrainische Meerestron im Hafen der Stadt drei weitere in der nähe – dass es in Konstanta zu einem schweren Vorfall kommt ist für Georgie daher absehbar.

00:07:06: Es ist nur eine Frage der

00:07:08: Zeit.".

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.