Suche nach Alternativen: Wie Länder des Nahen Ostens auf Umgehung von Hormus drängen #224
Shownotes
Die Hormus-Blockade hat die Golfstaaten nach Ausweichrouten suchen lassen: Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate bauen ihre Pipeline-Kapazitäten aus, während der Irak Öl vorübergehend per Lkw über Syrien ans Mittelmeer transportiert. Neue Pipeline-Projekte erfordern hohe Investitionen und jahrelange Bauzeit und werden durch regionale Rivalitäten erschwert.
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00:00:00: Herzlich Willkommen zu AperCamp Focus mit dem Thema Blockade der Straße von Hormus.
00:00:04: Suche nach Alternativen, wie Länder des Nahen Ostens auf Umgehung von Hornmus drängen?
00:00:10: Eine Analyse von Fgenia Filimirnova vom sechzehnten Oktober.
00:00:14: zwanzig sechsundzwanzig an Mikrofon Alexander Sieber.
00:00:18: Die Hormuzblockade hat die Golfstaaten nach Ausweichrouten suchen lassen.
00:00:22: Saudi-Arabien und die feinigten Arabischen Emirate bauen ihre Pipeline-Kapazitäten aus, während der Irak Öl vorübergehend per Lkw über Syrien ans Mittelmeer transportiert.
00:00:33: Neue Pipelineprojekte erfordern hohe Investitionen und jahrelange Bauzeit und werden durch regionale Rivalitäten erschwert.
00:00:41: Vor Beginn des Irankriegs im Februar wurde rund ein Fünftel des weltweit gehandelten Öls und Gases durch die Straße von Hormuz transportiert.
00:00:49: Die strategisch bedeutende Wasserstraße ist die wichtigste Exportrote für das Öl der Golfstaaten, darunter Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, der Irak und der Iran.
00:00:59: Störungen des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormuz haben die Regierungen veranlasst ihre Bemühungen um eine Diversifizierung der Exportwege für Öl auf den internationalen Märkten zu intensivieren.
00:01:10: Während einige Länder bereits über Möglichkeiten verfügen, Öl um die Engstelle herumzutransportieren arbeiten andere mit Hochdruck an der Entwicklung neuer Optionen, die den Golf mit dem Mittelmeer und dem Rotem Meer verbinden.
00:01:23: Doch wer verfügt tatsächlich über einen Weg um die Meeresengel herum?
00:01:27: Was würden neue Routen kosten und wann könnten sie eröffnet werden – und könnte eine von ihnen Hormus ersetzen?
00:01:34: Dies ist eine Übersicht über das was wir bisher wissen.
00:01:37: Saudi Arabien setzt auf seine Ost-West-Pipeline.
00:01:41: Saudi-Arabien ist im Vergleich zu den meisten anderen Golfstaaten besser aufgestellt, um seine Abhängigkeit von der Straße von Hormuz zu verringern da es bereits die Ost-West Pipeline betreibt.
00:01:50: Diese transportiert Rohöl aus der Ostprovinz des Königreichs zum Export Terminal am Roten Meer in Yanbu.
00:01:57: Laut Saudi Aramco dem nationalen Erdöl und Erdgasunternehmen des Landes hat die Pipeline eine maximale Kapazität von sieben Millionen Barrel pro Tag.
00:02:06: Der saudische Energieminister Prinz Abdulaziz bin Salman, sagt der Montag, dass das Königreich seine Exportkapazität innerhalb von sieben bis acht Wochen vorübergehend um bis zu eins Komma zwei Millionen Barrel pro Tag erhöhen könne.
00:02:20: Dazu müsse es eine inländisch Gas Pipeline für den Transport von Rohöl umrösten.
00:02:25: Mit zusätzlichen Investitionen in Pumpstationen und anderer Infrastruktur könne Saudi Arabien seine Fähigkeit, Exporter umzuleiten.
00:02:33: In den nächsten zwei bis drei Jahren auf rund zehn Millionen Barrel pro Tag steigern, so der Minister.
00:02:39: Dennoch wird die Ost-West Pipeline nicht voll ausgelastet.
00:02:42: Laut Kapler, einer Datenplattform für den Rohstoff und Schifffahrtshandel legt der Hauptengpass nicht in der Pipeline selbst sondern in der Exportinfrastruktur in Yanbu wo die Verladekapazität die Menge an Rohöl begrenzt über das rote Meer verschiffen kann.
00:02:58: Eine Erweiterung dieser Anlagen wäre notwendig bevor deutlich größere Exportmengen Hormors umgehen könnten.
00:03:04: Auch die westliche Route birgt ihre eigenen Risiken.
00:03:07: Seit Ausbruch des Konflikts hat die Hutitair-Organisation im Jemen Handelsschiffe im Roten Meer und in der Region um die Mehrenge Bab Al-Mandab angegriffen.
00:03:17: Vereinigte arabische Emirate bauen Infrastruktur aus.
00:03:20: Die vereinigten arabischen Emirate, VAE, bauen die Infrastruktur raus, die es ihnen ermöglicht einen größeren Teil ihrer Rohöl-Exporte an Hormos vorbeizuleiten.
00:03:29: Die Abu Dhabi Crude Oil Pipeline mit einer Kapazität von bis zu eins, acht Millionen Barrel pro Tag transportiert Öl von den Ölfeldern im Landesinneren zum Hafen von Futhayrach am Golf von Oman außerhalb der Straße von Hormuz.
00:03:43: Im Mai kündigten die VAE Pläne für die West-Ost Pipeline an, die auch als Hamriah Futschairach Pipeline bekannt ist und die Exportkapazität über Futscheirach bis versammelt werden soll.
00:03:56: Kepler schätzt dass das Projekt zu etwa fünfzig Prozent abgeschlossen sei und es Anfang im Betrieb gehen solle.
00:04:03: Die Datenfirma geht davon aus, dass die Pipeline die Exporte voraussichtlich erst ab Mitte-Zwanzig-Spürbar steigern werde.
00:04:10: Da die Verladeanlagen in Futscheirach ebenfalls erweitert werden müssten – bevor die zusätzlichen Kapazitäten voll ausgeschöpft werden könnten!
00:04:19: Wie der Irak die Hormos Blockade umgeht.
00:04:22: Im Gegensatz zu Saudi Arabien und den VAE verfügt der Irak nicht über eine bedeutende betriebsbereite Pipeline, die die Straße von Hormuz umgeht.
00:04:30: Die wichtigsten Ölfelder des Iraks liegen im Süden um die Hafenstadt Basra – fast alle Euro-Ölexporter des Landes werden über Terminals am persischen Golf verschifft!
00:04:40: Offizielle irakische Exportdaten zeigen, dass Basra weiterhin das wichtigste Exportzentrum des Landes ist und die Lieferungen aus dem Norden in der ersten Hälfte des Jahres, zwanzig sechsundzwanzig stetig zugenommen haben.
00:04:52: Nachdem die Straße von Hormoz gesperrt wurde hat der Irak begonnen Öl per LKW über den syrischen Hafen Banias an der Mittelmeerküste an ausländische Abnehmer zu liefern.
00:05:02: Bagdad hat auch damit begonnen, Treibstoff in die andere Richtung zu transportieren und importiert Benzin über den selben Hafen im Rahmen eines dreimonatigen Abkommens mit Syrien.
00:05:13: Den Qatar-ansässige Mischkonzern UCC kauft das Benzin während Syrien den Transport übernimmt und Transitgebühren erhebt.
00:05:21: Die Lieferungen erreichen Banias und werden dann auf dem Landweg über den Grenzpunkt Altanf im Südosten in den Irak transportiert.
00:05:29: Längerfristige Lösungen könnten die Verlängerung der bestehenden Kirkuk-Ceyhan Pipeline nach Süden bis Basra umfassen und einen Exportkorridor zum Mittelmeer über die Türkei schaffen.
00:05:40: Eine weitere Möglichkeit wäre, der Bau einer neuen Pipeline von den südlichen Ölfeldern des Irak westwärts durch Syrien bis nach Banyas.
00:05:49: Die irakische Regierung hat Vorverträge genehmigt, die es der Basra Oil Company ermöglichen gemeinsam mit einem Konsortium unter anderem aus Chevron, Capital TI und UCC Holding technische und finanzielle Machbarkeitsstudien für die beiden vorgeschlagenen Exportkorridore durchzuführen.
00:06:07: Die Untersuchungen werden voraussichtlich bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.
00:06:11: Danach könnten die Bauarbeiten beginnen – obwohl die Projekte wahrscheinlich noch mehrere Jahre in Anspruch nehmen werden!
00:06:18: Was sind die größten Hindernisse?
00:06:20: Die erneuten Bemühungen um die Entwicklung von Alternativen zur Straße vom Hormus bedeuten nicht, dass diese Projekte schnell oder überhaupt abgeschlossen werden.
00:06:29: Laut einer Analyse von Kepler werden viele regionale Pipeline-Projekte seit Jahren diskutiert – sind aber immer wieder gescheitert!
00:06:36: Gründer hierfür sind die hohen Baukosten, logistische Komplexität und politischen Herausforderungen beim Bau einer Infrastruktur, die mehrere Länder durchqueren.
00:06:45: Im Gegensatz zu inländischen Pipelines erfordern grenzüberschreitende Projekte eine nachhaltige Zusammenarbeit zwischen Regierungen, deren Beziehungen oft von regionalen Rivalitäten und Sicherheitsbedenken geprägt sind.
00:06:57: Der Krieg habe die Anreize verändert und ins Stocken geratene Projekter wiederbelebt – aber alle würden immer noch Erhebliches Kapital und mehrere Jahre benötigen um betriebsbereit zu sein, sagte Kepler.
00:07:08: Die Sicherheit bleibt eine weitere große Herausforderung.
00:07:11: In einer Analyse vom September klärte der britische Think Tank Chatham House, dass die Energieinfrastruktur im Verlauf des Konflikts immer häufiger ins Besier genommen werde.
00:07:21: Die Ost-West Pipeline Saudi Arabiens wurde nach Angriffen aus dem Irak vorübergehend außer Betrieb genommen – während die Schifffahrtsrouten im Rotem Meer durch Angriffe der Hut hier unter Druck gerieten.
00:07:31: Dies verdeutlicht das die Umgehung von Hormuz nicht unbedingt die grundlegenden Sicherheitsrisiken beseitigt.
00:07:37: Einige der vorgeschlagenen Routen wurden durch Konfliktgebiete oder Regionen führen, in denen bewaffnete Gruppen operieren – insbesondere im Irak und den Ostsyrien.
00:07:46: Laut Chatham House erhöht dies die Baukosten- und Sicherheitsrisiken unter Schwertes, Investoren und Versicherer zu gewinnen.
00:07:54: Analysten zufolge ist die realistische Strategie derzeit, der Ausbau der bestehenden Infrastruktur anstatt auf gänzlich neue regionale Pipeline-Netze zu setzen.
00:08:03: Die jüngste Krise hat zwar die langfristige Planung beschleunigt – doch die Straße von Hormos dürfte auch in den kommenden Jahren das wichtigste Ölexporttor des Nahen Ostens bleiben!
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