Studie deutet auf eine mögliche neue Ursache für Zöliakie hin #212
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00:00:00: Herzlich willkommen zum Epoch Times plus Podcast mit dem Thema, wer gibt im Immunsystem den Ton an?
00:00:08: Studie deutet auf eine mögliche neue Ursache für Zyliakii hin.
00:00:14: Jahrzehntelang hielt man zyliaki für eine reine Überreaktion auf Glutenen – doch ein neues Studie stellt alles auf den Kopf!
00:00:23: Ein Beitrag von George Citrunner vom zwölften Oktober twenty-sixundzwanzig am Mikrofon Joachim Bettermann.
00:00:31: Das Immunsystem verrät die Entwicklung einer Zyliakie möglicherweise schon lange vor den ersten Symptomen und noch bevor der Körper überhaupt auf Gluten reagiert.
00:00:43: Lange Zeit galt die Erkrankung als reine Überreaktion des Immunsystems auf Glutänen, eine aktuelle Studie im Fachjournal Immunology and Cell Biology Deutet jedoch daraufhin, dass bereits viel früher eine geschwächte Immunaktivität einsetzt die tiefgreifendere Ursachen hat als bisher angenommen.
00:01:05: Mangel an zentralen Signalstoffen Im Zentrum der Untersuchung standen die sogenannten CD-IV Helfer T-Zellen.
00:01:14: Diese weißen Blutkörperchen fungieren im Immunsystem wie generell auf dem Schlachtfeld.
00:01:20: Sie geben Befehle, koordinieren die Abwehr von Infektionen und steuern die Bildung von Antikörpern.
00:01:26: Die Überraschungen der Forscher – die Zellen reagierten keineswegs überaktiv sondern zeigten sich deutlich geschwächt!
00:01:34: Sie bildeten geringere Mengen des zentralen Botenstoffs Interloykin II, teilten sich langsamer und wiesen eine kürzere Lebensdauer auf.
00:01:44: Dieses Muster beobachteten die Wissenschaftler unabhängig von Geschlecht Krankheitsdauer oder einer bereits umgestellten glutenfreien
00:01:51: Ernährung.".
00:01:54: Das deutet darauf hin, dass die Veränderungen im Darm möglicherweise nicht nur durch eine aktive Entzündung oder eine kürzlich erfolgte Glutenexposition verursacht werden, erklärte Dr.
00:02:06: Jason Corrin Blitt Facharzt für Gastroenterologie, der nicht an der Studie beteiligt war gegenüber der Epoch Times und weiter Sie spiegeln möglicherweise eine angeborene immunologische Veranlagung wieder, die wahrscheinlich genetisch bedingt
00:02:21: ist.".
00:02:24: Neustestverfahren macht Zellverhalten sichtbar.
00:02:27: Den Nachweis dieser Abweichungen ermöglichte der Einsatz einer neuen Technologie des sogenannten Seaton II Cell Timer.
00:02:36: In einem eigens entwickelten Experiment versetzten die Wissenschaftler die Immunzellen in einen kurzzeitigen Aktivierungszustand.
00:02:43: Nachdem sie sämtliche Signalstoffe wieder entfernt hatten, analysierten Sie das eigenständige Regenerations- und Reaktionsverhalten der Zellen.
00:02:52: Unser Testverfahren ist ein bisschen so als würde man ein Spielzeug aufziehen und loslassen um zu sehen wie lange es läuft und welche Kunststücke es vorführt, sagte die Studienautorin Vanessa Bryant in einer Erklärung.
00:03:06: Gluten ist nach wie vor notwendig um die Krankheit auszulösen, sagte Cornblit Aber das Immunsystem ist möglicherweise bereits so verdrahtet, dass es abnormal reagiert.
00:03:17: Das könnte helfen zu erklären warum Zyliakii in Familiengehäuft auftritt und warum sie sich mit anderen Autoimmunerkrankungen
00:03:25: überschneidet.".
00:03:27: Aus gastroenterologischer Sicht, so sagte er, sei diese Studie wichtig da sie die Annahme stütze, Möglicherweise spielt auch ein tiefer liegender, grundlegender Unterschied in der Programmierung des Immunsystems eine Rolle, sagte er.
00:03:49: Hoffnung auf frühere Diagnosen.
00:03:51: Nun untersucht das Forschungsteam ob vergleichbare Immunmuster auch bei anderen Autoimmunerkrankungen vorkommen und ab welchem Alter sie nachweisbar sind.
00:04:01: Die Ergebnisse können hilfreich für die Früherkennung sein.
00:04:05: Experten mahnen jedoch zur Zurückhaltung was eine rasche Umsetzung im Praxisalltag betrifft.
00:04:10: Sollten künftige Studien bestätigen, dass diese Veränderungen im Immunsystem lange vor ersten Symptomen oder Darmschädigungen auftreten, könnte die Analyse des Zellverhaltens-Risikopersonen künftig viel früher identifizieren als bisher möglich.
00:04:28: Dies, so sagte er, könnte insbesondere für Verwandte ersten Grades von Menschen mit Zyliakii, für Kinder mit Zylia-Ki assoziierten Genen oder für Patienten mit anderen Autoimmunerkrankungen von Nutzen sein.
00:04:44: Eine frühzeitigere Erkennung könnte eine engmaschigere Überwachung, frühere Antikörpertests, eine Ernährungsbeurteilung und eine schnellere Diagnose ermöglichen, sobald die Erkrankung ausbricht, sagte Corin Blitt.
00:04:58: Allerdings bräuchten wir größere langfristige Studien, in denen Risikopersonen über einen längeren Zeitraum hinweg beobachtet werden, bevor wir dies klinisch anwenden können.
00:05:10: Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung – bei Gesundheitsfragen wenden sie sich bitte an ihren Arzt oder Apotheker!
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