Fast 4 Milliarden Euro gespart: Können Batteriespeicher die Energiewende günstiger machen? #20

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Ein schnellerer Ausbau der Batteriespeicher soll den Bundeshaushalt und indirekt Verbraucher in Deutschland um Milliardenbeträge entlasten können. Das zeigt eine neue Analyse des Fraunhofer-Instituts, doch die realen Zahlen liegen weit hinter den Annahmen zurück.

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00:00:00: Herzlich willkommen zur Epoch im Fokus mit dem Thema Analyse vom Fraunhofer-Institut.

00:00:05: Fast vier Milliarden Euro gespart, können Batteriespeicher die Energiewende günstiger machen?

00:00:12: Ein Artikel von Maurice Vorgang vom fünften August.

00:00:14: zwanzig sechsundzwanzig am Mikrofon Alexander Sieber.

00:00:19: Ein schnellerer Ausbau der Batteriespeicher soll den Bundeshaushalt und Indirektverbraucher in Deutschland Milliardenbeträge entlasten können.

00:00:27: Das zeigt eine neue Analyse des Fraunhofer Instituts, doch die realen Zahlen liegen weit hinter den Annahmen zurück.

00:00:35: Ein großes Problem bei der deutschen Energiewende ist die Wetterabhängigkeit von Windkraft- und Photovoltaik.

00:00:41: Für einen Entschärfung sollen der schnellere Ausbau netzdienlicher Batteriespeicher und mehr Flexibilität im Stromsystem sorgen.

00:00:48: Zu dieser Einschätzung kommt eine jüngst erschienene Analyse des Fraunhofer Instituts für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik, IEE im Auftrag des Bundesverbandes Erneuerbare Energie

00:00:58: e.V.,

00:00:59: BEE – das Bundesverbands Solarwirtschaft und das Bundesverbands Windenergie.

00:01:04: Die Kurzstudie mit dem Titel die nächste Phase der Energiewende Flexibilität verspricht eine finanzielle Milliardenentlastung für Verbraucher- und Marktteilnehmer.

00:01:15: Ein Problem!

00:01:16: Helbriesen Stromspeicher sind für sogenannte Hellbriesen gedacht.

00:01:21: Bei einer Hellbrise, dem Gegenteil der Dunkelflaute erzeugen Solaranlagen bei starker Sonneneinstrahlung viel Strom während gleichzeitig auch Windräder – bei viel Wind – viel Strom erzeugt.

00:01:31: Angesichts dieses Phänoméns treten in Stunden mit hoher Erzeugung immer häufiger und immer stärkere Preisaufschläge von negativen Börsenstrompreisen auf wie aus der Analyse hervorgeht.

00:01:43: Hellbrisen führen häufig zu folgenden Problemen im Stromsystem und Markt Starke Abregedungen.

00:01:49: Um die Netze nicht zu überlasten, müssen Netzbetreiber immer häufiger Windkraft- und Solaranlagen per Fernzugriff drosteln oder komplett abschalten – diese Maßnahmen gehören zum sogenannten Redispatch.

00:02:01: Extreme Preise Der Börsenstrompreis fällt auf oder sogar unter Null Euro.

00:02:06: Zu Sonnenuntergang entstehen häufig positive Preisspitzen durch Strommange.

00:02:10: Dadurch entsteht eine für Deutschland ungünstige Kostenbilanz im Stromhandel mit dem Ausland.

00:02:16: Hohe Kosten Die betriebswirtschaftliche Grundlage wird durch sinkende Förderung nach dem Erneuerbare Energiengesetz EEG zunehmend schwieriger.

00:02:26: Sinkende Marktwerte Als Ursache benennt das Fraunhofer Institut die fehlende Flexibilität im Stromnetz, dieser Umstand verhindere dass Strom aus den erneuerbaren Energiequellen zeitlich besser genutzt wird.

00:02:38: oder anders ausgedrückt diese erneuebare wetterabhängige Stromerzeugungen weicht zu stark vom Strombedarf der Verbraucher ab.

00:02:46: Theoretische Verzehnfachung der Speicher.

00:02:49: Im Fokus der Studie stand der siebzehnmonatige Zeitraum von Januar zwanzig fünfundzwanzig bis Ende Mai zwanzich sechsundzwantig, die Autoren untersuchten was hier eine zusätzliche kurzfristige Flexibilität von zwanziger Gigawatt an Speicherleistungen mit vier Stunden Speicherkapazität also rund achtzig gigawatt Stunden bewirkt hätte.

00:03:08: Ende Mai, twenty-sixundzwanzig lag die gesamte Speicherleistung aller Batteriespeicher hierzulande bei achtzehn Komma neun Gigawatt also die Leistungen diese maximal gleichzeitig abgeben können.

00:03:18: Im Januar zwanzig fünfundzwzig waren es noch dreizehn gigawatt.

00:03:21: Die Kapazität stieg im Beobachtungszeitraum von Neunzehn Kommer zwei auf neunundzwantig Komma Null Gigawatts Stunden.

00:03:27: dies umfasst Heim Gewerbe und Großspeicher.

00:03:31: Heim und Gewerbespeicher sind aktuell jedoch meist betreiberfreundlich das heißt sie können schon vormittags voll geladen sein.

00:03:38: Am späten Vormittag und frühen Nachmittag, wenn die Solar-Spitze am höchsten ist können sie bereits nichts mehr aufnehmen.

00:03:43: Für eine netzdienliche Reladung fehlen meist die Anreize.

00:03:47: Wirklich systemdienlich sind damit nur die Großspeicher.

00:03:50: Diese kommen heute auf eine Speichereistung von drei Komma sieben Gigawatt und sechs Komma vier Gigawattsstunden Kapazität, Von Januar zwanzig fünfundzwanzig bis Mai zwanzzig sechstenzwanzige Wuchsenleistungen und Kapazitäten von eins Komma neun auf drei Kommas vier Gigawatte respektive zwei Komma Vier Auf Fünf Komma Sechs Gigawatte Stunden.

00:04:08: Die Studie beruht somit auf etwa einer Verzehnfachung der netzdienlichen Speicher.

00:04:12: Diese Speichererweiterung hätte demnach die Probleme der Helbrise ausgeglichen, die Marktwerte der Erneuerbahnenergien erhöht und die EEG Förderkosten gesenkt.

00:04:22: Zugleich wären die Sportmarktpreise gedämpft und das Stromkostensaldo im europäischen Handel günstiger gewesen.

00:04:29: Aus volkswirtschaftlicher Sicht hätten die zusätzlichen zwanzig Gigawatt im Untersuchungszeitraum demnache Einsparungen von fünf Komma sechs Milliarden Euro ermöglicht – auf ein Jahr gerechnet entspricht das rund drei Komma neun Milliarden Euro!

00:04:42: Niedriger Marktwert macht Solarstrom teuer.

00:04:45: Den Effekt fehlender Speicher sieht man gut am Marktwirt, bei der Photovoltaik und teils auch bei der Windkraft fällt er gerade in den Sommermonaten unter die Einspeisevergütung.

00:04:56: Diese lag zwanzig fünfundzwanzig bei der Fotovoltaaik für Neuanlagen bei rund acht Cent pro Kilowattstunde.

00:05:02: Von März bis Oktober zwanziv fünfund zwanzzig befand sich der solare Marktwert mit minimal knapp zwei Cent pro Kilo Wattstunden jedoch teils deutlich darunter.

00:05:11: Grund dafür ist das häufige Überangebot von Solarstrom, welches den Börsenstrompreis einbrechen lässt.

00:05:17: Das bedeutet dass diese Kraftwerksart ihre staatlich garantierten Kosten auf dem Markt nicht erwirtschaften kann.

00:05:23: Solarstrom wird damit zum Zuschussgeschäft für die Bundesregierung.

00:05:27: Auch für das Bild sieht bisher ähnlich aus.

00:05:31: Der monatliche Marktwert sank bereits im Februar unter die durchschnittlichen Einspeisevergütung, ebenso viel der Marktwert im April auf ein neues Rekordtief von ¼ pro Kilowattstunde.

00:05:42: Je weiter der solare Marktwert unter dem Einspeisevergütungsbetrag liegt, desto teurer ist diese Energiequelle für den Steuerzahler.

00:05:49: Batteriespeicher können das zeitliche Überangebot der Photovoltaik, also die solaren Stromspitzen senken.

00:05:55: Das soll letztlich den solaren Marktwert wieder erhöhen.

00:05:58: Gleichzeitig würden sich die extremen Ausschläge der Sportmarktpreise sowohl mittags im negativen als auch abends im positiven Bereich reduzieren.

00:06:08: Was weitere Batterie Speicher noch bewirken?

00:06:11: Nicht nur negative Börsenstrompreise, sondern auch marktliche Abregelungsmengen ließen sich laut Fraunhofer-Analyse reduzieren.

00:06:18: Dennach seien bis zu siebzig Prozent weniger negative Preise und um drei Komma drei Terawattstunden und rund fünfundfünfzig Prozent wenige Abschaltungen möglich.

00:06:28: Ersteres senkt die Zuzahlung zu produziertem Strom.

00:06:31: Letzteres verringert die Strommenge, die nicht produziert aber dennoch bezahlt werden muss.

00:06:37: Zugleich würden sich die Finanzierungsrisiken durch Paragraph einundfünfzig EEG deutlich verringern.

00:06:42: Bei Photovoltaik um rund fünfundsiebzig Prozent, bei Windenergie an Land um fast fünfundfünftig Prozent und bei Offshore-Windenergie um fast sechzig Prozent.

00:06:52: Für die kommenden Jahre sieht der BEE weiteren Handlungsbedarf.

00:06:56: Um die von der Bundesregierung angestrebten Ausbauvolumina von jährlich zwanzig Gigawatt Photovoltaik und fünfzehn Gigawatte Windenergie besser in das Stromsystem zu integrieren, sei ein stärkerer Speicherzubau erforderlich.

00:07:09: Die Analyse gibt einen zusätzlichen Bedarf von etwa acht Gigawatts Speichermeistern bzw.

00:07:13: zweiunddreißig gigawatt Stunden Speicherkapazität pro Jahr an.

00:07:17: zum Vergleich In den vergangenen zwölf Monaten entstand eine zusätzliche Speicherleistung von rund vier Komma-vier Gigawatt, davon allerdings nur etwa eins Komma fünf Gigawatte in Großspeichern.

00:07:28: Ähnlich verhält es sich beim Kapazitätsausbau.

00:07:30: Vom Gesamt Plus in Höhe von sieben Komma Fünf Gigawatts Stunden entfallen lediglich drei Komma zwei Gigawartstunden auf Großspeiche.

00:07:39: Der Markt steht bereit?

00:07:41: Ursula Heinen Esser Präsidentin des Bundesverbandes Erneuerbare Energie erklärte Zitat die Analyse zeigt Speicher sind ein Sparprogramm für Stromkunden und Bundeshaushalt.

00:07:51: Die Politik muss Speicher- und Flexibilität jetzt schneller ermöglichen!

00:07:56: Der BEE fordert vor allem, regulatorische Hemmnisse beim Speicherausbau rasch abzubauen – dazw.

00:08:01: der Verband unter anderem beschleunigte und standardisierte Netzanschlussverfahren den stärkeren Einsatz von Speichern bei Redispatch-Maßnahmen und Netzengpässen sowie vereinfachte Anschlussregeln für speicher an bestehenden Netzanschlüssen.

00:08:28: Im Allgemeinen begrüße die Bundesregierung den Hochlauf von Stromspeichern für das Energiesystem.

00:08:34: Stromspeicher sind wichtig für die Energiewende, da fluktuierende EE-Erzeugung über die Zeit geglättet wird.

00:08:41: Neben der Marktintegration ist auch die Netzintegration wichtig, teilte Tim Niklas Wenzel, Pressesprecher im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie der Epoch Times auf Anfrage mit.

00:08:51: Die Bundesregierung befürwortet besonders die sogenannten co-located Batteriespeicher.

00:08:56: Diese Speicher liegen direkt neben einem Solar oder Windpark und somit ebenfalls hinter dem bestehenden Netzanschlusspunkt der

00:09:03: Erzeugungsanlage.".

00:09:05: Hierfür ist kein zusätzlicher Netzausbau erforderlich, das zentrale Instrument sind flexible Netzanschlussvereinbarungen zwischen Speicher- und Netzbetreibern erklärte Wenzel.

00:09:15: Knapp fünfzig Euro für jedem Mann?

00:09:18: Konkrete Ziele für den Ausbau von Speichern geben es allerdings nicht.

00:09:21: Daher sind vonseiten die Regierung in Berlin aktuell auch keine zusätzlichen Förderungen oder Anreize geplant, der Zubau erfolgt marktgetrieben und stattliche Förderung so wenzelweiter.

00:09:31: Das Marktumfeld für Stromspeicher ist aktuell äußerst günstig begründete ihr.

00:09:35: Die Kosten für Batteriespeicher sein in den vergangenen Jahren stark gesunken, mit anderen Worten.

00:09:40: Künftige Betreiber können derzeit nicht auf Fördermilliarden hoffen wie sie Windkraft- und Solarstromerzeuge erhalten – das ist zumindest für die Steuerzahler eine gute Nachricht!

00:09:50: Denn dann bliebe die mögliche Einsparung tatsächlich bestehen statt lediglich in andere Fördertöpfe umgeleitet zu werden.

00:09:57: Dennoch ist kaum zu warten dass das ersparte Geld in den Portemonnaies der Menschen landet.

00:10:02: Immerhin wären das knapp fünfzig Euro pro Person, vom Baby bis zum Rentner.

00:10:06: Jedes Jahr!

00:10:08: Wahrscheinlich wäre ein Einfließen in den Bundeshaushalt oder den entsprechenden Fonds.

00:10:13: Eine Anfrage der Epoch Times an den BEE – was mit möglichen Milliarden geschehen würde – blieb bis zu dem Zeitpunkt der Veröffentlichung unbeantwortet.

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