Die Handelsspannungen zwischen Europa und China spitzen sich zu #173
Shownotes
China zeigt keine Anzeichen von Entgegenkommen, während sich die EU eine Frist bis Oktober gesetzt hat, um zu entscheiden, wie sie mit der Flut chinesischer Importe umgehen will.
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00:00:00: Herzlich Willkommen zu Epoch im Fokus mit dem Thema, die Handelsspannungen zwischen Europa und China spitzen sich zu.
00:00:07: Ein Meinungsartikel von Milton S. Ratty vom threißigsten September zwanzig sechsundzwanzig am Mikrofon Alexander Sieber.
00:00:15: China zeigt keine Anzeichen vor Entgegenkommen während sich die EU eine Frist bis Oktober gesetzt hat um zu entscheiden wie sie mit der Flut chinesischer Emporte umgehen will.
00:00:26: Im vergangenen Juni gaben sich die Europäische Union und China bis Oktober Zeit, um Wege zum Abbau der Ungleichgewichte im bilateralen Handel zu finden.
00:00:35: An den hohen chinesischen Handelsüberschüssen hat sich seither jedoch nichts geändert – Europa bleiben nur noch wenige Wochen, um einen neuen Kurs festzulegen.
00:00:43: Die EU wird voraussichtlich dem amerikanischen Beispiel folgen und Zölle sowie andere Handelsbeschränkungen verhängen.
00:00:49: Welche Form diese Beschränkung genau annehmen werden dürfte allerdings erst später klar werden!
00:00:54: Viele der heutigen Probleme zwischen Europa und China begannen vor etwa achtzehn Monaten in Washington.
00:00:59: Damals beklagte US-Präsident Donald Trump, chinesische Importe hätten die industrielle Basis Amerikas ausgehöhlt.
00:01:06: Er hob die Zölle insgesamt an – insbesondere auf chinesischem Waren und verhängte weitere Handelsbeschränkungen gegenüber China.
00:01:13: Infolgedessen brachen sie den USA erzielten Umsätze chinesischer Unternehmen ein – zwischen Januar zwanzig fünfundzwanzig und Januar zweizig sechsundzwantig um ungefähr die Hälfte.
00:01:22: Die stark exportabhängige chinesische Wirtschaft brauchte neue Märkte, um die einst so bedeutende amerikanische Nachfrage zu ersetzen.
00:01:31: Und Europa wurde zu einer Antwort darauf.
00:01:33: Die chinesischen Exporter in die EU stiegen vom vierten Quartal, zwanzig-vierundzwanzig bis zum zweiten Quartalswanzig sechsundzwantig dem jüngsten Zeitraum für den Daten vorliegen um mehr als zehn Prozent.
00:01:44: Dieser Trend allein beunruhigt der europäische Politiker und Unternehmen.
00:01:47: noch beun ruhiger war jedoch dass das Wachstum überwiegend bei Spitzenprodukten stattfand, die seit langem mit europäischer Produktion verbunden sind.
00:01:55: Anfang twenty-sixundzwanzig häuften sich auf dem gesamten Kontinent Klagen über den Schaden, den der Handel mit China europäischen Unternehmen und der Industrie zufügte.
00:02:05: Beispielhaft dafür ist ein Bericht des französischen Hochkommissariats für strategierend Planung, die ja im Februar zwanzigzehnzwanziger schien.
00:02:12: Darin hieß es Der Handelmitchiner bedrohe das Herzstück der Europäischen Industrie.
00:02:17: Schon der Titelsprachbände Die chinesische Dampfwalze Christine Lagarde Präsidentin der Europäischen Zentralbank, EZB warnte das eine Säule der europäischen Wirtschaft die Industrie im mittleren Technologiesegment erodiere.
00:02:31: Sie stellte fest dass China inzwischen in knapp vierzig Prozent der Branchen in denen der Euroraum einen Wettbewerbsvorteil hat direkt mit ihm konkurriere gegenüber rund fünfundzwanzig Prozent Anfang der zweitausender Jahre.
00:02:44: EZB-Berichte haben unter anderem die Automobilindustrie und Heilbleiter als Bereiche hervorgehoben, in denen chinesische Produkte Beschäftigung und industrielle Kapazitäten in Europa besonders bedrohten.
00:02:55: Die europäischen Beschwerden über Chinas Handelspraktiken konzentrieren sich auf zwei Bereiche – zum einen halt China's Zentralbank, die Chinesische Volksbank den Wechselkurs der chinesischen Währung Yuan Niedrig.
00:03:06: Dadurch können chinesischer Hersteller ihre Produkte auf den Weltmärkten mit einem deutlichen Preisvorteil anbieten.
00:03:13: Zum anderen ist Peking bereit, bevorzugte Industriezweige zu subventionieren und auf andere Weise zu unterstützen.
00:03:19: Die Europäer wiesen ausdrücklich darauf hin, dass gerade die Branchen- und Unternehmen, die am meisten exportieren, die stärkste Unterstützung aus Peking erhalten.
00:03:28: Pekingsubventionen kamen im Juni bei Gesprächen zwischen dem chinesischen Handelsminister Wang Wen Tao und EU-Handelsminister Maros Zhevkovic zur Sprache.
00:03:38: Wang bot an, China's Handelsüberschuss durch Kaufabkommen für europäische Waren sowie doch eine Senkung chinesischer Zölle auf europäisch Produkte zu verringern.
00:03:47: Bei diesen Gesprächen setzten die Europäer eine Frist von drei Monaten für Anzeichen einer Verbesserung – sie endet im Oktober!
00:03:54: Die Zwischenzeit hat wenig Anzeigen für eine Verbesserungen gebracht – im Gegenteil….
00:03:58: Die Probleme scheinen sich verschärft zu haben.
00:04:01: Im Juli, dem ersten Monat nach den Verhandlungen im Juni und dem jüngsten Monat für den vollständige Daten vorliegen vervielfacht er sich beispielsweise Chinas Handelsüberschuss gegenüber Schweden im Vergleich zum Vorjahresmonat.
00:04:12: Gegenüber Finnland und Rumänien wuchs sehr über neunzig Prozent, gegenüber Deutschland um knapp dreißig Prozent und gegenüber Polen um rund dreizig Prozent.
00:04:20: Bei den übrigen Mitgliedstaaten fielen die Anstiege überwiegend geringer aus – nur gegenüber drei EU-Ländern wuchs Chinas Überschuss nicht!
00:04:28: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erklärt, sie sei bereit alle Instrumente einzusetzen die ihr zur Verfügung stünden um die Lage anzugehen.
00:04:37: Jede Maßnahme wird jedoch Zeit brauchen.
00:04:40: Im Oktober muss sie ihre Vorschläge den Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten vorlegen und eine zweifellos schwierige Debatte führen – und selbst wenn von der Laien eine Einigung erzielt wird es dauern bis seine EU-Maßnahmewirkung zeigt.
00:04:52: Bei dem unvermeidlichen Ringen unter den Europäen werden zwei Themen die Beratungen überschatten.
00:04:57: Das eine ist die Zukunft der EU-Zölle auf chinesische Elektrofahrzeuge, die im Oktober zwanzig vierundzwanzig in Kraft traten um Peking Subventionen entgegenzubirken.
00:05:07: Das andere betrifft die Gebühren, die Europa seit Juli auf kleine Pakete von außerhalb der EU erhebt und damit insbesondere auf Sendungen aus China.
00:05:15: Die Zölle für Elektro Fahrzeuge haben es vollständig verfehlt Zugeständnisse Pekings zu erreichen oder die Flut chinesischer Importe einzudämmen.
00:05:24: Die Juli-Daten zeigen, dass die chinesischen Lieferungen von Plug-in Hybridfahrzeugen in die EU gegenüber dem Vorjahresmonat um hundertachzehn Komma drei Prozent gestiegen sind.
00:05:33: In Frankreich um mehr als ein tausend Prozent und in den Niederlanden um mehr as dreihundert Prozent.
00:05:39: Deutschland, Europas größte Automobilproduzent und wichtigster Konkurrent Chinas importierte im Juli fast einundvierzig Prozent mehr Elektrofahrzeuge aus China als ein Jahr zuvor.
00:05:49: Die Gebühren auf kleine Pakete dagegen ließen die chinesischen Exporte geringwertige Waren in die EU im Julio von dreißig bis vierzig Prozent einbrechen.
00:05:58: Die sehr unterschiedlichen Ergebnisse spiegeln wahrscheinlich weniger wirtschaftliche Faktoren als vielmehr Peking's Prioritäten wieder.
00:06:05: Das chinesische Regime nimmt den Verlust kleiner Geschäfte mit geringwertigen Waren deutlich weniger ernst, als Einbußen bei Elektrofahrzeugen die einem Schwerpunkt von Pekings Programm Made in China.
00:06:18: Zweifellos, half Peking seinen Elektrofahrzeugherstellern die Auswirkungen der EU-Zölle zu überstehen ließ jedoch zu dass die europäischen Gebühren den Handel mit kleinen Paketen beeinträchtigten.
00:06:29: Solche Realitäten werden die bevorstehenden Beratungen in Europa erheblicher schweren.
00:06:34: Zusätzlich erschwert wird die Situation dadurch, dass Peking offenbar entschlossen ist sich gegen sämtliche Maßnahmen der Europäer zu stellen.
00:06:41: Bereits jetzt hat Peking chinesischen Unternehmen und Individuen untersagt an der Subventionsuntersuchung der EU-anlässlich der geplanten Übernahme des deutschen Elektronikhandlers Sissimani durch den chinesischem Konzern JD.com mitzuwirken.
00:06:55: Im Mai hatte es derselbe bei der Untersuchung gegen den Flughafenscannerhersteller Nuktek getan.
00:07:01: Statt auf entgegenkommen zu setzen, war auf China's Justizministerium der EU eine unzulässige extra-territoriale Rechtsanwendung vor und drohte mit Vergeltungen.
00:07:10: Europa und China stehen zweifelos für einer Neuauflage des Tanzes den Peking twenty-fünfundzwanzig mit Washington aufgeführt hat.
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