Streit in Ungarn über Schuld an Stromknappheit #17

Shownotes

In Ungarn ist ein politischer Streit darüber entstanden, warum das Land derart stark unter Wasserknappheit leidet, dass möglicherweise für mehrere Wochen das einzige Kernkraftwerk abgeschaltet werden muss. Ministerpräsident Magyar wirft seinem Vorgänger Versäumnisse vor. Orbáns Partei Fidesz sagt, Magyar sei dafür verantwortlich. Worum es geht.

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00:00:00: Herzlich Willkommen zu Epoch im Fokus mit dem Thema Abschalten von Kernkraftwerken.

00:00:05: Streit in Ungarn Überschuld an Stromknappheit.

00:00:09: Ein Artikel von Tom Göller vom vierten August, zwanzig sechsundzwanzig am Mikrofon Alexander Sieber.

00:00:15: In Ungarn ist ein politischer Streit darüber entstanden warum das Land derart stark unter Wasserknappheid leidet dass möglicherweise für mehrere Wochen das einzige Kernkraftwerk abgeschaltet werden muss.

00:00:26: Ministerpräsident Matja wirft seinem Vorgänger Versäumnisse vor.

00:00:30: Orbans Partei Fides sagt, Mattia sei dafür verantwortlich.

00:00:34: Worum geht es?

00:00:35: Die andauernde Dürre hat in mehreren Ländern Europas zu Waldbränden und Evakuierungen geführt.

00:00:41: nun droht als Folge der hohen Temperaturen- und ausbleibender Niederschläge Energieknappheit in Ungarn und Rumänien.

00:00:48: Der ungerische Ministerpräsident Peter Mattiar warnte am Montag, dritte August auf eine Pressekonferenz das die härtesten fünf Tage noch vor uns liegen.

00:00:56: Hintergrund ist, dass das einzige Kernkraftwerk des Landes PAXCH aufgrund niedriger Wasserstände in Teilen der Donau kurz vor der Abschaltung steht.

00:01:04: Bis Mittwoch könnten die Temperaturen auf forty-fünf Grad steigen und der Pegelstand der Dona mehrere Zentimeter weiter absinken.

00:01:12: Das Kernkraftwerk PAX with seinen vier Reaktorblöcken liegt etwa hundert Kilometer südlich der Hauptstadt Budapest und bezieht sein für den Betrieb notwendiges Kühlwasser aus der Donao.

00:01:22: Der Fluss hat an seinem Unterlauf stellenweise nur ein Drittel des durchschnittlich im juligemessenen Wasserstand.

00:01:28: Pax ist von russischer Bauart und erzeugt ihm normalbetrieb fast die Hälfte des ungerischen Stromes, selbst nach einer Abschaltung würde das Kraftwerk weiterhin große Mengen Wasser benötigen um einen nuklearen Unfall abzuwenden.

00:01:40: Mehrere hundert Unternehmen müssten ihren Energieverbrauch reduzieren, sagte Matja weiter.

00:01:45: Er deutete an dass das Kernkraftwerk möglicherweise wochenlang komplett abgeschaltet werden müsse.

00:01:51: Um einen Totalausfall zu verhindern, hat Ungarn seit vergangener Woche seine Stromemporte aus den Nachbarländern in etwa verdoppelt.

00:01:58: Wobei der größte Teil des zusätzlichen Stroms laut der Nachrichtenplattform Euraktiv aus Tschechien bezogen wird.

00:02:05: Die täglichen Importer seien derzeit jedoch mehr als dreimal so hoch wie im Juli, twenty-fünfundzwanzig stellt das Medium weiter fest.

00:02:12: Nach Einschätzung des stellvertretenden Vorsitzenden der Regierungspartei TISA, Marc Radnay könnte diese Krise ungern aufgrund der stark steigenden Preise für importierten Strom zwischen hundert und zweihundert Milliarden vor Rind, zweihundertfünfundsiebzig und fünfhundertvierzig Millionen Euro kosten.

00:02:30: Matja wirft Orban Versäumnis vor.

00:02:32: Der neue Ministerpräsident Peter Matja nimmt zudem die Energiekrise zum Anlass, seinen Vorgänger Viktor Orban an Neu zu kritisieren.

00:02:39: Dieser habe der Infrastruktur des Landes nicht auf die Realitäten des Klimawandels vorbereitet wird Matja von der russischen Nachrichtenagentur Viori zitiert.

00:02:48: Laut Matjar hätten frühere Investitionen den Betrieb der Anlage trotz der Dürre aufrecht erhalten können.

00:02:54: Hätte sich die Vieh des Regierungen von Orban statt auf eine pro-russische Energiepolitik, die dem Klimawandel leugnet und Windkraftanlagen verbietet – auf die tatsächliche Souveränität ungans konzentriert, könnte Paxch auch jetzt noch bei den derzeitigen Rekordtiefständen der Donaut in Betrieb sein, sagt

00:03:10: MatjAR.".

00:03:11: Er war auf der früheren Regierung vor sich nicht auf steigende Temperaturen vorbereitet zu haben.

00:03:16: Er argumentierte, dass eine bessere Pumptechnik für das KKW früher hätte installiert werden müssen – auch hätten Windkraftanlagen tausende Megawatts zusätzlich ins ungerische Stromnetz einspeisen

00:03:27: können.".

00:03:28: Während die vorherige Regierung die staatliche Unabhängigkeit predigte, waren ihr die Expansionsinteressen der russischen Atomindustrie und damit verbundenen Interessen der heimischen Wirtschaftskreise wichtiger als die der ungerischten Verbraucher.

00:03:42: Eine Vorbereitung auf Niedrigwasserstände und die Entwicklung entsprechender Pumpen für Pax hätten seiner Meinung nach kein russisches Fachwissen erfordert.

00:03:51: Matiare macht damit den Mitbetreiber des Kernkraftwerks, die staatliche russische Kernenergiebehörde Rosatom mitverantwortlich dafür dass die Anlage im Bereich der Kühltechnik nicht auf dem neuesten Stand sei.

00:04:03: Wie abhängig ist Ungarn von Russland?

00:04:06: Paxsch wird von vier in Russland hergestellten Reaktoren betrieben.

00:04:09: Orbans Regierung hatte ein weiteres Kernkraftwerk Paxch II bei Rosatom in Auftrag gegeben.

00:04:15: Matja kritisiert, dass dies die Souveränität Unganz untergrabe und das Land stärker an Moskau binde – die drohende Abschaltung von Paxche verdeutlichte Anfälligkeit Unganz von einem einzigen mit Russland verbundenen KKW.

00:04:28: Die Orban-Regierung habe sechzehn Jahre Zeit gehabt, das Land auf eine solche Situation vorzubereiten, habe dies aber versäumt!

00:04:35: Zitat.

00:04:36: Das haben wir also geerbt, wird Mathias vom Ungrisch Nachrichten-Portal Telex zitiert.

00:04:41: Telex macht zudem darauf aufmerksam das im Dezember vergangenen Jahres Janosch Lassar Fehler bezüglich der Wasserversorgung eingeräumt habe.

00:04:49: Lassarr war unter Orban Minister für Bauwesen und Verkehr und wird von Telex mit den Worten zitiert Die Regierung habe es vor zehn Jahren versäumт große Stausein zu bauen die für die Wasserspeicherung geeignet sind.

00:05:02: Dies hat Lazar während einer Anhörung im Dezember vor den Ausschüssen für Wirtschaftsförderung und nachhaltiges Wachstum des Parlaments erklärt.

00:05:09: Telegs beruft sich dabei unter anderem auf einen Videomitschnitt, der mittlerweile auf Facebook veröffentlicht wurde.

00:05:15: Auf einem Kommentar des damaligen Vorsitzenden des Ausschusses Lawslaw Laurent Keresdes hat Lazar das Weiteren gesagt – Sie haben absolut recht wenn sie sagen dass es töricht ist viel mehr Süßwasser aus dem Land abfließen zu lassen als hineinkommt.

00:05:29: Das ist schlichtweg unhaltbar!

00:05:32: Lausar weiter, wir steuern auf eine totale Zerstörung zu.

00:05:35: Es gibt geografische und natürliche Phänomene die Anlass zur großer Sorge

00:05:39: geben.".

00:05:40: Die Wasserknappheit sei eine brutale Realität aber es sei noch nicht entschieden worden was wir tun wollen hat Lausarr damals bei der Anhörung gesagt.

00:05:49: Fidesz, Mardiar ist verantwortlich.

00:05:52: Bei Orbans Fides Partei nachgefragt, wie sie zu der Aussage von Lazar Stehe habe laut Telex der Fraktionsvorsitzende Jana Spocker am Montag erklärt, dass allein die TISA-Regierung für die aktuelle Situation verantwortlich sei.

00:06:06: Die Bilanz der Vorgängerregierung in den vergangenen Jahren ist nicht perfekt, wird Bokkar zitiert.

00:06:11: Man befindet sich inmitten einer beispiellosen Energiekrise aber es sei den energiepolitischen Maßnahmen der Orban-Regierungen in den vergangenen sechzehn Jahren und den Opfern der Verbraucher zu verdanken das zerstromt jetzt derzeit überhaupt noch im Betrieb ist", sagte Bokka.

00:06:25: Er fügte hinzu dass die Vorgänge Regierung zwar andere Prioritäten hätte setzen können Aber dennoch sei die derzeitige Regierung allein für den Umgang mit der aktuellen Situation verantwortlich.

00:06:36: Wasser so wichtig wie Gas und Oran.

00:06:39: In Rumänien bietet sich ein ähnliches Bild, dort versuchen die Behörden mittels Sprengungen im Fluss Wasserausteilen der Donau zu einem der wichtigsten Kernkraftwerke des Landes Cernovorda umzuleiten.

00:06:50: Dort wurden bereits im vergangenen Monat zwei Kernreaktoren aufgrund des niedrigen Wasserstands der Donauer abgeschaltet.

00:06:56: Aufgrund des Rückgangs der Stromerzeugung wurde landesweit der Notstand ausgerufen.

00:07:01: Die Donau ist Europas zweitgrößter Fluss.

00:07:03: Sie fließt von Deutschland aus durch neun weitere Länder, bevor sie in der Schwarze Meer mündet.

00:07:08: Das Donauwasser sank in allen zehn Staaten auf niedrige Pegelwerte – Ungarn trifft diese Wasserkrise besonders

00:07:14: hart.".

00:07:15: In ganz Mittel- und Osteruropa zeigen schwere Dürren und Hitzewellen das Wasser ein ebenso wichtiger Energierohstoff ist wie Gas oder Uran", schrieb Francesco Sassi Professor an der Universität Oslo mit Schwerpunktenergiesicherheit in einem Beitrag auf Ex am zweiten August.

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