Ray-Ban Meta im Test: Was die smarte Kamerabrille wirklich kann #136

Shownotes

Sie sieht aus wie eine gewöhnliche Ray-Ban, fotografiert, filmt, telefoniert, übersetzt und lässt sich per Sprachbefehl mit Künstlicher Intelligenz verbinden. Die Ray-Ban Meta macht vieles einfacher – und wirft zugleich eine unbequeme Frage auf: Was passiert, wenn eine Kamera so selbstverständlich wird, dass man sie kaum noch als solche wahrnimmt?

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00:00:00: Herzlich Willkommen zur Epoch im Fokus mit dem Thema Brille hört mit.

00:00:04: Ray-Ban Meta im Test, was die smarte Kamerabrille er wirklich kann.

00:00:09: Ein Artikel von Lydia Röber vom vierzehnten September.

00:00:11: zwanzig sechsundzwanzig am Mikrofon Alexander Sieber.

00:00:15: Sie sieht aus wie eine gewöhnliche Ray Ban fotografiert filmt telefoniert übersetzt und lässt sich per Sprachbefehl mit künstlicher Intelligenz verbinden.

00:00:24: Die Ray-Ban Meter macht vieles einfacher und wirft zugleich eine unbequeme Frage auf.

00:00:29: Was passiert, wenn eine Kamera so selbstverständlich wird?

00:00:32: Dass man sie kaum noch als solche wahrnimmt!

00:00:36: Als ich die Ray-ban Meter zum ersten Mal aussetzte – Probeweise beim Optiker im Einkaufszentrum meiner Heimatstadt sehe ich zunächst keinen Unterschied zu einer herkömmlichen Sonnenbrille.

00:00:46: Das Gestell sitzt wie gewohnt auf der Nase und die Gläser erfüllen ihren Zweck.

00:00:50: Nur in den Bügel steckt deutlich mehr Technik als in einer gewöhnlichen Brille.

00:00:55: Die Kamera steckt im Brillenrahmen.

00:00:58: Ich drücke auf einen Knopf und mache ein Foto, nicht mit dem Smartphone sondern mit der Brille.

00:01:03: Ein kleines weißes Licht an der Vorderseite leuchtet auf.

00:01:06: kurz darauf landet das Bild auf meinem Handy.

00:01:09: Dann probiere ich die Sprachsteuerung aus.

00:01:11: Hey Meta sage ich und frage nach dem heutigen Datum.

00:01:15: Die Antwort kommt direkt in meine Ohren Aus den kleinen Lautsprechern in den Brillenbügeln Und nicht von einem Bildschirm Denn die Raben Meter hat kein Display im Brillenglas, anders als die inzwischen ebenfalls angebotene Meta-Raben-Display.

00:01:29: Die Raben-Meter ist inzwischen kein Nischenprodukt mehr – der Technologiekonzern Meter und der Brillenkonzern Essilor Luxortica zu dem Raben gehört bauen das Angebot zunehmend aus.

00:01:40: Neben Raben gibt es inzwischen auch eine gemeinsam mit META entwickelte Ausführung des Smartglasses von

00:01:45: Oakley.".

00:01:46: Zitat Die sieht etwas sportlich aus, sagt die Optikerin und zeigt auf einen anderen Ständer.

00:01:51: Je nach Ausführung kosten die Brillen etwa vierhundert bis fünfhundert Euro – die Gläser kommen noch hinzu!

00:01:56: Der endgulige Preis hängt unter anderem von Schliff, Stärke und Qualität der Gläse ab.

00:02:01: Doch was kann die Brille tatsächlich?

00:02:03: Wie funktioniert sie und ist sie den preiswert?

00:02:07: Das kleine Licht ist mehr als eine Kontrollleuchte.

00:02:10: Das auffälligste technische Bauteil sitzt an der Vorderseite…eine Kamera Bei der Ravenmeter Gen II handelt es sich um eine zwölf Megapixel Ultra-Weidwinkelkamera.

00:02:20: Fotos werden mit drei Tausend Vierundzwanzig mal viertausend Zweiunddreißig Pixeln aufgenommen, Videos sind in Drei K möglich.

00:02:27: Die Aufnahmen werden auf dem Smartphone in der Meta AI App gespeichert.

00:02:31: Das Prinzip ist einfach.

00:02:32: ich sehe etwas drücke den Auslöser an der Brille und die Kamera nimmt auf was vor mir liegt.

00:02:37: Das kann praktisch sein, wenn es schnell gehen muss.

00:02:40: Ein Vogel fliegt plötzlich auf, jemand springt ins Wasser oder auf eine Reise taucht ein interessantes Motiv auf.

00:02:46: Bis das Smartphone aus der Tasche gezogen, entsperrt und die Kamera geöffnet ist, kann dem Moment vorbei sein.

00:02:51: Mit der Brille genügt ein Knopfdruck oder einen Satz «Hey Meter mach ein Foto».

00:02:56: Auch Videos lassen sich per Sprachsteuerung starten!

00:02:58: Dabei zeigt eine kleine LED an der Vorderseite nach außen, dass die Kamera aktiv ist.

00:03:03: Das kleine weiße Licht an der vorderseiter der Brille wirkt zunächst wie ein technisches Detail.

00:03:08: Tatsächlich ist die LED für eine zentrale Frage entscheidend – Wie sollen Menschen in der Umgebung erkennen das sie gerade fotografiert oder gefilmt werden?

00:03:17: Schon beim Marktstart der ersten Ray-Ban-Kamera-Brille, der Rayban Stories im Jahr zwanzigundzwanzig beschäftigten sich europäische Datenschützer mit dieser Frage.

00:03:25: Die irische Datenschutzbehörde DPC äußerte damals Zweifel ob die Kontrollleuchte ausreichend sichtbar sei – bezeichnete sie als Very Small.

00:03:33: Meta und Rayban hätten nicht nachgewiesen dass die LED unter realen Bedingungen tatsächlich geeignet sei Betroffene auf eine Aufnahme aufmerksam zu machen.

00:03:42: Bei der zwanzig-dreirundzwanzig vorgestellten Nachfolgegeneration Raven Meter hatte Meter auf diese Bedenken bereits reagiert, die nach Außengerichte der LED wurde mehr als verdoppelt und um ein Blinksignal während der Aufnahme ergänzt.

00:03:55: Diese Änderungen sollten die Aufnahmen für Betroffene besser erkennbar machen und das Risiko in conspicuous media capture also unauffällige Aufnahmen verringern Als Alltagsgegenstand getan.

00:04:07: Die Bundesnetzagentur sieht in Deutschland keine Notwendigkeit für ein Verbot von Meterskammerbrillen, weil die AufnahmeLED durch ihr leuchten umstehende Warne.

00:04:15: Demnach reicht die Ausgestaltung der Aufnahme LED grundsätzlich aus damit Dritte erkennen können dass die Kamera aktiv ist.

00:04:22: Nach dieser Lesart fällt die Brille nicht unter das Verbot sogenannte verdeckte Aufnahmegeräte.

00:04:28: Seit dem XII.

00:04:28: August liegt bei der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität ZIT, eine Strafanzeige gegen die Geschäftsführungen von Meta-Plattforms Technologies Island Limited, Rayban und Oakley sowie gegen die Optikhandelsketten Vielmann, Apollo Optic, Mr.

00:04:44: Specks und Medienmarkt vor.

00:04:46: Eingereicht hat sie die Organisation Hate Aid.

00:04:49: Nach Auffassung von Hate Aid verstößt er Verkauf der Rayban Meter in Deutschland gegen das Telekommunikations-Digitale Dienste Datenschutzgesetz TDDG.

00:04:59: Die Organisation sieht darin einen Straftatbestand, nach § eight Absatz eins und § siebenzwanzig Absatz Eins Nummer drei ist es verboten Geräte auf dem Markt zu bringen die als Alltagsgegenstände getarnt und dazu bestimmt sind andere Personen unbemerkt abzuhören oder zu filmen.

00:05:16: Hate-Aid hält die Smartglasses von Meta & Raven insbesondere deshalb für problematisch weil sie äußerlich kaum von herkömmlichen Ravenbrillen zu unterscheiden.

00:05:25: Das Design orientiert sich unter anderem am klassischen Ravenmodell Wayfarer.

00:05:29: Sollte es zu einer Verurteilung kommen, drohen den Beschuldigten nach Darstellung von Hate-Aid Geld oder Freiheitsstrafen von bis zu zwei Jahren.

00:05:38: LED Kamera als Zünglern an der Waage.

00:05:40: Doch die LED wirft noch eine andere Frage auf.

00:05:42: Meter bezeichnet sie ausdrücklich als CaptureLED.

00:05:46: Sie signalisiert nach Angaben des Unternehmens wenn Fotos Videos und Livestreams aufgenommen werden Die in der Galerie landen.

00:05:53: Die Kamera kann jedoch auch für KI-Funktionen eingesetzt werden.

00:05:56: Mit Locant Ask kann der Träger etwa fragen, welches Gebäude oder welche Pflanze er gerade vor sich sieht?

00:06:02: Dafür muss die Kamera die Umgebung erfassen und Bildinformation an die KI übermitteln.

00:06:07: Bei neueren Rayban Metamodellen bleibt die LED bei bestimmten KI Funktionen ausgeschaltet.

00:06:12: Rayban erklärt dies damit dass die Kamera dabei keine Inhalte für die Galerie aufnimmt.

00:06:17: Die LED-Signalisiere vor allem dann, wenn Fotos, Videos oder Livestreams aufgenommen werden die mit anderen geteilt oder in der Galerie gespeichert werden können.

00:06:26: Damit leuchtet die LED also nicht bei jeder Nutzung der Kamera.

00:06:29: Für den Datenschutz stellt sich deshalb eine andere Frage Muss ein Gegenüber auch dann erkennen können dass seine Umgebung gerade von einer Kamera erfasst?

00:06:37: Oder von einer KI analysiert wird Wenn dabei kein Foto oder Video für die Galerien steht?

00:06:42: Diese offenen Fragen scheinen die Erfolgsgeschichte nicht aufzuhalten.

00:06:46: twenty-fünfundzwanzig wurden weltweit mehr als sieben Millionen K.I.

00:06:49: Brillen von Essilor Luxotica und Meter verkauft, darin enthalten sind Ravenmeter und Oakleymeter.

00:06:55: Im zweiten Quartal zwanzig sechsundzwantig hat sich der Absatz der gemeinsam mit Meter entwickelten K. I. Brillens gegenüber dem Vorjahresquartal nahezu verdoppelt.

00:07:03: teilte Essilore Luxotika im Juli mit.

00:07:06: Praktisch und bequem.

00:07:08: Für Carola aus Norddeutschland war allerdings nicht die Technik der Grund, eine Ravenmeter zu kaufen.

00:07:13: Die Reit-Trainerin besitzt die Brille seit etwa einem halben Jahr.

00:07:16: Auf das Modell aufmerksam geworden, war sie durch den Fußballer Thomas Müller – Zitat!

00:07:21: Ich habe das Modelle bei Thomas Mülle gesehen und fand das Gestell toll.

00:07:25: Viele der smarten Funktionen nutzt sie ein bisschen kaum.

00:07:28: Praktisch findet sie dagegen, dass sie beim Telefonieren das Smartphone nicht mehr in die Hand nehmen muss.

00:07:33: Auch Musik hört sie über die Brilla Etwa wenn sie im Urlaub am Strand ein Buch liest.

00:07:38: Sie hört mit und antwortet.

00:07:40: In den Bügeln befinden sich mehrere Mikrofone, sie nehmen Sprachbefehle auf und ermöglichen Telefonate.

00:07:45: Dazu kommen offenen Lautsprecher Musik und die Antworten des Sprachassistenten werden direkt über die Bügel ausgegeben ohne dass die Ohren durch Ohrhörer verschlossen sind.

00:07:55: Zitat Das war schon beim ersten Ausprobieren überraschend angenehm.

00:07:58: Ich höre Musik und bekomme gleichzeitig mit was um mich herum passiert.

00:08:01: Socarola Die Brille selbst ist dabei nicht das eigentliche Rechenzentrum.

00:08:06: Sie arbeitet mit dem Smartphone und der Meta AI App zusammen, für viele Funktionen ist zudem eine Internetverbindung erforderlich.

00:08:13: Geladen wird sie über das Etui.

00:08:15: je nach Gebrauch hält sie bis zu acht Stunden Übersetzen ohne das Smartphone herauszuholen.

00:08:21: Die für sie interessanteste Funktion hat Carola bislang noch nicht in der Praxis genutzt, will sie aber auf ihrer nächsten Reise ausprobieren.

00:08:28: Mit dem Sprachbefehl Hey-Meter Live Übersetzung starten kann man sich in Echtzeit eine Unterhaltung übersetzen lassen.

00:08:34: Inzwischen unterstützen die smarten Brillen zwanzig Sprachen.

00:08:38: Die Übersetzungen erfolgt über offene Lautsprecher als Audio sowie als Text in der App.

00:08:43: Der Unterschied zu einer Übersetzungs-App auf dem Smartphone liegt vor allem in der Bedienung.

00:08:47: Das Telefon muss nicht zwischen zwei Gesprächspartnern gehalten, weitergereicht oder ständig auf den Bildschirm geschaut werden – der Blick kann beim Gegenüber bleiben.

00:08:55: Bei einem Gespräch auf Spanisch etwa nimmt die Brille die Worte des Gegenübers über die Mikrofone auf.

00:09:00: Meta AI verarbeitet die Sprache und gibt die Übersetzung anschließend über die Lautsprecher in den Brillenbügeln aus.

00:09:06: Als ich die Brille beim Optiker wieder absetzte, fühlte sie sich nicht wie ein technisches Gerät an das ich zusätzlich mit mir herum trage.

00:09:14: Sie fühlt sich zunächst tatsächlich wie eine Brille an nur dass diese Brille hören sprechen fotografieren telefonieren und Fragen beantworten kann.

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