Studie: Chaotisches Klima gibt es seit Anbeginn der Menschheit #12

Shownotes

Erdachse und -umlaufbahn bestimmen seit Millionen Jahren das Klima auf der Erde. Bis vor rund 2,7 Millionen Jahren war es eher ruhig und gleichmäßig, dann jedoch kippte es auf sprunghaft – ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, der mit einer anderen prägenden Entwicklung einherging: Dem Auftreten unserer Vorfahren.

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00:00:00: Herzlich willkommen zu Epoch im Fokus mit dem Thema Yo-Yo Effect seit zwei Komma sieben Millionen Jahren.

00:00:07: Studie, chaotisches Klima gibt es seit Anbeginn der Menschheit.

00:00:12: Ein Artikel von Tim Somm vom vierten August zwanzig sechsundzwanzig am Mikrofon Alexander Sieber Erdachse und Umlaufbahn bestimmen seit Millionen Jahren das Klima auf der Erde.

00:00:23: Bis vor rund zwei Komma sieben Millionen Jahren war es eher ruhig und gleichmäßig, dann jedoch kippte es auf sprunghaft ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, der mit einer anderen prägenten Entwicklung einherging dem Auftreten unserer Vorfahren.

00:00:38: Vor etwa zweikommasieben Millionen Jahren gescheit.

00:00:40: was Prägendes auf der Welt.

00:00:42: Zu diesem Zeitpunkt sollen die Vorfahren der Menschen, die unsere heutige Zivilisation bilden, die Weltbühne betreten haben.

00:00:49: Wie Forscher der Universität Cambridge herausfanden, fällt dieses Ereignis zudem mit einem abwechslungsreichen Weltklima zusammen, das von der Ausdehnung und dem Rückzug der kontinentalen Eisschilder auf den Nordhalbkugel geprägt war.

00:01:03: In der Folge schwankte das Klima der Erde zwischen Warmen, zwischen Eiszeiten und eisigen Eiszeite hin und her.

00:01:09: Doch besonders die Eiszeiten verliefen mit starkem Temperaturschwankungen über geologisch kurze Zeiträume, weit aus unregelmäßiger als bislang geahnt.

00:01:18: Dazwischen lebte der Mensch, der es erfolgreich schaffte sich regelmäßig an den neuen Bedingungen anzupassen.

00:01:24: Schwankungen in Sedimenten.

00:01:27: Auf die Spur dieses wechselhaften Klimas kam das internationale Forscherteam um den Geowissenschaftsprofessor David Hoddel von der Universität Cambridge durch die Analyse von Tiefsee-Bohrkernen Naheportugal.

00:01:40: Die enthalten feinste Schichten von Sedimenten, die sich seit fünf Komma drei Millionen Jahren abgelagert haben.

00:01:46: Sie liefern somit einen tieferen Einblick in die Vergangenheit als Eisbohrkerne, die nur bis in die glaziale Zeit zurückreichen.

00:01:57: Titan, Zaukonium und Strontium offenbaten dass das Klima bis vor zwei Komma sieben Millionen Jahren stabil warm war.

00:02:04: Erst danach gab es Hinweise auf starke Kälte Einbrüche die die Vorboten der folgenden Eiszeit waren.

00:02:11: Ab vor zwei Komma fünf Millionen Jahren waren dann mehrere aus geologischer Sicht schnelle Schwankungen innerhalb von tausend Jahren deutlich erkennbar.

00:02:19: Von da an waren die Schwankung ein beständiges Merkmal des eiszeitlichen Klimas, untermauert wird das durch Beobachtungen in gründländischen

00:02:27: Eiskernen.".

00:02:28: Zitat Glazialperioden war nicht nur kalt – sie waren auch äußerst variabel mit starkem Temperaturschwankungen über relativ kurze Zeiträume", erklärt Prof.

00:02:38: Hoddel.

00:02:40: Eis stieß den Wandel des Klimas an.

00:02:43: Eingeleitet wurde das Ganze durch die zyklischen Veränderungen der Eiertumlaufbahn, diese brachten eine neue Eiszeit und beeinflussten die Ausbreitung der irdischen Eisschilde.

00:02:52: Belegt wird dies durch sogenanntes Ice Refted Debris also Gesteinsmaterial dass von Eisbergen ins-und über das Meer getragen wurde bis diese Schmelzen und sich in großen Mengen in Ablagerungsschichten befanden.

00:03:05: Die Eisschilde seien dabei nicht nur groß genug gewesen, um den Ozean zu erreichen und Eisberge samt dem Geröll abzukalben sondern auch mit dem zahlreichen geschmolzenen Eis die Ozeansäkulation zu beeinflussen.

00:03:19: Dies soll letztlich die abrupten Klimawendungen verursacht haben.

00:03:23: Laut Bohrkerinnen sei dies aber nur dann aufgetreten wenn die Vergletscherung eine bestimmte Schwelle – den sogenannten Sweetspot überschritt.

00:03:30: Dieser tritt ein, wenn die Eisschilde groß genug, die Meere kalt genug und die Ozeansekulation empfindlich genug sind um instabil zu werden.

00:03:39: Sobald dieser Punkt erreicht war kam es zu einem wechselhaften Klima im Jahrtausendmaßstab Und dann kam der Mensch.

00:03:47: Inmitten dieser Umbrüche entwickelte sich was Wissenschaftler als Gattung Homo bezeichnen Der moderne Mensch.

00:03:54: Möglicherweise spielte gerade dieser klimatische Wendepunkt eine entscheidende Rolle bei der späteren Entwicklung unserer Zivilisation.

00:04:01: So vermuten einige Forscher, dass rasche Veränderungen des Erdklimas und die damit einhergehenden eklatanten Veränderung in der Vegetation- und Umwelt dazu führten das der Mensch kreative Wege finden musste um zudem zu werden was er heute ist.

00:04:17: Die Studie erschien am neunzehnten Februar zwanzig sechsundzwanzig im Fachmagazin Science.

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