Berliner Hackerangriff: Sensible Daten und Verteidigungsunterlagen im Darknet #104

Shownotes

Nach einem Hackerangriff auf Berliner Senatsverwaltungen sind rund 1,4 Millionen Dateien im Darknet aufgetaucht. Darunter sollen auch sensible Infrastruktur- und Verteidigungsdaten sein.

Transkript anzeigen

00:00:00: Herzlich Willkommen zu Epoch.

00:00:01: im Fokus mit dem Thema – Eins Komma Vier Millionen Dateien veröffentlicht.

00:00:05: Berliner Heckerangriff, sensible Daten und Verteidigungsunterlagen im Darknet.

00:00:11: Ein Artikel von Reinhard Werner vom fünften September.

00:00:13: zwanzig sechsundzwanzig an Mikrofon Alexander Sieber.

00:00:17: Nach einem Hecker-Angriff auf berliner Senatsverwaltungen sind rund eins Komma vier Millionen Datei in den Darknet aufgetaucht.

00:00:24: Darunter sollen auch sensibler Infrastruktur und Vierteidigungstaten sein.

00:00:29: Der jüngste Ransomware-Angriff auf zwei Berliner Senatsverwaltungen gilt als größter Datendiebstahl in der Geschichte der Landesverwaltung.

00:00:37: Die Verantwortlichen für den Angriff eigenen Angaben zufolge die Hackergruppe ROSIDA haben rund µm Dateien erbeutet, die Datenmenge soll bis Fünf Komma Acht Tierarbeit betragen.

00:00:48: Die mittlerweile im Darknet aufgetauchten Ordner enthalten offenbar nicht nur personenbezogene Daten und Zugangsdaten.

00:00:54: Einem Bericht des Tagespiegel zufolge sollen die Hacker auch Informationen über kritische Infrastruktur- und zibile Verteidigungsplanung offengelegt haben.

00:01:03: Der Vorfall wirft Fragen über den Zustand der digitalen Sicherheitsarchitektur der Berliner Verwaltung auf.

00:01:09: Nach dem Hackerangriff hat Berlins Regierende Bürgermeister Kai Wegner CDU eingeräumt, dass nach aktuellem Stand offenbar auch sensible Daten betroffen sind.

00:01:17: Während der Senat zunächst erklärt hatte es gebe keine Hinweise auf den Abfluss sensibler Informationen sei der Erkenntnisstand heute ein anderer, sagte Wegner der Bild.

00:01:27: Berlin sei Opfer einer schweren Straftat geworden, so der CDU-Politiker.

00:01:32: Hacker veröffentlichten entwendete Daten im Darknet.

00:01:36: Wie der RWB berichtet, haben die Hacker die Daten nach dem Ablauf eines von ihnen gestellten Ultimatums im Darknet zum Download zur Verfügung gestellt.

00:01:45: Russiler gab dies am Freitag Nachmittag, vierter September auf seiner dort betriebenen Website bekannt.

00:01:50: Mittlerweile führe der Link auf mehrere Ordner.

00:01:52: unter diesen befänden sich Arbeitszeugnisse und Beurteilungen von Mitarbeitern sowie deren Personalakten –.

00:01:58: auch Informationen zu Ausschreibungen seien abrufbar gewesen!

00:02:02: Eine exakte Überprüfung der Angaben war bislang noch nicht möglich.

00:02:06: Es ist auch noch nicht geklärt, ob es sich tatsächlich um die vollständige Menge der abgeflossenen Daten handelt.

00:02:11: Der Berliner Senat erklärte, derzeit führten die Sicherheitsbehörden eine intensive Datenprüfungen durch.

00:02:17: Man habe dazu unter anderem IT-Vorensiger beauftragt.

00:02:20: Außerdem wolle man betroffene Personen kontaktieren, in einer Erklärung des Senats heißt es dazu", sofern im Rahmen der Analyse einzelne Betroffende Personen identifiziert werden, werden diese risikobasiert und entsprechend der gesetzlichen Vorgaben von den zuständigen Senatsverwaltungen informiert.

00:02:38: Bürger die unabhängig davon Kenntnis erlangten dass ihre Daten veröffentlicht oder missbraucht wurden ruft man dazu auf Strafanzeige zu erstatten.

00:02:47: Berlin soll an Resider rund zwei Millionen Euro zahlen.

00:02:51: Die Attacke der Hacker richtete sich gegen die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen sowie die Senatverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt.

00:03:01: Deren eigenen Angaben zufolge hätten sie vom siebten bis zwölften August unbemerkt Zugriffe auf die Systeme gehabt.

00:03:07: Die Betroffenen hatten von dem Angriff erst am vierzehnten August Kenntnis erlangt.

00:03:11: Ryside richtete nach Ende des Angriffs ein Ultimatum an diese Senats Verwaltungen.

00:03:16: Die Gruppe forderte die Zahlung von dreißig Bitcoin.

00:03:19: Zum Zeitpunkt des Erpressungsversuchs entsprach dies etwa zwei Millionen Euro.

00:03:23: Das Land Berlin machte mehrfach deutlich, kein Lösegeld bezahlen zu wollen.

00:03:27: Am Freitag lief das Ultimatum ab.

00:03:29: Daraufhin machten die Erpresser die Drohung war Unter den erbeuteten Informationen sollen sich auch solche Übereinrichtungen befinden, die im Krisen- oder Verteidigungsfall besonderen Schutzmaßnahmen unterliegen.

00:03:40: Genannt sein u.a.

00:03:42: Heizkraftwerke, Notstromanlagen, Wasserwerke Entsorgungsunternehmen und Umspannwerke.

00:03:47: Teilweise seien auch Angaben zu möglichen Schäden bei der Zerstörung bestimmter Anlagen enthalten gewesen.

00:03:54: Hacker haben auch Informationen über kritische Infrastruktur erbeutet.

00:03:58: Auch Unterlagen im Zusammenhang mit dem Operationsplan Deutschland sind dem Tagesspiegel zufolge im entwendeten Datenbestand enthalten gewesen.

00:04:06: Es soll um teilweise als Verschlusssache klassifizierte Informationen zur Liegenschaften und Einrichtungen gehen, darunter sei auch ein Entwurf des Leitfadens Zivile Verteidigung im Land Berlin vom August twenty-fünfundzwanzig.

00:04:19: Die Berliner Senatskanzlei geht laut dem Dokument von höchst sensiblen Daten aus.

00:04:23: Nach Rücksprache mit Bundesbehörden geht sie aber nicht von kritischen Informationen für die Sicherheit und Verteidigung aus, teilweise sein aber auch Informationen über mögliche Gefahrenquellenbetriebszeiten, Wachschutzeinrichtungen, Notfallverantwortliche oder besonders gefährdete Standorte von Behörden, Rüstungsunternehmen und anderen Einrichtungen

00:04:40: abgeflossen.".

00:04:42: Im Datensatz soll sich auch eine Datei mit unverschlüsselten Zugangsdaten und Passwörtern befunden haben.

00:04:48: Diese soll knapp sechstausend Login-Daten erfasst haben, in einigen Fällen gebe es bei bestimmten Fachverfahren und weiterhin bestehenden VPN-Zugängen auch keine zwei Faktor-Authentifizierungen – sogar Daten von Bürgern und Unternehmen sollen in den Bestand auftauchen!

00:05:02: Die forensische Untersuchung dazu ist jedoch noch nicht abgeschlossen.

00:05:06: Berlin war nicht das erste Opfer von Resider An einem Internetvermerk aus der Berliner Verwaltung zufolge kommen mit Sicherheitsfragen befasste Beamte zur Einschätzung, dass ein digitaler Geheimschutz im strengen Sinne in der berliner öffentlichen Verwaltung nicht möglich sei.

00:05:22: So musste man für bestimmte klassifizierte Vorgänge offenbar weiterhin auf Papierform zurückgreifen.

00:05:27: Eine weiteren Unterlage zufolge seien Teile der IT bei den betroffenen Senatsverwaltungen nicht zur zentral verwalteten und überwachten IT-Struktur migriert worden.

00:05:37: Diese sei beim Zentralen IT-Dienstleister ITDZ Berlin angesiedelt, das konkrete technische Einfallstor ist jedoch noch nicht abschließend geklärt.

00:05:46: Es kämen unter anderem Fishing eine ungepatchte Software oder ein kompromittierter Fernzugang in Betracht.

00:05:53: Rosida ist als international agierende Ransomware-Gruppe bekannt, die in der Scheinung erstmals getreten war.

00:06:00: Sie stellt Shard Software und Infrastruktur für sogenannte Affiliates bereit – die anschließend selbst damit Angriffe ausführen.

00:06:07: Die Gruppe stiehlt Daten und droht anschliessend mit Veröffentlichungen.

00:06:11: Von Hackeraktivitäten von Rosida betroffen waren bisher unter anderem die British Library das Lurie Children's Hospital in Chicago, die Stadt Columbus in Ohio oder der Hafen von Seattle.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.