Warum mehrere Kernkraftwerke in Europa drosseln müssen #10

Shownotes

Aufgrund der hohen Temperaturen in Europa und entsprechender Regelungen müssen Kernkraftwerke ihre Leistung drosseln oder komplett herunterfahren. Ein Land hat sogar den Notstand wegen befürchteter Stromknappheit ausgerufen.

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00:00:00: Herzlich willkommen zu Epoch im Fokus mit dem Thema Notstand ausgerufen.

00:00:05: Warum mehrere Kernkraftwerke in Europa drosseln müssen?

00:00:09: Ein Artikel von Maurice Vorgang vom zweiten August, am Mikrofon Alexander Sieber.

00:00:15: Aufgrund der hohen Temperaturen in Europa und entsprechender Regierungen müssten Kernkraftwerte ihre Leistung drosslen oder komplett herunterfahren.

00:00:23: ein Land hat sogar den Notstand wegen befürchterter Stromknappheit ausgerufen.

00:00:29: In mehreren Ländern Europas drosseln aktuell die Betreiber von Kernkraftwerken ihre Reaktoren.

00:00:34: Grund dafür sind die anhaltenden sommerlichen Temperaturen sowie zu niedrige Fluss-Pegelstände.

00:00:40: Die Leistung aller Atommeiler in der Europäischen Union lag zur Woche Beginn am siebenzwanzigsten Juli noch bei rund siebzig Gigawatt.

00:00:47: Am Sonntagmorgen zeigen die Leistungsdaten des Stromportals Energy Charts nur noch knapp dreiundfünfzig Gigawatten an.

00:00:54: Das ist ein Rückgang um vierundzwanzigerweise fünf Prozent, also um fast ein Viertel.

00:00:59: Nur begrenzte Aufheizung der Flüsse erlaubt.

00:01:02: Wärmeres Flusswasser ist rein aus technischer Sicht nicht unbrauchbar für ein KKW.

00:01:06: Es kann die Anlage ebenfalls ausreichend abkühlen.

00:01:09: Hintergrund ist vielmehr, dass die Meiler die Flüsser nicht zusätzlich aufheizen dürfen.

00:01:13: Die Brennstebe im Kernreaktor geben Temperaturen von mehreren hundert Grad Celsius ab.

00:01:18: Diese Wärmemenge können die Anlagen zu rund einem Drittel in Strom umwandeln.

00:01:22: Die übrige Abwärme muss abgeführt werden.

00:01:25: Kein Kraftwerker, die an Flüssen liegen entnehmen dazu Flusswasser und fügen diesem die Abwärme zu.

00:01:30: Anschließend leitet der Kühlkreislauf das erwärmte Wasser in den Fluss zurück.

00:01:35: Im Sommer kann diese zusätzliche Wassererwärmung für manche Lebewesen in den flüssen problematisch sein – im schlimmsten Fall kann es zur erhöhtem Fischsterben kommen.

00:01:44: Daher gibt es in EU-Ländern bestimmte Regelungen.

00:01:47: Sie schreiben vor wie warm das Flusswater maximal sein darf um es für die Kühlung der Meiler zu verwenden.

00:01:52: Der Energieexperte Leonhard Gandhi erklärte, Zitat.

00:01:56: der Grenzwert für die Flusttemperatur liegt an vielen Standorten bei etwa auf ca.

00:01:59: zu zweieinhalb Grad Celsius wobei je nach Kraftwerk und Genehmigung auch Ausnahmeregelungen möglich sind.

00:02:05: Zitat Ende Ungarn fährt komplett herunter.

00:02:09: Im Verhältnis der Stromproduktion eines Landes ist Ungarn am stärksten betroffen.

00:02:13: das osteuropäische Land hat nur ein Kernkraftwerk mit vier Reaktoren Rund hundert Kilometer südlich der Hauptstadt Budapest.

00:02:21: Im Normalbetrieb erzeugen diese fast die Hälfte des ungerischen Stroms.

00:02:25: Der Anteil der Kernenergie am Strommix lag in diesem Jahr bis dato bei rund forty-fünf Prozent.

00:02:30: Seit Montag, siebenzwanzigster Juli begann laut den Stromdaten des Portals Energy Charts jedoch die schrittweise Drosselung der Leistungen der Anlage.

00:02:38: Am Sonntagmorgen speiste sie nur noch rund hundertsebzig Megawatt ins ungerische Netz ein.

00:02:43: In der Spitze und vor der Drosselung erbrachte das Kraftwerk noch rund µW.

00:02:49: In Kürze schaltete das Kernkraftwerk Parkstand wegen zu niedriger Pegelstände der Donau komplett ab, Zitat.

00:02:55: Nach aktuellen Berechnungen könnte das am Dienstag oder Mittwoch geschehen, sagt der Ministerpräsident Peter Matjaardt am Freitag, im Juli, bei einer Pressekonferenz am Kraftwerk.

00:03:04: Der Betreiber der Anlage hatte die Abschaltung unvermeidlich genannt – es ist die erste Komplettabschaltung dieses KKW seit seiner vierzigjährigen

00:03:12: Existenz.".

00:03:13: Der Fluss hat an seinem Unterlauf stellenweise nur ein Drittel des im Juli durchschnittlich gemessenen Wasserstand.

00:03:19: Der Wetterdienst Hungarumet sagt ungar in den kommenden sechs Tagen eine Hitzeperiode mit Temperaturen von bis zu forty-one Grad Celsius voraus.

00:03:28: Minister spricht von drohender Energiekrise, der ungerisch Regierungschef Matjaer rief die Industrie auf ihren Stromverbrauch einzuschränken um eine Energiekriese zu vermeiden.

00:03:38: Zudem soll die Beleuchtung öffentliche Gebäude eingestellt werden um Strom zu sparen.

00:03:42: Spätestens ab Montag, dritter August könne es zu Engpästen bei der Stromversorgung kommen.

00:03:47: Hatte Madja angekündigt.

00:03:48: Seine Einschätzung nach könne die Krisensituation wegen des erwarteten heißen Sommers noch Wochen andauern.

00:03:54: Die Bevölkerung in Ungarn ist weiterhin aufgerufen während der Spitzenverbrauchszeit zwischen siebzehn und zwanzig Uhr keinen zusätzlichen Strom zur Verbrauchung etwa durch das Aufladen von Elektroautos und dem Betrieb von Klimaanlagen.

00:04:07: Auf einem durchschnittlichen Sommerabend würden sechstausende Megawatt Strom verbraucht, aufgrund der Hitze steige dieser Wert um zwanzig Prozent erläuterte Material.

00:04:16: Man setzte nun die Stromreserven des Landes ein und kümmere sich um Importe.

00:04:20: Rumänen schaltet ab und ruft Notstand aus!

00:04:23: Wegen der hohen Temperaturen und des ausbleibenden Regens sind die Pegelstände der Donau mancherorts auf ein Rekord tief gesunken.

00:04:30: Die Donau verläuft auch an der rumänisch-bulgarischen Grenze, versorgt das einzige Kernkraftwerk Ruméniens in der Stadt Cernavoda mit Kühlwasser.

00:04:39: Aufgrund der Bedingungen hat der Betreiber am Dienstag, der Juli, bereits den ersten der beiden Rektoren der Anlage heruntergefahren.

00:04:46: Ebenso ist die Abschaltung des zweiten Reaktors angekündigt.

00:04:49: Von rund uneinhundertundfünfundachtzig megawatt sankt die Leistung des KKW somit auf rund sechshundertunzehnzig megawatts.

00:04:56: Aufgrund eines drohenden Strommangels hat das Land für den gesamten August den Notstand ausgerufen.

00:05:02: Es laufen bereits Verhandlungen mit einigen Nachbarländern wie der Ukraine, Bulgarien aber auch mit dem etwas weiter entfernten Griechenland um bei Bedarf zusätzlichen Strom zu importieren.

00:05:12: Eine Komplettabschaltung des rumänischen KKW, über rund drei Wochen erlebte die Anlage in Cerna Voda in diesem Jahr bereits im Mai.

00:05:19: Aufgrund einer technischen Störung wurde der Reaktor II am vierten Mai automatisch vom Netz getrennt.

00:05:25: Der Reaktoreins fuhr hingegen für eine planmäßige Wartung um zehnten Mai auf null herunter.

00:05:30: Die übrigen Stromquellen sowie Kraftwerke aus anderen Ländern hielten das Rumänische Stromnetz am Laufen.

00:05:36: Rückgang auch in Frankreich Das EU-Land mit den meisten Kernreaktoren, Frankreich kann die meisten seiner Anlagen weiterhin betreiben.

00:05:43: Von den siebenfünfzig vorhandenen Reaktoren sind aktuell achtzehn außer Betrieb – stand zweiter August.

00:05:49: Manche wurden aufgrund planmäßiger Wartung heruntergefahren andere wegen der hohen Temperaturen.

00:05:54: Eine hitzebedingte Abschaltung traft das Kernkraftwerk golfweg.

00:05:58: Beide Reaktionen stehen still.

00:06:00: Die Temperatur des kühlenden Flusses Garon ist inzwischen auf achtundzwanzig Grad angestiegen Während die Leistung aller französischen KKW am Wochenbeginn noch bei bis zu forty-fünfzig Gigawatt lag, sank sie bis Sonntag auf nur noch rund siebenunddreißig Gigawatte ab.

00:06:15: Das sind siebzehnkommar acht Prozent weniger.

00:06:18: Um die Stromversorgung weiterhin sicherzustellen müssen die Netzbetreiber vieleorts flexible Kraftwerke hochfahren.

00:06:24: Dazu zählen Gas und Kohlekraftwerke.

00:06:27: Standsonntag Mittag haben die fossilen Kraftwerker in der EU in dieser Woche bereits mehr Strom produziert als in der Woche zuvor.

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